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Senfgas im Rifkrieg #126738
09/11/2011 22:42
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Sagt mal, wusstet ihr das?
Chemiewaffeneinsatz im Rifkrieg

Die Spanier (jedenfalls die aus Melilla) jammern ja heute noch über die verräterischen und blutrünstigen "Moros", von denen sie in Annoual so grausam niedergemetzelt wurden.
Aber die Zivilbevölkerung zu vergiften war ok?!?!

Hatte ich da eine riesige Bildungslücke, dass ich das bis jetzt nicht wusste oder haben die Spanier das so gekonnt unter den Teppich gekehrt, dass es viele Leute nicht wissen?


LG
Re: Senfgas im Rifkrieg [Re: 21merlina] #126741
09/11/2011 23:27
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Die damaligen Spanier machten früher auch in Südamerika noch ganz andere Sachen. Sie töteten Tausende und stahlen und plünderten alles was damals u.a. in Peru und Boliven nicht niet- und nagelfest war. Spanien war zu Kolonialzeiten eine richtige Drecknation wie sie im Buche steht. Wer weiss, vielleicht geht's ihnen auch heute dehalb nicht besonders gut........

Re: Senfgas im Rifkrieg [Re: 21merlina] #126760
10/11/2011 19:36
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Das war ein äußerst informativer und interessanter Artikel auf den Du da in Wikipedia gestoßen bist. Danke für den Link!

Ob die 60% Krebsfälle aus der Region wohl auch sachlich nachweisbar sind? Und ob Senfgas so langfristige cancerogene Wirkung hat? Ich habe auch gleich bei Wikipedia über Senfgas nachgelesen, sehe da aber nichts über cancerogene Wirkung.

Trotzdem, Gott schütze alle Menschen vor dem Wahnsinn kranker Gehirne.


LG, Thomas

Re: Senfgas im Rifkrieg [Re: Gutschein] #126770
10/11/2011 22:11
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Keine Ahnung, ob es wirklich stimmt, dass noch heute 60% der Krebsfälle aus der Region Alhucemas kommen. Und wenn, ob es dann nachweisbar noch mit dem Senfgas zusammenhängt. Das ist ja nun doch schon sehr lange her.
Beim googeln habe ich jetzt nur diesen kurzen Artikel gefunden. Demnach ist das Zeug schon krebserregend. Aber dass es nach so vielen Jahren immernoch irgendwie in der Erde vorhanden und wirksam sein könnte, kann ich mir kaum vorstellen.
Spätfolgen Senfgas
Wie dem auch sei...jedenfalls ist es unglaublich, was da gemacht (und verschwiegen) wurde.


LG
Re: Senfgas im Rifkrieg [Re: 21merlina] #126786
11/11/2011 19:33
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Hallo Merlina das Senfgas im Rifkrieg eingesetzt wurde,das ist nichts neues,uebrigens wurde das Gas vom Dritten Reich geliefert,es gibt ein Interessantes Buch ueber Abdelkrim Khattabi den Emir des Riff wo auch Bilder von entstellten Menschen zur sehen sind durch denn Senfgas,solltest du vielleicht mal Lesen

Lg aus Marokko und Aid Mabrouk nachtraeglich
Ayoub

Re: Senfgas im Rifkrieg [Re: Ayoub1973] #126788
11/11/2011 22:15
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Dir auch noch nachträglich frohes Fest!
Meinst du dieses Buch hier? Abdelkrim


LG
Re: Senfgas im Rifkrieg [Re: 21merlina] #126794
12/11/2011 15:50
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&Ayoub1973
Antwort auf:
uebrigens wurde das Gas vom Dritten Reich geliefert
- der Rifkrieg war doch lt. Wikipedia von 1921–1926 - zurück in die Zukunft?

&21merlina
Von den 10 Aktuellen Beiträgen drehen sich allein 3 um "Bravo"-Themen (wer wen wie was warum heiraten, schnarch).

