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Re: Festung Europa in Melilla nochmals verstärkt [Re: lodrice] #151660
10/12/2013 17:35
10/12/2013 17:35
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JasminH Offline

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Die Toten an Europas Grenzen (Plakatserie)

Im Rahmen des von TKI-open 2012 geförderten Projekts FRONTEX-WATCH von FREIRAD 105.9 wurden zwischen Februar und November diesen Jahres, nicht nur Hintergrundinformationen über die Festung Europa, sondern auch die Dokumentation eines Widerstands, der sich transkontinental gegen das Unrecht an den europäischen Außengrenzen und innerhalb von Europa organisiert, gesendet. Ein regelmäßiger Bestandteil der Sendung war die Veröffentlichung der Todesmeldungen, die seit 1993 von der niederländischen NGO united against racism aus zahlreichen Quellen zusammengetragen wurden. Von 1993 bis Juni dieses Jahres wurden 16.264 Tote gezählt. Ungewiss bleibt, wie viele Menschen tatsächlich durch die europäischen Migrations- und Grenzpolitik gestorben sind.
[...]
Die Aneinanderreihung von Todesmeldungen, die lediglich über den Zeitpunkt des Verschwindens bzw. des Auffindens der Leichname, den Ort und die Art des Todes, sowie dem Herkunftsland Auskunft geben, orientiert sich in der Form an den Vermisstenlisten der Weltkriege. Im Unterschied zu den Listen von vermissten Soldaten enthalten die Todesmeldungen von den Grenzen Europas nur selten Namen.

Diese Totenlisten zeigen nicht nur das unermessliche Leid an den europäischen Grenzen, die im Außen, aber auch im Innen – Flüchtlingsheime, Abschiebezentren, Gefängniszellen – verlaufen. Anhand der Todesmeldungen lassen sich Fluchtrouten, konzentrierte Grenzeinsätze oder mediale Aufmerksamkeiten in ausgewählten Grenzregionen verfolgen.

Die Todesmeldungen wurden in [einer] Plakatserie mit zwei Sätzen überschrieben: „Seit 1993 sind tausende Menschen in Folge der europäischen Grenzpolitiken gestorben. Wir trauern um sie.“ Diese Sätze sind unser Kommentar zum Geschehen an den europäischen Grenzen. Wir benennen, dass es Verantwortliche für die ungezählten Toten gibt. Es liegt nicht in der Verantwortung der Toten, dass sie gestorben sind, sondern ihr Sterben wurde durch ein kompliziertes Ineinanderwirken unterschiedlicher Machtinteressen und Systeme, der militärischen Überwachung der Außengrenzen, einer Verlagerung der europäischen Grenzen in den Süden und Osten und einem bürokratischen Verwaltungsapparat zur Verwahrung von Flüchtlingen und Migrant_innen im Inneren Europas herbei geführt. Das (bewaffnete militärische) Vorgehen gegen unerwünschte Migration fordert Tote. Mit der Veröffentlichung der Todeslisten sprechen wir gegen das Vergessen und Verschwinden. Wir möchten dazu beitragen, Fragmente von Leben zusammenzutragen und bekunden, dass jeder Tote, jede Tote einen Verlust darstellt, nicht nur für ihre Familien, sondern für unsere Gesellschaft.

Mit den Ausstellungsorten, verteilt über das ganze Bundesland, bildet sich ein sichtbares Netz aus Gegner_innen der europäischen Abschottungspolitik. Es wird sichtbar, dass die Politik der Festung Europa keinen ungeteilten Zuspruch findet, sondern sich zahlreiche Organisationen und Einzelpersonen gegen dieses Unrecht aussprechen.


http://www.freirad.at/?page_id=3963



Filmtipp zum Thema:

