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Fähigkeit zu glauben - angeboren oder erlernbar? #107475
05/06/2010 16:34
05/06/2010 16:34
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21merlina Offline OP
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Hallo, mich würde mal interessieren, warum ihr gläubig bzw. ungläubig seid. Ist man gläubig, weil man so erzogen wurde? Demnach müsste ich eigentlich katholisch sein....
Ist die Fähigkeit an wen oder was auch immer glauben zu können angeboren, oder kann man sie erwerben?
Mich beschäftigen solche Fragen schon seit langem.
Was macht Gott /Allah (oder wer auch immer, falls er existiert) wohl mit denjenigen, die zwar glauben wollen, aber es nicht können? Welche Schuld hat ein Ungläubiger daran, dass er nicht glauben kann, obwohl er es doch gerne tun würde? Kommt so ein Mensch nicht ins Paradies (falls es existiert)? Warum?
Ich finde es unfair von manchen Gläubigen, wenn sie Ungläubige als Menschen zweiter Klasse abstempeln oder gar als Feinde sehen.
Ich sehe das so: Wenn ich das mit dem Glauben beim besten Willen nicht gebacken kriege, habe ich Gläubigen gegenüber sowieso schon einen riesigen Nachteil. Wer glaubt (egal ob er nun Christ, Moslem oder sonstwas ist), muss nicht so eine Heidenangst (im wahrsten Sinne des Wortes) vor dem Tod haben, denn er glaubt ja, dass er danach ins Paradies kommt.
Ich als Ungläubige hingegen muss ständig am Sinn des Lebens zweifeln und habe es dadurch viel schwerer. Und deshalb denke ich mir, dass Gläubige mit Ungläubigen doch eher Mitleid haben sollten, statt sie zu verachten oder gar zu bekämpfen. Das ist doch genau so als würde ich jemanden verachten, weil er im Rollstuhl sitzt, während ich laufen kann.
Ich wurde, wie gesagt, katholisch erzogen , kann aber mit dem christlichen Gottesbild absolut nichts anfangen. Wie oft war ich als Kind/Jugendliche in einem Gottesdienst und habe mir gedacht, das ist doch absurd... mein Leib... mein Blut... Vater, Sohn, hl. Geist????? Tut mir leid, kann ich absolut nicht glauben. Würde ich ja gerne, kann ich aber nicht. Es leuchtet mir einfach nicht ein. Und noch einiges mehr am Christentum finde ich völlig absurd, aber das würde hier zu lang....
Mit dem islamischen Gottesbild (dem wenigen nach, was ich bis jetzt darüber weiß) könnte ich etwas mehr anfangen, weshalb es mir schon seit längerer Zeit durch den Kopf geht, ob ich nicht mal irgendwann konvertieren sollte. Allerdings gibt es zur Zeit noch zu viel, was mich davon abhält, diesen Schritt zu gehen.
Ersten schaffe ich es nicht, wirklich zu glauben.
Ich habe meine Oma vor kurzem gefragt, wie sie das macht, dass sie so einen unerschütterlichen Glauben hat. Sie meinte, das spürt man doch, dass Gott einem in bestimmten Situationen hilft, dass der heilige Geist einem beisteht, usw. Ich habe ihr dann nicht gesagt, dass das bei mir leider so gar nicht funktioniert und schon erst recht nicht, was ich von der katholischen Kirche halte.
Zweitens bin ich ein Mensch, der Verbote nur dann befolgen kann, wenn er ihren Sinn einsieht. Blinder Gehorsam ist so gar nicht mein Ding. Da habe ich ein Riesenproblem mit.
Kein Schweinefleisch zu essen fände ich völlig in Ordnung, wenn mir jemand überzeugend erklären könnte, WARUM Gott das von mir wollen sollte. Ich muss Verbote einsehen, um sie zu befolgen, sonst wird das nichts..... Erklär mir jemand, welchen Nutzen Gott oder meine Mitmenschen davon haben, dass ich keinen Schinken esse - und ab sofort esse ich keinen mehr.
Das mit dem Schweinefleisch ist nur ein Beispiel, da bin ich eh kein Fan von. Aber es gibt ja noch vieles mehr, was angeblich verboten sein soll. Angefangen von Musik bis hin zur Kleidung.
Ich bin mal neugierig, ob jemand seine Meinung zu diesem Thema schreiben möchte....
LG


LG
Re: Fähigkeit zu glauben - angeboren oder erlernbar? [Re: 21merlina] #107478
05/06/2010 18:51
05/06/2010 18:51
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samia_nadia Offline
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samia_nadia  Offline
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Marokko Rabat
salam ,hallo merlina,

Also so einfach was drauf los schreiben geht nicht.Keiner hier kann dir deinen Glauben einreden,indem er sagt:Schweinefleisch ist schmutzig(deshalb weil die schweine sich im dreck wälzen oder allen müll in sich hinneinfuttern)Keiner hier kann dir sagen,DU must an allah glauben ,sonnst wirst du in der hölle landen.Keiner hier kann dir einfach mal so schnell deinen Glauben an allah vermitteln.Das ganze muss ganz alleine von dir selber kommen,du must spüren das du glaubst.
Wen du nicht an die 5 säulen des islam glaubst dann kannst du nicht konvertieren,den das würde Allah nie wollen.
Ich hatte mich einige Jahre mit dem Islam beschäftigt bevor ich Konfertiert hatte.So einfach war das auch nicht.Also du müsstest dich intensiv damit auseinandersetzen.Egal was sie dir hier oder sonnst wo erzählen,das muss nur von dir selber kommen.

lg salam samia


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Re: Fähigkeit zu glauben - angeboren oder erlernbar? [Re: 21merlina] #107481
05/06/2010 19:36
05/06/2010 19:36
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Mara77 Offline
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Mara77  Offline
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Hallo,

kein einfaches Thema! Trotzdem möchte ich dir gerne meine Sicht schreiben.