Mehr intelligente Beiträge (wie Deiner) trügen sicher positiv zum Niveau dieses Forum's bei.
Allerdings finde ich persönlich "Abendblatt" als Referenz nicht so überzeugend. Naja; Wikipedia schon eher.

Lg, Thomas

Re: Senfgas im Rifkrieg [Re: Gutschein] #126796
12/11/2011 18:00
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Hier Krebs - der blinde Passagier der Evolution steht über Senfgas folgendes: "Außerdem ist es aber auch ein sehr wirkungsvolles chemisches Karzinogen, dass DNA-Mutationen hervorruft. Höchstwahrscheinlich haben viele Soldaten und Zivilisten, die lediglich geringen, nicht tödlichen Senfgas-Konzentrationen ausgesetzt waren, in der Folgezeit Krebs bekommen." (S. 217)
Das Abendblatt kenne ich ehrlich gesagt nicht. Der Artikel war einfach auf die Schnelle das Einzige, was ich gefunden hatte. Ich kenne mich mit der deutschen Presse nicht so aus, also welche Blätter seriös sind und welche nicht.
Man sollte ja sowieso nicht alles glauben, was man liest. Wikipedia wird bei wissenschaftlichen Arbeiten ja auch nicht als Referenz zugelassen.


LG
Re: Senfgas im Rifkrieg [Re: 21merlina] #144479
07/02/2013 20:17
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Ich muss diesen Thread nochmal rauskramen. Hat diesen Film schonmal jemand gepostet?


LG
Re: Senfgas im Rifkrieg [Re: 21merlina] #144483
07/02/2013 20:44
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hi merlina,

ja war schon mal da.

wäre auch was für den filmriss. da findet man dann so etwas alles wieder.
ich mach´s einfach mal...


When the rich wage war
is the poor who die.
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Re: Senfgas im Rifkrieg [Re: whatshername61] #144485
07/02/2013 20:57
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Dachte ich mir fast. Danke! smile
Es ist Wahnsinn, wie in Geschichtsbüchern und -Unterricht manipuliert wird. Ich hatte hier während des Studiums span. Geschichte als Wahlfach. Da wurden nirgends Chemiewaffen erwähnt. Überhaupt "wissen" die Spanier vom Rifkrieg nur, dass dieser "Verräter" von Abd el Krim und die "wilden Moros" in Anoual die "armen unbewaffneten Spanier" abgeschlachtet haben.


LG
Re: Senfgas im Rifkrieg [Re: 21merlina] #144487
07/02/2013 21:20
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Hallo Merlina,

was für die einen ein Verräter ist, ist für für anderen ein Volksheld. Es kommt immer auf den Blickwinkel an.

Geschichte wird immer von der aktuellen Politik manipuliert und in das Licht gesetzt, welches für die Durchsetzung der eigenen Interessen "richtig" erscheint.

Trotzdem danke. Vllt. finde ich noch andere Dokus oder Filme, die man im "Filmriss" sammeln kann.

Vllt. fällt auch jemand etwas ein, der/die es dann dort hineinsetzen möchte.

LG
Katrin


When the rich wage war
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Re: Senfgas im Rifkrieg [Re: whatshername61] #144816
16/02/2013 22:02
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upps
falschen thread erwischt.




Last edited by whatshername61; 16/02/2013 22:13. Reason: beitrag gelöscht und in den filmmriss gesetzt