Innsbruck: Filmpräsentation “Schneeglöckchen” im Leokino in Anwesenheit der Regisseurin Jenny Gand
Unter dem Motto “Solange Menschen aus Tirol abgeschoben werden, ist uns nicht nach Weihnachten zumute!” präsentiert heute Abend die Initiative Bleiberecht die Preview des bisher noch nicht öffentlich gezeigten neuen Kurzfilms “SCHNEEGLÖCKCHEN” im Leokino. Die Regisseurin Jenny Gand wird dabei anwesend sein und eine Einführung in den Film geben mit anschließender Diskussion zum Thema Flucht und Asyl.
Jedes Jahr nach der Schneeschmelze werden in den Wäldern der Slowakei und Ukraine, an der Außengrenze der EU, die Leichen erfrorener Flüchtlinge gefunden. Sie werden „Schneeglöckchen” genannt. Eine kleine Gruppe von Flüchtlingen versucht mit Hilfe von „Schleppern“ die grüne Grenze zwischen der Ukraine und der Slowakei zu überwinden.
Darunter ist der 33-jährige Yassir aus Somalia und Seda, eine Armenierin, die mit ihrer 12-jährigen Tochter Armine versucht, nach Österreich zu flüchten. Dort hofft sie ihren Mann und Armines Vater Hanri wieder zu treffen. Aber die Flucht wird durch den Verlust von Armines Glücksbringer, einer Schneekugel, gefährdet …

SCHNEEGLÖCKCHEN ist ein Film über Hoffnung und Träume, aber auch über die Härte des Lebens im modernen Europa. Als verhältnismäßig kleines Projekt widmet sich „Schneeglöckchen” einem großen sozialen Anliegen: Der Film will für das Thema Flucht und die damit verbundenen Verletzungen, Verlust- und Angsterfahrungen sensibilisieren und den oft transportierten, anonymen Zahlen von Flüchtlingen ein Gesicht geben. „Schneeglöckchen“ entstand in Kooperation unter anderen Organisationen der Flüchtlingsarbeit mit dem Flüchtlingsprojekt Ute Bock und Asyl in Not.


http://www.freirad.at/?p=6513

Re: Festung Europa in Melilla nochmals verstärkt [Re: latino] #151705
15/12/2013 17:35
15/12/2013 17:35
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Blandina Offline
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Hallo,

heute läuft auf euronews immer wieder eine Kurzreportage zur Situation in Melilla.

hier ein Link der allerdings zu der englischen Version ist.

Melilla: the Spanish enclave that has become the back-door to Europe

Viele Grüsse


give peace a chance.

Re: Festung Europa in Melilla nochmals verstärkt [Re: Blandina] #151709
15/12/2013 20:01
15/12/2013 20:01
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Ich verstehe die Aufregung überhaupt nicht.
Es ist doch völlig normal und vernünftig, dass dort eine "undurchdringbare" Grenze aufgebaut werden muss. Wenn man sie abschaffen würde, kann sich jeder ausmalen was für Folgen es hat.
Man sieht ja schon im Falle von Europa dass selbst die Einbeziehung der südlichen Länder in die EU der Anfang für das Ende Europas geworden ist.

Auch ist die Forderung "man müsste die Bedingungen in den Ursprungsländern verbessern" unrealistisch und ungerecht. Wieso sollte die EU innerafrikanische Kriege/Konflikte - welche wie überall auf der Welt fast ausschließlich für Miseren verantwortlich sind - lösen und vor allem: wie?

Wenn jemand einen 7 Meter hohen Zaun hochklettert und sich dabei verletzt würde ich mal die Schuld als erstes bei dem Wahnsinnigen sehen, der dies freiwillig tut. In zweiter Linie könnte ich mir eine intensivierte Bewachung vorstellen, welche solche Versuche schon im Vorfeld unterbindet. Wahrscheinlich zieht diese Grenze so viele Flüchtlinge an, weil es immer noch genügend schaffen, diese zu überwinden und damit die Hoffnung weiterer Nachzügler schüren.

Sorry das ich mich mit den meisten hier geäußerten Meinungen nicht identifizieren kann...