Original geschrieben von: 21merlina
Hallo, mich würde mal interessieren, warum ihr gläubig bzw. ungläubig seid. Ist man gläubig, weil man so erzogen wurde? Demnach müsste ich eigentlich katholisch sein....

Meine Erziehung hat bestimmt auch Auswirkungen auf meinen Glauben, obwohl ich vieles im Christentum schon als Kind nicht verstanden habe. Ich bekam früh sehr viel biblisches Wissen vermittelt und kam sehr früh an meine Grenzen damit, dass Jesus Gottes Sohn ist und mit der Aussage der Dreifaltigkeit. Letzteres konnte mir selbst unser Pfarrer nicht schlüssig erklären. An Gott als Schöpfer habe ich dagegen immer geglaubt und auch gespürt, dass da eine Kraft ist, die für mich da ist und mich lenkt.

Original geschrieben von: 21merlina
Ist die Fähigkeit an wen oder was auch immer glauben zu können angeboren, oder kann man sie erwerben?
Mich beschäftigen solche Fragen schon seit langem.

Für mich ist die Fähigkeit zu glauben angeboren und durch Erziehung evtl. verändert. Ich habe mir als Kind schon immer viele Fragen gestellt und kam zum Ergebnis, dass es etwas gibt, das alles erschaffen hat. Je weiter ich nachdachte um so mehr verstärkte sich diese Erkenntnis. Das geht bis heute so, besonders, wenn ich an warmen Sommertagen nachts draußen sitze den Sternenhimmel betrachte und meine Gedanken schweifen lasse. Oder einfach nur in der Natur bin. Ich finde, dass die 10 Gebote unbewusst in jedem Menschen verankert sind, egal, ob er jemals davon gehört hat.

Erwerben kann man den Glauben sicher in jedem Moment, vielleicht erst dann, wenn etwas Einschneidendes im Leben passiert, oder, wenn man den ganzen Druck von sich nimmt und eine Zeit lang in sich selbst hineinhört. Ich glaube fest daran, dass Gott jedem Menschen die Chance gibt, sich von ihm finden zu lassen. Manchmal dauert es einfach länger.

Original geschrieben von: 21merlina
Mit dem islamischen Gottesbild (dem wenigen nach, was ich bis jetzt darüber weiß) könnte ich etwas mehr anfangen, weshalb es mir schon seit längerer Zeit durch den Kopf geht, ob ich nicht mal irgendwann konvertieren sollte.

Hier empfehle ich dir, dich intensiv mit dem Islam zu beschäftigen. Besorge dir Literatur, besuche ein islamisches Informationszentrum oder such dir Informationen/spezielle Foren im Internet. Wichtig ist, dass du dir ein eigenes Bild machst. Konvertieren solltest du nur mit genug Wissen und der festen Überzeugung im Herzen.

Original geschrieben von: 21merlina
Allerdings gibt es zur Zeit noch zu viel, was mich davon abhält, diesen Schritt zu gehen.
Ersten schaffe ich es nicht, wirklich zu glauben.

Vielleicht setzt du dich zu sehr unter Druck, glauben zu müssen. Wenn Christentum nicht dein Weg ist, versuch es mal mit dem buddhistischen oder islamischen Weltbild. Meiner Meinung nach sind die Kernaussagen überall identisch. Und dort, wo du dich am meisten angesprochen und am besten aufgehoben fühlst, dort bist du auch zu Hause. Vertrau dabei auf deine Intuition, die wird dich führen!

Original geschrieben von: 21merlina
Zweitens bin ich ein Mensch, der Verbote nur dann befolgen kann, wenn er ihren Sinn einsieht. Blinder Gehorsam ist so gar nicht mein Ding. Da habe ich ein Riesenproblem mit.
Kein Schweinefleisch zu essen fände ich völlig in Ordnung, wenn mir jemand überzeugend erklären könnte, WARUM Gott das von mir wollen sollte. Ich muss Verbote einsehen, um sie zu befolgen, sonst wird das nichts..... Erklär mir jemand, welchen Nutzen Gott oder meine Mitmenschen davon haben, dass ich keinen Schinken esse - und ab sofort esse ich keinen mehr.
Das mit dem Schweinefleisch ist nur ein Beispiel, da bin ich eh kein Fan von. Aber es gibt ja noch vieles mehr, was angeblich verboten sein soll. Angefangen von Musik bis hin zur Kleidung.