When the rich wage war
is the poor who die.
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Re: Senfgas im Rifkrieg [Re: 21merlina] #147965
02/06/2013 16:41
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Hallo zusammen!
Die sogenannten Moros, die die Spanier im Rifkrig als wild und blutrüntig bezeichneten, waren die friedlichsten und zurückhaltendensten Menschen die man sich nur vorstellen kann. (Das sind sie übrigens immer noch!). Dann kamen die Spanier in ihrem Land hereingeschneit um zu plünder, ihre brutalen und erbarmungslosen Raubzügen freien Lauf zu lassen und jeden der ihnen in den Weg stand einfach abzuknallen, so wie sie es eben in Süd- Latain- und Mittelamerika prakteziert haben.
Was blieb also den überrumpelten Bauern im Rif übrig, als sich zu wehren und zu verteidigen?. Dieses Rif-volk war zwar sehr arm, zum grössten Teil ungebildet und hatten sogut wie keine Verteidigungswaffen. Aber, sie waren zutiefst stolz und bis in den Knochen mutig, allen voran Abd el Krim Alchattabi. Mit diesen radikalen Eigenschaften des Volkes und mit dem kämpferischen Rif-Löwen Abd el Karim haben die Spanier damals wohl nicht gerechnet. Diese Rif-Bauern haben ihnen fest in die Suppe gespuckt und ihnen den Spass an Rauben und plündern total versaut..."Deshalb wilde und blutrünstige Moros"?.
Dann bin ich eben ein Nachzügler der Moros! Sehr gerne sogar.

Salam

Omar

Re: Senfgas im Rifkrieg [Re: Houceimi] #147967
02/06/2013 18:19
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Wir sind natürlich ganz deiner Meinung (falls das nicht klar genug so rübergekommen ist).
wa salam


LG
Re: Senfgas im Rifkrieg [Re: 21merlina] #147987
03/06/2013 17:17
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Hallo Merlina,
vielen Dank für Deine Stellungnahme, vor allem für den sehr interessanten Film, den ich regelrecht mit allen Sinnen verschlungen habe.
Wenn sich etwas Unprofessionalität in meinem vorangegangenen Text zum Thema Rifkrig eingeschlichen haben sollte, dann lag es bestimmt daran, dass ich hier neu bin und dass ich mit den Gepflogenheiten dieses Forums noch nicht ganz vertraut bin. Zudem ist diese Kriegsgeschichte im Rif für mich ein Reitzthema, demnach geht mir der rifischer Gaul schnell durch.
Fast eine ganze Generation meiner Vorfahren fiel damals dem unsinnigen spanischen Überfall zum Opfer. Um nur ein Beispiel zu nennen: Mein Grossvater war die Rechtehand ( Ouazir) Abd el Karims. Er wurde währen dem Krieg dank eines Verrätes in seinem Versteck in Ajdir ( der Geburtsort Abd el Karims) von den Spaniern gefangengenommen und solange gefoltert bis er daran starb, da er nicht mit ihnen kooperieren wollte...So jetzt ist aber schluss - ein Roman soll das hier nicht werden, sondern nur eine Danksagung an Dich und an all den die mein Wissen mit ihren Beiträgen in diesem Forum erweitern.


Ich wünsche Dir friedliche und sonnige Zeiten

Omar

Krebsfälle in Al-Hoceima? #147989
03/06/2013 18:25
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Hallo Ihr Lieben aus dem Rif,

wenn der untenstehende Text, den ich heute im Internet entdeckt habe, stimmen sollte, dann sind alle aus Al-Hoceima und Umgebung stammenden Personen, mich eingeschlossen, mehr oder weniger betroffen.

1921 waren im Rifkrieg bei der Schlacht von Annual über 10.000 spanische Soldaten getötet worden. In der Folge zogen sich die spanischen Truppen aus nahezu allen seit 1909 eroberten Positionen zurück, anschließend wurde das geräumte Gebiet der Rif-Republik gezielt mit Senfgas (Lost) verseucht.
Brückenkopf der spanischen Truppen

Am 8. September 1925 landeten spanische Truppen in einer Bucht und gründeten an dieser Stelle 1926 das spätere Al-Hoceima als Villa Sanjurjo. Die Stadt stand wie ganz Spanisch-Marokko bis zur Unabhängigkeit 1956 unter spanischer Verwaltung.