Re: Festung Europa in Melilla nochmals verstärkt [Re: fassaoui] #151730
16/12/2013 20:42
16/12/2013 20:42
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Ayoub1973 Offline
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Original geschrieben von: fassaoui
Ich verstehe die Aufregung überhaupt nicht.
Es ist doch völlig normal und vernünftig, dass dort eine "undurchdringbare" Grenze aufgebaut werden muss. Wenn man sie abschaffen würde, kann sich jeder ausmalen was für Folgen es hat.


Es ist das Recht eines Jeden Landes seine Grenzen zu Verteidigen und zu Sichern. Aber wer dabei solche Mitteln einsetzt sollte nicht den Moralapostel in der Welt spielen, und ferner sollte diese Schutzmaßnahme auf der Europäischen Seite errichtet werden. Melilla ist besetzt und gehört zu Marokko.

Original geschrieben von: fassaoui
Auch ist die Forderung "man müsste die Bedingungen in den Ursprungsländern verbessern" unrealistisch und ungerecht. Wieso sollte die EU innerafrikanische Kriege/Konflikte - welche wie überall auf der Welt fast ausschließlich für Miseren verantwortlich sind - lösen und vor allem: wie?


Ich finde auch das jedes Land für sich Verantwortlich ist.
Alle Länder der Erde müssen sich Emanzipieren. Europa könnte dabei Helfen indem sie es in Zukunft unterlässt Diktatoren die ihnen Genehm sind, mit allen Mitteln zu Unterstützen.
Und Ungenehme Gewählte Regierungen zu Schwächen.

Original geschrieben von: fassaoui
Sorry das ich mich mit den meisten hier geäußerten Meinungen nicht identifizieren kann...


Von mir kein Sorry für meine Meinung.

Re: Festung Europa in Melilla nochmals verstärkt [Re: hansi450] #152573
10/02/2014 23:56
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Nachdem es kaum noch ein Durchkommen vom Marokkanischem Territorium nach Melilla gibt erzwangen vor wenigen Tagen 4 Flüchtlinge mit Helmen geschützt den Grenzübertritt: In Kamikazemanier und mit hoher Geschwindigkeit durchbrachen diese vier Immigranten mit Motorrädern die Grenzstelle. Nach mehreren Kilometern auf Spanischem Hoheitsgebiet liessen die vier die Motorräder schliesslich stehen und tauchten zu Fuss in Melilla unter. Nach ihnen wird nun von den Spanischen Sichheitskräften fieberhaft gesucht, zur Stunde allerdings noch ohne Erfolg.........

http://www.bladi.net/kamikazes-moto-melilla.html

Re: Festung Europa in Melilla nochmals verstärkt [Re: latino] #153065
18/03/2014 16:11
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Re: Festung Europa in Melilla nochmals verstärkt [Re: Ayoub1973] #153368
03/04/2014 20:35
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Original geschrieben von: Ayoub1973
Melilla ist besetzt und gehört zu Marokko.


Sehe ich genauso.

Warum muss die EU Spanien dabei unterstützen,
ihre alten Kolonien weiter zu behalten?

Die Spanier machen es sich einfach,
und transportieren die illegal Eingedrungenen
mit Flugzeugen auf's Festland.
Dort tauchen die unter und verschwinden natürlich aus Spanien,
dort gibt's ja nicht mal für die Spanier genug Arbeit.

Kürzlich habe ich gehört,
dass rund um Melilla an die 30.000 Schwarzafrikaner
auf eine Gelgenheit zum Eindringen warten.
Klar, dass die Marokkaner sich da nicht engagieren-
ist ja nicht ihr Problem.

Ich bin sicher, die EU könnte einen Deal mit Marokko machen:
Sie kriegen Ceuta + Melilla zurück und kümmern sich dafür
(und gegen gute Finanzhilfe) um die Illegalen
aus dem Subsaharischen Afrika...

Dazu wird's aber wohl so schnell nicht kommen-
die Briten behalten "ihr" Djebel Al Tarik,
und die genauso sturköpfigen Spanier "ihre" Exklaven drüben.