Hier kann ich dich sehr gut verstehen. Auch ich kann Verbote/Gebote nur dann befolgen, wenn ich darin einen Sinn erkenne. Der Islam besteht aber nicht aus blindem Gehorsam. Im Koran wird immer wieder dazu aufgefordert, seinen Verstand zu nutzen. Für mich persönlich sind die (wenigen) Verbote im Islam absolut nachvollziehbar. Zum Verbot von Schweinefleisch und Alkohol kannst du im Internet einiges finden. Vielleicht kann dich das ja überzeugen. Ansonsten kann ich dir nur raten, sehr kritisch zu sein und alles in Frage zu stellen, was du nicht verstehst. Irgendwann bekommst du automatisch ein Gefühl dafür, was richtig für dich ist. Oft geht es nur um das richtige Maß, was wiederum in deiner eigenen Verantwortung liegt. Aber nimm dir genug Zeit und immer Schritt für Schritt!

Den ersten Schritt hast du ja schon mal gemacht, in dem du dich mit dem Thema befasst. Mach das in Ruhe weiter und lass dich nicht beirren. Du bist auf dem richtigen Weg. Und vielleicht magst du ja mal dafür beten, dass wenn es einen Gott gibt, dieser dir die richtige Erkenntnis gibt.

Ich wünsch dir auf deinem Weg alles Gute!

Lieben Gruß
Mara

Re: Fähigkeit zu glauben - angeboren oder erlernbar? [Re: Mara77] #107484
05/06/2010 19:50
05/06/2010 19:50
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Mara77 Offline
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Liebe Merlina,

möchte dir noch folgendes mit auf den Weg geben, ich selbst finde den Text wunderschön und sehr ergreifend:

Gott spricht: Die Geschichte von mir und den Menschen (...) ist erstaunlich: Ich erschaffe und ein anderer wird angebetet. Ich gebe und einem anderen wird gedankt. Ich sende das Gute von mir meinen Dienern herab und ihre Bösartigkeit steigt zu mir herauf. Ich neige mich ihnen mit meiner Gnade zu und bedarf ihner nicht; und sie entfernen sich von mir mit ihren Sünden, und sind doch auf keinen außer mich angewiesen (...)

Die Leute dir mir gehorsam sind, sind die Leute meiner Liebe, und die Leute, die mir ungehorsam sind, lasse ich die Hoffnung auf meine Gnade nicht aufgeben. Wenn sie bereuen, dann bin ich ihr Geliebter und wenn sie nicht bereuen, dann bin ich ihr Heiler. Ich prüfe sie mit Belastungen, damit ich sie von ihren Fehlern reinige (...) Wer von ihnen mir mit Reue entgegenkommt, den erwarte ich schon von weit weg, und wer sich von mir abwendet, den rufe ich von ganz nah: "Wo gehst du hin? Hast du einen anderen Gott außer mir?"

Hadith Qudsi

Re: Fähigkeit zu glauben - angeboren oder erlernbar? [Re: samia_nadia] #107487
05/06/2010 20:35
05/06/2010 20:35
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21merlina Offline OP
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Hallo, danke für eure Antworten.
Genau das ist ja das Problem: Es ist mir schon klar, dass Glaube von einem selbst kommen muss, also dass einem niemand den Glauben (welchen auch immer) einreden kann.
Obwohl.... es muss ja nicht gerade "einreden" sein. Es könnte einen ja jemand versuchen, zu überzeugen. Missionare tun doch im Grunde nichts anderes, oder?
Sollten Moslems nicht ihren Glauben verbreiten? Dann müssten sie doch ihr bestes geben, um Andersgläubige / Ungläubige von der Richtigkeit ihrer Religion zu überzeugen.
Mich würde halt mal interessieren, was aus der Sicht von Gläubigen mit Menschen passiert, denen die Fähigkeit, Gott zu spüren, einfach fehlt.
Ist ihnen der Weg ins Paradis verwehrt? Sie sind doch nicht schuld dran, dass ihnen der Glaube fehlt.
Welchen Rat gibt man so jemandem als religiöser Mensch?
Sagt man ihm: Vergiss es, du hast keine Chance. Oder sagt man ihm lieber, er soll doch wenigstens anfangen zu VERSUCHEN zu glauben, auch wenn er nicht sicher ist, es zu schaffen?

Dass es nichts bringt, zu konvertieren ohne zu glauben, ist übrigens auch meine Meinung. Ich würde das jedenfalls nicht tun.
Obwohl ich weiß, dass man da auch anderer Meinung sein kann. Glaubt man erst und konvertiert dann (wie es deiner und meiner Ansicht nach richtig wäre) oder konvertiert man erst und glaubt dann?
Es gibt durchaus Leute, die denken, wenn man lange genug betet, fängt man auch irgendwann an, zu glauben. Das ist ein bisschen wie die Frage, was zuerst da war: das Ei oder das Huhn.
Noch dazu kommt, dass es - finde ich wenigstens - in Glaubensfragen nicht nur schwarz oder weiß gibt. Manche Menschen sind streng gläubig, andere sind überzeugte Atheisten, und wieder andere (wo ich mich im Moment mal dazuzähle) haben Zweifel.