Bis heute führt das Gebiet um Al-Hoceima aufgrund der Senfgas-Verseuchung die marokkanische Lungenkrebsstatistik an. Textende

Verantwortlich für diese unverantwortliche Schweinerei war und ist der damalige spanischer General Sanjurju. Derjeniger der die Stadt Al-Hoceima damals auf seinen Namen umgetauft hat - Villa Sanjurju. So hiess Al-Hoceima während der ganzen spanischen Besatzungsdauer.

Alle die aus Al-Hoceima, Ajdir, Imzouren oder Umgebung stammen bitte melden. Ich freue mich über jeden Eintrag in diesem Forum und sage schon jetzt Barakallahofik.

Omar

Re: Krebsfälle in Al-Hoceima? [Re: Houceimi] #147992
03/06/2013 22:35
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Ich habe eine Freundin aus Al-Hoceima. Soweit ich weiß, gibt es in ihrer Familie keine Lungenkrebsfälle. Kann aber auch sein, dass sie mir das einfach nie erzählt hat. Ist ja nicht gerade so das Top-Konversationsthema. In letzter Zeit sehe ich sie leider nur selten aber inshallah frage ich sie mal bei Gelegenheit, ob sie was über das Thema weiß.
Im Internet habe ich auch schon irgendwo gelesen, dass es in dem Gebiet heute noch überdurchschnittlich viel Krebs gibt wegen dem Giftzeug. Man findet da so gut wie keine Infos drüber.


LG
Re: Krebsfälle in Al-Hoceima? [Re: Houceimi] #147995
04/06/2013 01:26
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Original geschrieben von: Houceimi


Am 8. September 1925 landeten spanische Truppen in einer Bucht und gründeten an dieser Stelle 1926 das spätere Al-Hoceima als Villa Sanjurjo. Die Stadt stand wie ganz Spanisch-Marokko bis zur Unabhängigkeit 1956 unter spanischer Verwaltung.


Al Hoceima wurde nicht von den Spaniern gegründet. Die Stadt hieß vor der Eroberung "Biya" so nennen sie die Älteren von uns noch Heute.
Was die Folgeschäden durch den Senfgas betrifft werden wir es wohl nie wissen. Marokko scheint wohl auch kein großes Interesse daran zu haben. Neben den Folgeschäden durch Giftgas gibt es noch Heute gefahren durch nicht Explodierte Granaten, ein Bauer aus meinem Heimatdorf hatte viel Glück als er sein Feld bestellte und diese Granaten entdeckte bevor sie hochgingen

Re: Krebsfälle in Al-Hoceima? [Re: Ayoub1973] #147997
04/06/2013 08:57
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Marokko hat nie großes Interesse an das persönliche Wohl der unbequemen Rifbewohnern gezeigt. Im Gegenteil!

Re: Krebsfälle in Al-Hoceima? [Re: Houceimi] #148134
19/06/2013 02:17
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Hallo allerseits , salam a leikum !
Ich bin sehr froh , daß ich auf dieses Forum / Thread gestossen bin . Vor über zehn Jahren gab es in Alhoceima den Versuch eine Konferenz zu den Langzeitfolgen des Gaskrieges zu veranstallten .Damals wurde diese Konferenz untersagt , Darüber gibt es ( u.a.) einen Artikel in der Taz ( `Deutsch vergast , marokkanisch vergessen `)..Der Verein hieß `Association de Victimas del gas Toxico ( AVGT ) und wurde von Hr. Ilyas Omari vertreten.
Es gibt ja auch diese Dokumentation `Arrash ( Veneo) ` , wo Zeitzeugen berichten , am Strand spazieren...
Die Arte Doku über `Den vergessen Krieg - Marokko 1921` ist extrem gut gemacht und sie erzählt uns u.a. von einem gewissen Hugo Stoltzenberg , den man in alpenländischer Tracht abgebildet sieht.( Tiroler oder `deutsche`?). Ich hab daraufhin ( nach 1nem Jahr ) ein email (u.a.) an den deutschen Journalisten Rudbert Kunze geschrieben ( der Co Autor v. Giftgas gegen abdelkrim ), der so freundlich war , einen Artikel von Herbst 2012 aus der Zeitschrift `Challenge`( Casablanca ) zu verfügung zu stellen , der seiner Meinung gut recherchiert war.
`Madrid-Paris-Berlin et armes chimiques contre abdelkrim`(Khalil Zniber).
(Leider versteh ich kein französisch)
Wenn ihn wer übersetzen kann , schick ich ihn zu.
Ps: Auf Facebook gibts eine informative Seite `Republique de Rif `
Adio , L