Re: Festung Europa in Melilla nochmals verstärkt [Re: HarunAlRashid] #154100
28/05/2014 19:30
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Die Abschottung geht weiter. Ich frage mich, wie es aussehen würde, wenn das Blatt sich wendet.

http://www.nzz.ch/aktuell/international/...4_International


When the rich wage war
is the poor who die.
LP
Re: Festung Europa in Melilla nochmals verstärkt [Re: JasminH] #154559
23/07/2014 11:54
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1.000 Flüchtlinge stürmen spanische Exklave Melilla

Etwa 1.000 afrikanische Flüchtlinge haben heute erneut den Grenzzaun zwischen Marokko und der spanischen Exklave Melilla gestürmt. Marokkanische Sicherheitskräfte und neu angebrachte sogenannte Antiklettermaschen hätten sie aber daran gehindert, über den Hochsicherheitszaun zu klettern, sagte ein Sprecher der Verwaltung von Melilla. „Niemand ist durchgekommen“, gab er an.

In Melilla und der spanischen Exklave Ceuta gibt es die einzigen Landgrenzen zwischen Afrika und der Europäischen Union. In den vergangenen Monaten nahm der Ansturm auf die Grenzzäune stark zu. Hunderten Flüchtlingen gelang es, diese zu überwinden, weshalb der sieben Meter hohe Zaun in Melilla zusätzlich durch engere Maschen gesichert wurde.

Das Auffanglager für Migranten in Melilla ist stark überfüllt. Spanien fordert mehr Unterstützung der Europäischen Union.

Publiziert am 23.07.2014

http://orf.at/stories/2239011/


Transporte von + nach Marokko
Nächste Fahrt D->MA : Februar 2018
Nächste Fahrt MA->D : Februar 2018
www.marokko-transport.de
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Re: Festung Europa in Melilla nochmals verstärkt [Re: sara79] #154562
23/07/2014 21:24
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Thomas Friedrich Offline
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Es gibt kaum eine Straßenkreuzung in Marokko´s Großstädten, derzeit vor allem in Fes und Meknes, an der nicht gleich eine Gruppe bettelnder Schwarzafrikaner zu sehen ist.
Durch Gespräche mit ihnen erfuhr ich, dass sie i.d.R. nicht aus Krisen.- oder gar Kriegsgebieten kommen sondern sehr häufig aus den sog. "Boom-Staaten" Afrika´s wie Ghana und Senegal, ect..
Ebenfalls erfuhr ich, dass sie keinerlei Qualifikation haben mit denen sie in Europa auch nur annähernd ihren eigenen Lebensunterhalt verdienen könnten, vielmehr haben sie absolut falsche Vorstellungen vom vermeindlichem Wohlstandsleben in Europa.


Beste Grüße
Thomas

In Marokko ist alles möglich nur nichts schnell.


Weitere Informationen über meine Aktivitäten:

http://lmgtfy.com/?q=thomas+friedrich+marokko
Re: Festung Europa in Melilla nochmals verstärkt [Re: Thomas Friedrich] #154563
24/07/2014 02:34
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Ich glaube das schon auch. Natürlich könnte man sagen, auch jeder Wirtschaftsflüchtling soll eine Chance auf Verbesserung seines Lebens haben. Jedoch- das steht sehr infrage. Ich habe erst neulich eine Reportage gelesen, in der zu erkennen war, dass viele afrikanische Söhne einem enormen Druck durch die Familie ausgesetzt sind, da alle tatsächlich glauben, dass das Leben in Europa viel besser sei und das Geld leicht zu verdienen. Es herrschen auch hier in Marokko utopische Vorstellungen vom Leben in Europa. Ich bezweifle auch, dass Europa alles auffangen KÖNNTE, wenn man alle Flüchtlinge hineinließe.
Man sieht es auch hier, dass von den Emigranten viel zu viel vonseiten der Familie erwartet wird. Sie tun mir oft Leid, denn sie sollen die gesamte Familie ernähren, Autos herschaffen, Haushaltsgeräte und vieles weitere. Und wie oft habe ich in meinem Berufsleben erleben müssen, dass sich Emigranten vor jedem Heimaturlaub verschulden und den Rest des Jahres Kredite abbezahlen und recht bescheiden leben müssen.