Ach ja, das mit dem Schweinefleisch war wie gesagt nur ein Beispiel für ein Verbot. Da gibt es hier im Forum und sonstwo im Internet sicher schon genügend Diskussionen drüber. Allerdings finde ich das übliche Argument, dass Schweine sich im Dreck wälzen und Müll fressen, nicht überzeugend. Dann könnte man ja locker saubere Schweine zum Verzehr züchten. Dürfte doch kein Problem sein, die Viecher sauber zu halten und zu ernähren wink
Erst letzte Woche habe ich einen Kommentar von einem Moslem gelesen, er fände es viel weniger sündhaft von sauber verdientem Geld gekauftes Schwein zu essen als von schmutzigem Geld gekauften Hammel.
Den Standpunkt finde ich gut, denn er zeigt (egal ob man religiös ist oder nicht), dass es im Leben wichtigeres gibt als nur blind Regeln zu befolgen.
LG

Last edited by 21merlina; 05/06/2010 20:37.

LG
Re: Fähigkeit zu glauben - angeboren oder erlernbar? [Re: Mara77] #107488
05/06/2010 20:43
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Original geschrieben von: Mara77


Gott spricht: Die Geschichte von mir und den Menschen (...) ist erstaunlich: Ich erschaffe und ein anderer wird angebetet. Ich gebe und einem anderen wird gedankt. Ich sende das Gute von mir meinen Dienern herab und ihre Bösartigkeit steigt zu mir herauf. Ich neige mich ihnen mit meiner Gnade zu und bedarf ihner nicht; und sie entfernen sich von mir mit ihren Sünden, und sind doch auf keinen außer mich angewiesen (...)

Die Leute dir mir gehorsam sind, sind die Leute meiner Liebe, und die Leute, die mir ungehorsam sind, lasse ich die Hoffnung auf meine Gnade nicht aufgeben. Wenn sie bereuen, dann bin ich ihr Geliebter und wenn sie nicht bereuen, dann bin ich ihr Heiler. Ich prüfe sie mit Belastungen, damit ich sie von ihren Fehlern reinige (...) Wer von ihnen mir mit Reue entgegenkommt, den erwarte ich schon von weit weg, und wer sich von mir abwendet, den rufe ich von ganz nah: "Wo gehst du hin? Hast du einen anderen Gott außer mir?"

Hadith Qudsi

Ja, der Text ist wirklich schön, Danke. Ich werde mich auf jedem Fall weiterhin mit dem Thema befassen.
LG


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Re: Fähigkeit zu glauben - angeboren oder erlernbar? [Re: 21merlina] #107491
05/06/2010 21:46
05/06/2010 21:46
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luis444 Offline
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hei merlina21,meiner meinung,ist es erlernbar,die 5 säulen kennen wir alle.letztes jahr habe ich den ramadan nicht geschafft.dieses jahr im august,bei familie in anza,alle sind da muss ich.oder ich werde entehrt,ich mache es aus respekt.überzeugt,nein das paradies.daran glaube ich nicht.an die kreuzigung auch nicht.aber an den proheten glaube ich,im ramadan dieses jahr,ist eine grosse herausfoderung für mich ,

Re: Fähigkeit zu glauben - angeboren oder erlernbar? [Re: 21merlina] #107520
06/06/2010 07:45
06/06/2010 07:45
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tahira Offline
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tahira  Offline
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Hallo

Wie die Antworten hier schon zeigen, bekommst du keine allgemeingültige Antwort.

Ehrlich gesagt, weiss ich nicht, ob man glauben erlernen kann. Mit der Erziehung hat das nicht unbedingt was zu tun. Ich bin von 4 Kindern das einzige, das an Gott glaubt. Dabei wurden alle getauft und zur Kommunion geschickt. Zuhause gab es aber weniger Religion.

Zu der Frage, ob man erst praktiziert oder erst die Shahada spricht und dann praktiziert, da sind die Wege wohl auch enorm vielfältig. Ich persönlich musste erst viel lesen. Ich habe dabei viele Sachen automatisch verinnerlicht und irgendwann ist mir aufgefallen, dass ich bis auf das Gebet und Hijab schon islamisch gelebt habe. Dann habe ich die Shahada gesprochen. Ich habe aber auch schon von Konvertierten gehört, die erst konvertiert sind und sich dann informiert haben. Aber für mich ging dieser zweite Weg nicht, ich kann mich nicht für etwas entscheiden, wenn ich darüber nichts weiss. Ich musste auch viel über Christentum und Judentum wissen, um zu entscheiden, dass der Islam richtig ist. Fernöstliche Philosophien mit dem Nichts (Nirvana) oder vielen Göttern waren für mich nicht schlüssig, aber das wusste ich vorher schon.
Blaise Pascal hingegen war sicher, dass wenn man praktiziert, man irgendwann automatisch an Gott glaubt. Und dies war seiner Meinung nach auch gut so, denn man hat ja nichts zu verlieren.

Zu den Muslimen, die andere Menschen von oben herab behandeln und sie sogar als Menschen 2. Klasse sehen, das finde ich einfach traurig. Erstens ist dies unislamisch und zweitens, wie soll man von anderen Respekt und Toleranz erfahren, wenn man dies selbst nicht geben kann/will.

Mit dem Glauben ist das bei mir wie bei deiner Oma, man spürt, dass Gott da ist. Aber nicht nur in schlechten Momenten. Ich sehe in so vielen Momenten Beweise für Allahs Existenz. Und bin unendlich dankbar für dieses Gefühl,es macht mich glücklich, zufrieden und gibt mir in sovielen Momenten Mut. Aber wieso das so ist, kann ich dir gar nicht richtig erklären, aber deswegen heisst es ja auch GLAUBEN und nicht WISSEN. Ich weiss nur, dass es für mich richtig ist und wie gesagt, geht es mir damit einfach nur gut.