Re: Krebsfälle in Al-Hoceima? [Re: Linnart] #148148
19/06/2013 19:50
19/06/2013 19:50
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Danke für die Infos!
wa salam
Ich habe noch das hier gefunden: España y sus bombas tóxicas sobre Marruecos
Weiß jemand, ob man Arrash online sehen kann? Ich finde auf Youtube nur den Trailer.
Gefunden: Arrash

Last edited by 21merlina; 19/06/2013 20:16.

LG
Re: Krebsfälle in Al-Hoceima? [Re: 21merlina] #148229
24/06/2013 03:08
24/06/2013 03:08
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Hallo , salam a leikum
Danke fürs verlinken ( Arrash) , ich glaub den neuen Thread hätte ich mir sparen können,zur wh...Hallo allerseits , Salam a leikum !
Wer hat Geist sich an einer Solidaritätsaktion zu beteiligen , die die europäischen Regierungen daran erinnern soll , daß `wir` die Hauptverantwortung für die unterdrückte Geschichte ( PARIS-MADRID-BERLIN et armes chimiques contre abdelkrim )tragen.
Gedacht ist einen Verein zu gründen in Tirol ,Österreich ( Wien ist UNO Standort). Ich würde gerne eine Austellung machen beziehungsweise eine Aktion am Geburtsort Stoltzenbergs in Strengen bei Landeck bzw am Muhammad Asad Platz in Wien vor der United Nations Office . Und das ganze soll noch diesen Sommer stattfinden ,wo wir das 90 Jahrjubileum der Konstituierung der Rifrepublik feiern ( im Juli ists soweit).
Schönen Gruß und eine schöne Sonnenwende , L
...eine klasse Doku in Spanisch ist
RIF Una Historia Olvidada.(Docu.Spanish) Ajdir Alhoceima..Abdelkarim el khattabi ..auf Youtube
schönen gruß , L
Ps: Das mit der `Aktion` in Strengen bzw. vor der UNO in Wien (Genf) ist keine fixe idee , nur wären es symbolische Plätze...
ps:Kennt wer den neuen Film über Abdelkarim ? 2013 Année d´Abdelkrim
Ps: Muhammed assad died on the . . . . .in 1992 in spain ? (!)

Re: Krebsfälle in Al-Hoceima? [Re: Linnart] #164710
14/02/2018 16:53
14/02/2018 16:53
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Re: Senfgas im Rifkrieg [Re: Anonymus201805] #164718
15/02/2018 23:15
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DanielCL

Der Beitrag von Ayoub 1983 ist über sechs Jahre alt. Guten Morgen.
Vielleicht hat er sich im Ausdruck etwas geirrt. Es waren allerdings die Deutschen, die den Spaniern das Giftgas lieferten.

Der Chemiewaffeneinsatz im Rifkrieg (1921–1926) der Spanier gegen die Rifkabylen war der erste Einsatz, bei welchem Senfgasbomben von Flugzeugen abgeworfen wurden.[1]