Weiterhin sollte man daran arbeiten, dass die Leute ihr Land weder verlassen müssen noch wollen, weil es ihnen daheim gut geht.

Re: Festung Europa in Melilla nochmals verstärkt [Re: Koschla] #154564
24/07/2014 03:19
24/07/2014 03:19
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Antwort auf:
Man sieht es auch hier, dass von den Emigranten viel zu viel vonseiten der Familie erwartet wird. Sie tun mir oft Leid, denn sie sollen die gesamte Familie ernähren, Autos herschaffen, Haushaltsgeräte und vieles weitere.Und wie oft habe ich in meinem Berufsleben erleben müssen, dass sich Emigranten vor jedem Heimaturlaub verschulden und den Rest des Jahres Kredite abbezahlen und recht bescheiden leben müssen.


Und wo besteht nun der große Unterschied zu Deutschen die für ihre Familien Kredite aufnehmen, damit sie ein Auto, Haushaltsgeräte usw. usf haben und sich für den neuen Flatscreen-TV und den jährlichen Familienurlaub usw. immens verschulden? Dass man, wenn man in einer Bank arbeitet, aber auch eher mitbekommt, wenn jemand einen Kredit nimmt, als wenn jemand von seinem Ersparten etwas kauft, ist auch wieder klar. Zudem darf man nicht von der eigenen deutschen Sichtweise ausgehen: für Marokkaner z.B. ist es im Allgemeinen wohl weniger eine Belastung, die Familie zu unterstützen, sondern helfen und unterstützen die Familie gerne wo es geht bzw. verstehen es als eine Selbstverständlichkeit. In Marokko herrscht halt nicht das individualistische Familienmodell vor, wo jeder nur für sich selbst verantwortlich ist, und der, der am meisten verdient, wird halt am meisten die Familie unterstützen. Als "Ausnutzen" empfinden das vermutlich die wenigsten.

Antwort auf:
Es herrschen auch hier in Marokko utopische Vorstellungen vom Leben in Europa


Mal davon abgesehen, dass viele Europäer sich im Ausland einen Lebensstandard aufbauen, den sie in ihren europäischen Herkunftsländern wohl niemals erreicht hätten, und auch immer mehr Europäer aus wirtschaftlichen Gründen auswandern, herrschen auch seitens europäischer Emigranten im Ausland oft ziemlich utopische Vorstellungen, was beispielsweise immer wieder an unmöglichen Preisvorstellungen für Wohnungen, Häuser, Grundstücke etc. ersichtlich wird..


Re: Festung Europa in Melilla nochmals verstärkt [Re: JasminH] #154565
24/07/2014 03:44
24/07/2014 03:44
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Und zum Thema Wirtschaftsflüchtlinge:

Welche Wirtschaftsflüchtlinge?

Re: Festung Europa in Melilla nochmals verstärkt [Re: lodrice] #155422
17/10/2014 16:51
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Jagdzenen(!) aus Melilla........

http://vimeo.com/109010316?from=outro-embed

Re: Festung Europa in Melilla nochmals verstärkt [Re: latino] #156164
30/12/2014 18:06
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Sie wollen um jeden Preis nach Europa! Erneuter Sturm auf den Grenzzaum in Melilla.

In der spanischen Exklave Melilla haben rund 200 Migranten versucht, über den messerscharfen, meterhohen Grenzzaum in den EU-Raum zu gelangen. Mehr als 100 von ihnen sei dies gelungen wie das spanische Innenministerium heute mitteilte.
Die Zahl der Migranten die so illegal von Marokko nach Melilla gelangten, sei damit auf rund 2000 gestiegen. Der Zaum war im Sommer noch verstärkt worden.
Auf marokkanischem Territorium warten nach Schätzungen Zehntausende(!) von Menschen auf eine Gelegenheit, in eine der Exklaven Ceuta und Melilla zu gelangen. Die meisten kommen aus Ländern südlich der Sahara, immer mehr kämen zudem aber auch aus Syrien.



Last edited by latino; 30/12/2014 18:11.
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