Das mit den Regeln und deren Sinn, dass ist auch eine Sache des Glaubens. Ich vertraue darauf, dass Allah mir den richtigen Weg vorgibt. Wenn es etwas gibt, was ich nicht verstehe, dann versuche ich soviel wie möglich über das Thema zulesen. Und wenn ich keine Erklärung bekomme, dann akzeptiere ich es, denn der Rest des Islams ist für mich schlüssig und somit kann ich diese Sache auch annehmen, da ich an Gott glaube und auf ihn vertraue.

Falls du mehr über den Islam und bestimmte Themen und Literatur dazu wissen willst, kannst du mir gerne eine PN schreiben.

Liebe Grüße

Re: Fähigkeit zu glauben - angeboren oder erlernbar? [Re: 21merlina] #107521
06/06/2010 09:08
06/06/2010 09:08
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Mara77 Offline
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Mara77  Offline
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Mannheim
Hallo Merlina,

Original geschrieben von: 21merlina
Genau das ist ja das Problem: Es ist mir schon klar, dass Glaube von einem selbst kommen muss, also dass einem niemand den Glauben (welchen auch immer) einreden kann. Obwohl.... es muss ja nicht gerade "einreden" sein. Es könnte einen ja jemand versuchen, zu überzeugen. Missionare tun doch im Grunde nichts anderes, oder?
Sollten Moslems nicht ihren Glauben verbreiten? Dann müssten sie doch ihr bestes geben, um Andersgläubige / Ungläubige von der Richtigkeit ihrer Religion zu überzeugen.


Du wünschst dir, dass dich jemand vom Islam überzeugt. Meiner Meinung nach funktioniert das so nicht. Ich finde du musst dich zunächst selbst mit dem Thema in der Theorie befassen und kannst dir in Gesprächen mit Muslimen Unterstützung suchen.

Geh doch da mal in eine Moschee in der Nähe oder such dir Konvertiten, die dich bei deinen wichtigen Fragen begleiten können.
Wo in Spanien wohnst du denn? Vielleicht kann ich dir ja sogar Kontakte herstellen.

Original geschrieben von: 21merlina
Mich würde halt mal interessieren, was aus der Sicht von Gläubigen mit Menschen passiert, denen die Fähigkeit, Gott zu spüren, einfach fehlt. Ist ihnen der Weg ins Paradis verwehrt? Sie sind doch nicht schuld dran, dass ihnen der Glaube fehlt.


Darauf kann ich dir keine Antwort geben. Das weiß nur Gott.

Merlina, du bist auf dem richtigen Weg. Hab einfach viel Geduld und versuche dich umfassend mit dem Thema zu beschäftigen.

Viel Glück!

Mara

Re: Fähigkeit zu glauben - angeboren oder erlernbar? [Re: tahira] #107522
06/06/2010 09:10
06/06/2010 09:10
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Thomas Friedrich Offline
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Hallo Merlinda,

grundsätzlich glaubt der Mensch das wozu ihn sein Umfeld prägt.
Es bedarf da auch gar nicht all zu großer Anstrengungen denn er bekommt von allen Seiten indoktriniert was "sein" Gott von ihm will und fordert.
So waren z.B. bis zum Aufkommen des Christentums in Europa und des Islams in Nordafrika die Menschen zu 100% davon überzeugt dass es zahlreiche Götter gibt, einen für die Liebe, einen für´s Wetter, usw..
In den "neuen Religionen" wurden dann die zahlreichen Götter durch einen einzigen ersetzt. Im Christentum übernahmen Heilige oft die Aufgaben der Götter, d.h. ihnen würden besondere Fähigkeiten, z.B. bei der Linderung von Krankheiten, nachgesagt.
Nunmehr sind fast alle Menschen dieser Glaubensrichtungen fest davon überzeugt dass es nur einen Gott gibt, genau so wie ihre Vorfahren davon überzeugt waren dass es mehrere Götter gab.
Sie waren sich dieser Götter gar so sicher, dass sie dafür in Kriege zogen.
(Wie wir heute wissen, ein Trugschluss.)
Es gab und gibt, liebe Merlinda, natürlich immer Menschen die an der vorgegebenen Glaubensrichtung zweifeln. Diese wurden und werden als Aussenseiter abgetan. Zweifler sind nicht das was die Obrigkeit will sondern zur Untertänigkeit erzogene Menschen die vorgegebenes OHNE Zweifel hinnehmen und befolgen.
So läßt sich die Masse am besten lenken und instrumentalisieren.
Du merkst also wem dieser Gottesglauben letztendlich nützt! Zufällig haben diese Leute meist auch irgend etwas mit jenen zu tun, die sich einmal als Vertreter Gottes auf Erden berufen fühlten.