1921, nach der Niederlage in der Schlacht von Annual, nahm das spanische Militär Verhandlungen mit dem Leiter der Kampfstoffverwertung im norddeutschen Munsterlager-Breloh, Dr. Hugo Stoltzenberg auf.[2]
Die Lieferung von Vorprodukten und die Errichtung einer Chemiewaffen-Abfüllanlage in Melilla mit 200 Beschäftigten wurde am 10. Juni 1922 beschlossen.[3] Bis 1923 wurden aus Deutschland an das spanische Militär 500 bis 600 Tonnen Phosgen und Clark geliefert. Nach dem Versailler Vertrag war dem Deutschen Reich jede Herstellung, Erforschung und Vertrieb von Gaskampfstoffen untersagt. Stoltzenberg leistete Beiträge zur Entwicklung einer neuen Gasbombe für die Luftwaffe.[4]
Am 20. Dezember 1923 unterzeichnete der Privatmann Oberleutnant Franz Stoltzenberg im Auftrag der Reichswehr einen Vertrag zur Errichtung einer Produktionsanlage für Senfgas (Lost; span. 'gas mostaza') und Phosgengas in den Cerros de la Marañosa in einem Naturschutzgebiet im südlichen Madrid, deren Ausführung er überwachte.[5] An der Produktionsstätte wurde mittlerweile der Name von Fabrica Nacional de Productos Químicos de Alfonso XIII[6] in Instituto Tecnológico de La Marañosa (ITM)[7] geändert.

Hugo Stoltzenberg entwickelte eine Verseuchungsstrategie für den Marokkokrieg, welche hauptsächlich auf dem Einsatz von Senfgas im Hinterland bestand. Dieses Konzept basierte darauf, dass der Aufenthalt der Menschen in Dörfern, das Abhalten von Märkten und die Feldarbeit durch die Gasangriffe zu tödlichen Unterfangen wurden. Mit undifferenziertem Terror sollte die Bevölkerung zur Kapitulation gezwungen werden. Traf das Senfgas auf Menschen, führte dies ohne spezielle Schutzkleidung zu schmerzenden, schwer heilenden, in der überwiegenden Zahl tödlichen Wunden. Das Senfgas haftete auch nachhaltig auf Nahrungsmitteln; wurden diese verzehrt, führte dies zu Zerstörungen und Geschwüren an den Verdauungsorganen, welche fast immer einen qualvollen Tod zur Folge hatten.
Ab Oktober 1921 verschoss die spanische Artillerie Granaten mit erstickenden Kampfstoffen. Bei der Schlacht von Tizi Azza, welche am 15. Juli 1923 begonnen hatte, setzte die spanische Armee zum ersten Mal Senfgas ein. Ab Juni 1924 wurden Senfgasbomben aus der Luft abgeworfen. Ende 1924, nach dem Verlust von Chichaouen, setzte die spanische Luftwaffe Gase in großem Stil und mit hohem Wirkungsgrad ein. Ende 1924 zogen sich die Spanier hinter eine nach dem damaligen Hochkommissar von Spanisch-Marokko, Miguel Primo de Rivera, bezeichnete Linie zurück und setzten ungehemmt Gas ein, das zwangsläufig auch kriegsgefangene Spanier traf, weshalb der Besitz und der Einsatz dieser Stoffe in Spanisch-Marokko geheim gehalten wurde.[4]
„Ich stand dem Einsatz von erstickenden Gasen gegen Indigene immer abweisend gegenüber, aber nach dem, was sie getan haben, und ihrem trügerischen und falschen Verhalten, habe ich es mit wahrem Vergnügen anwenden lassen.“
– Telegramm gesandt vom Hochkommissar des Spanischen Marokkos Dámaso Berenguer Fusté am 12. August 1921 an den Kriegsminister.[3]
Der Giftgaseinsatz verhalf Frankreich und Spanien im Rifkrieg (1921–1926) zum Sieg über Abd el-Krim und seine Anhänger.
Bei der Landungsoperation 1926 bei Al-Hoceima setzten die spanischen Truppen unter Miguel Primo de Rivera massiv Senfgas ein. Eine Untersuchung von Rudibert Kunz und Rolf-Dieter Müller stellte fest, dass in zwei Jahren 10.000 Behälter mit über 500 Tonnen Giftgas über dem Norden Marokkos abgeworfen wurden.[8]
Noch heute stammen 60 % der Patienten des Krebszentrums in Rabat aus dem Einsatzgebiet der Chemiewaffen um Al-Hoceima.[5]


Quellen
1. El Mundo, 5. Juli 2008, España y sus bombas tóxicas sobre Marruecos.
2. Der Spiegel 22. Mai 2007, EXPERIMENTIERFELD AFRIKA pdf.
3. El Mundo, 18. März 2001, Gas mostaza sobre el Rif .
4. Dirk Sasse, Franzosen, Briten und Deutsche im Rifkrieg 1921-1926 .
5. taz 26. Januar 2002, Deutsch vergast, marokkanisch vergessen.
6. Rudibert Kunz "Con ayuda del más dañino de todos los gases", Der Gaskrieg gegen die Rif-Kabylen in Spanisch-Marokko in Völkermord und Kriegsverbrechen in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, Jahrbuch 2004 zur Geschichte und Wirkung des Holocaust, Hg.: Fritz Bauer Institut, campus, Frankfurt/M 2004.
7. LA MARAÑOSA: EL PELIGRO NBQ (NUCLEAR, BIOLÓGICO Y QUÍMICO) EN UN ESPACIO NATURAL PROTEGIDO [1].
8. Rudibert Kunz, Rolf-Dieter Müller, Giftgas gegen Abd el Krim: Deutschland, Spanien und der Gaskrieg in Spanisch-Marokko 1922–1927, Rombach, 1990.




Original geschrieben von: DanielCL
Aufklärung tut not. Und daß jeder Krieg falsch ist, darüber brauchen wir nicht zu diskutieren. Es fragt sich nur immer, wer angefangen hat? Das waren im zweiten Weltkrieg ja nachweislich auch nicht die Deutschen.


Tja Daniel, Aufklärung tut not. Das, was du da verbreitest ist nachweislich falsch und faschistische Ideologie.

In einer Ansprache vor den Oberbefehlshabern der Wehrmacht äußerte Hitler am 22. August 1939:
„Die Auslösung des Konfliktes wird durch eine geeignete Propaganda erfolgen. Die Glaubwürdigkeit ist dabei gleichgültig, im Sieg liegt das Recht.“[2]
Am 10. August 1939 hatte der Chef des SD Reinhard Heydrich dem SS-Sturmbannführer Alfred Naujocks befohlen, einen Anschlag auf die Radiostation bei Gleiwitz in der Nähe der polnischen Grenze vorzutäuschen und es so erscheinen zu lassen, als seien Polen die Angreifer gewesen. Laut Naujocks hatte Heydrich gesagt: „Ein tatsächlicher Beweis für polnische Übergriffe ist für die Auslandspresse und für die deutsche Propaganda nötig.“[3]
Am Nachmittag des 31. August 1939 gegen 16 Uhr erhielt er einen Anruf aus Berlin mit dem Codewort „Großmutter gestorben“. Gegen 20 Uhr drang Naujocks dann mit fünf oder sechs SS-Leuten mit Maschinenpistolen bewaffnet in Zivil, unter „Falscher Flagge“ polnische Freischärler darstellend, in das Sendegebäude des Senders Gleiwitz ein. Zwei Polizisten an der Pforte waren in die Aktion eingeweiht, der Pförtner hatte seinen Posten verlassen. Im Betriebsraum des Senders überwältigten die Männer vier Personen und brachten sie gefesselt in einen Kellerraum. Der Sender Gleiwitz strahlte kein eigenes Programm aus, sondern übernahm das des Reichssenders Breslau. Daher musste das SS-Kommando, in dem sich nur ein Fernmeldetechniker befand, mit einiger Mühe die Einspeisung des Programms unterbrechen und sich über ein so genanntes Gewittermikrofon, das erst gefunden werden musste, Zugriff auf den Sender verschaffen. Über den Sender wurde schließlich in deutscher und polnischer Sprache mit folgenden einleitenden Worten zu einem angeblichen Aufstand der polnischen Minderheit aufgerufen: „Achtung! Achtung! Hier ist Gleiwitz. Der Sender befindet sich in polnischer Hand [...] Die Stunde der Freiheit ist gekommen!“ Die Sendung dauerte knapp vier Minuten und endete mit dem Aufruf: „Hoch lebe Polen!“ Die Aktion dauerte nur wenige Minuten, dann verschwanden Naujocks und seine Männer wieder.