Es stellt sich die Frage ob der Mensch an etwas glauben würde wenn er z.B. auf einer einsamen Insel aufwachsen würde und nichts von der Vorgeneration vorgegeben bekäme.
Ich bin davon überzeugt dass er an etwas, zumind. an Geister, glauben würde.
Es wären zu viele unbekannte Dinge im Leben dieses Menschen für die er keine Erklärung findet. Z.B. wer macht den Regen, den Donner in den Bergen, ect.? Da käme der Glauben an etwas übersinnliches gerade recht.
Die großen Profiteure dabei wären jene, die den Menschen auf dieser Insel glaubhaft machen, dass sie etwas mit dem Gott zu tun haben der da im Hintergrund sitzt und vieles macht. Diese Menschen würden verehrt und ihnen würde man aus Ehrfurcht glauben.


Beste Grüße
Thomas

In Marokko ist alles möglich nur nichts schnell.
Re: Fähigkeit zu glauben - angeboren oder erlernbar? [Re: 21merlina] #107529
06/06/2010 10:52
06/06/2010 10:52
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arakis64 Offline
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arakis64  Offline
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hallo thomas
toller beitrag ...ja religion ist der versuch das unbegreifliche zu erklären ...hab neulich mal den film matrix gesehen ...hat mich echt zum nachdenken stimmuliert ....frueher hat man sich gott als alten weisshaarigen mann vorgestellt .....heute im zeitalter des computers muesste man diese sichtweise wahrscheinlich neu ueberdenken ...rein technisch ist es heute möglich gott zu sein .ich kann mit google earth immer sehen was du machst ,und weiss ueber handy -e-mail -facebook fast alles ueber dich und das gott weiss was der einzelne mensch denkt ist trotz der 6 milliarden menschen ..mit hilfe von transpondern fast schon machbar ...also ist gott ein jemand der am computer sitzt und alles regelt ???
bisschen provokant ,ich weiss ..aber wie erklärt man denn heute den kindern gott ?????

Last edited by arakis64; 06/06/2010 11:05.
Re: Fähigkeit zu glauben - angeboren oder erlernbar? [Re: arakis64] #107547
06/06/2010 15:50
06/06/2010 15:50
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21merlina Offline OP
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21merlina  Offline OP
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Spanien
Vielen Dank für eure interessanten Beiträge.
Religion als Versuch, das unbegreifliche zu erklären. Da ist sicher was dran. Allerdings glaube ich, dass das Unbegreifliche immer weniger wird. Wir können zwar (noch?) nicht alles wissenschaftlich erklären, aber immer mehr.
Ich sehe Religion mehr als Versuch, das unerträgliche zu ertragen.
Hat vielleicht jemand Unamuno gelesen (San Manuel Bueno)? Das ist ein ganz dünnes Büchlein, sehr schnell gelesen, aber es trifft den Nagel auf den Kopf. Es geht um einen katholischen Pfarrer in einem spanischen Dorf, der nicht glaubt. Als er dies seinem (ebenfalls ungläubigen) Freund gesteht, ist der entsetzt und meint, er müsse den Leuten doch die Wahrheit sagen, er könne sie doch nicht betrügen. Darauf entgegnet der Pfarrer: Die Wahrheit ist so schrecklich und unerträglich, dass die einfachen Leute nicht mit ihr leben könnten.

Das Problem ist für mich, dass es zwar einleuchtende Argumente gibt, um glauben zu WOLLEN, aber nicht, um glauben zu KÖNNEN.
Wollen ist kein Thema. Da reicht Pascal: "Wenn Ihr gewinnt, so gewinnt Ihr alles, und wenn Ihr verliert, so verliert Ihr nichts" Das dürfte eigentlich so ziemlich jeder kapieren. Aber mit dem Können ist das so eine Sache...das kommt bei mir so auf die Stimung drauf an. Manchmal spüre ich (oder will mir einbilden zu spüren) dass da etwas/jemand ist. Aber dann denke ich wieder, Mensch komm, du machst dir doch selbst was vor, weil du unfähig bist, die Wahrheit zu akzeptieren...
Glaubt man an ein Paradies, an ein Leben nach dem Tod, weil es das wirklich gibt, oder weil nicht sein kann, was nicht sein darf, nämlich dass nach dem Tod alles vorbei ist?
Momentan habe ich auch nicht die Zeit, die ich bräuchte, um mich über den Islam wirklich gut zu informieren. Ich lese mal hier kurz was und da was aber mehr geht gerade nicht. Bis Ende des Monats habe ich nur Sonntags (halbwegs) frei und diesen Sommer müsste ich unbedingt meine Dissertation fertig kriegen (Mission impossible - fehlt noch zu viel)
Das wird ein toller Sommer... bei der Affenhitze und dem 24h Lärm der Nachbarn, die alle Ferien haben, hier eingesperrt.crazy Ramadan im August durchzuhalten kann nicht viel schlimmer sein wink
Jedenfalls mache ich mir schon eine Liste mit Sachen, die ich lesen will, unter anderem das hier:
http://www.amazon.de/Symbole-Islam-Sonde...0593&sr=8-1
http://www.amazon.de/Coran-Malek-Chebel/...593&sr=8-16
http://www.amazon.de/Dictionnaire-encyclop%C3%A9dique-Coran-Malek-Chebel/dp/2213633924/ref=sr_1_4?ie=UTF8&s=books-intl-de&qid=1275830742&sr=8-4