Zurück blieb ein Toter. Es handelte sich um den 41-jährigen Oberschlesier Franciszek (Franz) Honiok. Seine Leiche sollte als Beweis für einen angeblichen polnischen Überfall in der Sendeanlage dienen.[4] Der bei der Gestapo als polenfreundlich bekannte Vertreter für Landmaschinen war erst am Vortag in einem Nachbardorf von Gleiwitz verhaftet worden, da eine Person als angeblicher Täter benötigt wurde, der man einen Überfall auf den Sender und eine antideutsche Rede im Rundfunk zutraute. Honiok wurde aus der Haft im Polizeipräsidium zum Sender Gleiwitz gebracht, nachdem ihm der SS-Arzt Horst Straßburger eine betäubende Spritze verabreicht hatte. Er wurde bewusstlos am Sendegebäude abgelegt. Ob er an dieser Spritze starb oder von Naujocks oder einer anderen anwesenden SS-Einheit ermordet wurde, ist bis heute nicht bekannt.[5]

Quellen
1. Walther Hofer (Hrsg.): Die Entfesselung des Zweiten Weltkriegs. Lit Verlag, Berlin, Hamburg, Münster 2007, ISBN 978-3-8258-0383-4, S. 384. online bei Google Books.
2. Hochspringen↑ ns-archiv.de: Ansprache Adolf Hitlers, Aufzeichnung Generaladmiral Boehm. In: Johannes Hohlfeld (Hrsg.): Die Zeit der nationalsozialistischen Diktatur. Band V, Berlin 1953, S. 74–81. Abgerufen am 13. September 2015.
3. Hochspringen↑ ns-archiv.de: Überfall auf den Sender Gleiwitz. In: Walther Hofer (Hrsg.): Die Entfesselung des Zweiten Weltkrieges. Fischer, Frankfurt am Main 1967. Abgerufen am 13. September 2015.
4. Hochspringen↑ Eckhard Fuhr: Schlesien bleibt munter. In: Die Welt vom 16. September 2005, abgerufen 1. März 2017.
5. Hochspringen↑ Florian Altenhöner: Der Mann, der den 2. Weltkrieg begann. Alfred Naujocks: Fälscher, Mörder, Terrorist. Prospero Verlag, Münster, Berlin 2010. ISBN 978-3-941688-10-0. S. 111 ff.



Dass du faschistische Ideologien verbreitest ist bereits forumsbekannt:

Original geschrieben von: DanielCL
Nun, dazu muß man sich die Gründe und Hintergründe mal genauer ansehen. Daß beides (Kaiserreich und 1000-jähriges Reich)nicht lange gedauert hat, heißt noch nicht, daß es nicht gut war.

Quelle


Original geschrieben von: DanielCL
Danke, daß du mit dem "Zurückschießen" bestätigt hast, das Deutschland nicht angefangen hat!

Quelle

Du bist hier nicht der Einzige, der kein globales Leseverständnis besitzt und detailorientiertes Lesen nicht beherrscht und deshalb kausale Zusammenhänge aufgrund von Unwissen und rechtspopulistischem Hintergrund verdreht.

Info für dich: Deine Postings laufen im deutschen Recht unter Volksverhetzung nach § 130 Absatz 1 des Strafgesetzbuchs und werden mit Freiheitsstrafe von drei Monaten bis zu fünf Jahren bestraft.

Weiterhin einen ruhigen Ruhestand


When the rich wage war
is the poor who die.
LP
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