Das hier soll gut sein, obwohl für Kinder:

http://www.amazon.fr/LIslam-expliqu%C3%A9-enfants-Tahar-Jelloun/dp/2020536250/ref=sr_1_12?ie=UTF8&s=books&qid=1275830902&sr=8-12
Und das hier habe ich gerade noch entdeckt: Koran für Blöde http://www.amazon.fr/gp/product/27540098...;pf_rd_i=405320
...was es nicht alles gibt. Ich kannte bisher nur Windows für Blöde.
Wenn jemand noch was weiß, was man lesen sollte, nur her damit.
Arabisch lernen wollte ich übrigens auch schon seit langem unbedingt mal... warum hat der Tag nur 24h? Ich bräuchte mindestens das doppelte.
LG


LG
Re: Fähigkeit zu glauben - angeboren oder erlernbar? [Re: 21merlina] #107554
06/06/2010 17:52
06/06/2010 17:52
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Moin 21merlina

Antwort auf:
Wenn jemand noch was weiß, was man lesen sollte, nur her damit.

Versuche mal diesen nicht leichten, aber garantiert überzeugenden Lesestoff "Vom Big Bang zum lieben Gott", eine metaphysische Weltanschauung von John Speer, novum pro verlag, ISBN 978399003095-0, 29,90 €.

Gruß von drake

Re: Fähigkeit zu glauben - angeboren oder erlernbar? [Re: 21merlina] #107555
06/06/2010 18:12
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hallöle noch mal
also wenn es gott gibt ,dann denke ich mal das er gerecht ist ...oder?? ..da stellt sich dann die frage ob es gerecht ist wenn der nette arakis als sohn eines millionärs geboren wurde und ein anderes baby in der sahara als sohn armer normaden geboren wurde ...der nette arakis uebernimmt die firma seines vaters und ist auch millionär und der junge aus der sahara hatte wohl nie eine chance auf ein gutes leben .....wenn da irgendwo gott dahintersteckt ,dann kann nur der buddismus der rechte weg sein ..weil der sagt :hast du jetzt ein sch...eissleben ,dann wird alles im nächsten leben besser ...blosses trösten oder doch eine logische erklärung ??

Re: Fähigkeit zu glauben - angeboren oder erlernbar? [Re: arakis64] #107557
06/06/2010 18:49
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Au weia! Die Frage nach der Gerechtigkeit.... Da habe ich bis jetzt auch noch nie im Leben eine überzeugende Antwort drauf bekommen. Ich versuche mittlerweile, sie mir nicht mehr zu stellen.
Wie kann es sein, dass es Leute gibt, die sich an alle Regeln ihrer Religion halten und trotzdem einen Schicksalsschlag nach dem anderen verpasst kriegen, während andere, die das Unglück eigentlich verdient hätten, all ihre Wünsche erfüllt bekommen?
Wieso erhört Gott die Gebete von diesem, aber nicht von jenem, unabhängig von der Tugendhaftigkeit der Menschen?
Oft hört man als Antwort, dass diejenigen, die in diesem Leben Leid erfahren, dafür im Jenseits belohnt werden.
Und die, die in diesem Leben nicht leiden, bei denen in diesem Leben alles (Gesundheit, Liebe, Erfolg...) super läuft, werden die dann hinterher bestraft dafür?
Warum sind die einen reich UND gesund, andere hingegen arm UND krank?
Warum lässt Gott, wenn er existiert, so unbeschreibliches Leiden Unschuldiger zu?...
LG


LG
Re: Fähigkeit zu glauben - angeboren oder erlernbar? [Re: 21merlina] #107558
06/06/2010 19:15
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ja ,meine rede .....das kann meiner meinung nur der buddhismus erklären .....das leben ist wie eine schule ...du fängst in der ersten klasse an (als mikrobe )wenn du deine aufgaben gelöst hast kommst in die zweite klasse ( vielleicht als regenwurm )usw.....und zum schluss als mensch ....da wirst du immer und immer wiedergeboren bist du es durch meditation usw geschafft hast diesen teufelkreis zu durchbrechen und ins nirwana eingehen kannst .....die buddisten sind nicht auf die reichen neidisch weil diese in ihrem frueheren leben sich das bessere leben verdient haben ....grund allen uebels in dieser welt ist die begierde ....kann man so gutheissen oder ????

Re: Fähigkeit zu glauben - angeboren oder erlernbar? [Re: 21merlina] #107559
06/06/2010 19:36
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also ich kann dich sehr gut verstehen .mir geht es genauso ...bin seit jahren auf der suche nach der wahrheit und dem sinn des ganzen .....wenn du die wahrheit ueber das christentum herausfinden willst ,must du lustiger weise den koran lesen ....es gab eine zeit da eine gruppe gelehrter entschieden haben was denn in die bibel reindarf und was nicht ...also es steht nur das in der bibel was zu dieser zeit jemanden genutzt hat um seine macht zu festigen (zb kaiser constantin ) also wenn christ ,dann gnostiker ...das sind die ersten christen die im kern sagen .glaube ist eine sache nur zwischen dir und gott ....die passten damals nicht ins weltbild und wurden alle abgemurkst ...im koran gab es diesen interessenkonflikt nicht und es steht alles drin ...auch das was aus der bibel entfernt wurde ....deswegen koran lesen ....

Last edited by arakis64; 06/06/2010 19:37.
Re: Fähigkeit zu glauben - angeboren oder erlernbar? [Re: arakis64] #107905
16/06/2010 21:47
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So, meine neueste Errungenschaft: Koran + Kommentare / Muhammad Asad
Allerdings auf Spanisch. Das Gute ist, dass der arabische Text und auch die Transliteration daneben steht. Keine Ahnung, ob das bei der deutschen Ausgabe auch so ist.
Die spanische Ausgabe war 10 Euro teurer, dafür fallen aber die Versandkosten und das Warten auf die Post weg.
Eigentlich habe ich ja gar keine Zeit zum lesen.....bzw. müsste ich ganz dringend einen Stapel andere (uninteressante) Bücher lesen.
LG


LG
Re: Fähigkeit zu glauben - angeboren oder erlernbar? [Re: 21merlina] #127897
31/12/2011 13:21
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Hallo Merlina,

es gibt Phasen im Leben, da ist jede Sekunde, die man hat, kostbar. Das wirst du sicherlich von der Zeit deiner Dissertation kennen. Und was macht man da - man macht dann erst recht was ganz anderes... z.B. im Marokko-Forum lesen... und so bin ich hier in diesem Thread gelandet (und später in dem von Farid), weil ich einfach keine Lust auf meine Verpflichtungen habe - obwohl ich die Nacht durchgemacht habe, um sie zu erledigen.

Ich habe heute morgen in diesem Thread mit dir gelitten und fing dann an, um den Ausgang des Ganzen in Erfahrung zu bringen, nach weiteren Beiträgen von dir zu suchen. Nun bin ich zu ungeduldig und die Zeit... - sie wird immer knapper: Deine gegenwärtigen Beiträge lassen mich zum Entschluss kommen, dass du "konvertiert" bist?! Ist das korrekt...? Hast du auch im Forum geschrieben, was letztendlich den Ausschlag gegeben hat? Wenn ja: Wo kann ich es lesen?

Zu einem Aspekt will ich Stellung beziehen:

Es wird oft gesagt, dass das Glauben für diejenigen, die als Muslime geboren werden, einfacher ist. Oh nein... das ist es wahrlich nicht. Ich musste mich auch stark mit dem Islam auseinander setzen, denn ich wollte nicht glauben nur weil es meine Vorfahren taten. Ich habe nicht direkt am Islam gezweifelt, aber ich habe Antworten auf Fragen und "Ungereimtheiten" gesucht und daraus ergab sich zwangsläufig auch die Auseinandersetzung mit anderen Religionen. Wenn das Gehirn arbeitet und arbeitet ... dann ist der Frust vorprogrammiert. Da muss man durch... Der Glaube danach ist umso fester.

Sicherlich wäre es jetzt interessant, konkreter zu werden, aber ich habe leider nicht die Zeit und weiß nicht so recht, ob ich mir diesen Seelenstriptease hier geben will - eher nicht.

Sei herzlich gegrüßt


Re: Fähigkeit zu glauben - angeboren oder erlernbar? [Re: Shakir.] #127899
31/12/2011 16:42
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Salam Shakir,
dann bin ich also nicht die einzige, die im Internet die kostbare Zeit verschwendet, obwohl sie sich das absolut nicht leisten kann...
Ja, deine Folgerung ist richtig, hamdullah!
Was genau ausschlaggebend war, ist schwer zu sagen. Da kommen mehrere Faktoren zusammen.
Ein wichtiger Punkt steht im Beitrag genau über deinem: Ich habe mir endlich mal eine gut lesbare Übersetzung mit Tafsir besorgt und tatsächlich von der ersten bis zur letzten Seite gelesen. Mittlerweile habe ich noch ein paar andere, um vergleichen zu können, und habe auch angefangen, Arabisch zu lernen (allerdings im Schneckentempo.....siehe oben: Keine Zeit)
Ich bin dann beim Lesen schnell drauf gekommen, dass das kein Mensch erfunden haben kann. Immer wieder bin ich auf Stellen gestoßen, wo ich mir dachte, genau so ist es. Genau das ist mir schon unzählige Male passiert und jetzt weiß ich endlich warum.
Am Anfang habe ich mir gedacht, ist ja direkt unheimlich, woher weiß der das??? crazy
Ich mich dann auch mal in die Moschee getraut, eigentlich erstmal nur wegen dem Arabischkurs.... könnte mich heute noch über mich selbst kaputtlachen, was für eine Überwindung mich das gekostet hat laugh
Ich könnte noch so einiges schreiben, welche Probleme mit meinem Umfeld aufgetaucht sind, was sich für mich geändert hat, usw., aber das wird zu lang, dann sitze ich morgen noch dran.
Die furchtbare Dissertation habe ich immernoch nicht fertig frown , langsam wird es wirklich eng. Stressiger Job (bis Juni, dann ist der Vertrag leider zu Ende...Inshallah finde ich was Neues. Die Situation hier verleitet nicht zum Optimismus, aber das ist ein anderes Thema.)
LG


LG
Re: Fähigkeit zu glauben - angeboren oder erlernbar? [Re: 21merlina] #127905
31/12/2011 22:15
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Masha'Allah

Habe richtig Gänsehaut bekommen beim Lesen.

Bezüglich deines Jobs: Wo Türen zugehen, werden neue aufgehen. Und vielleicht ist es ja auch gut so, wie es kommt. So "naiv" oder eben voller Gottvertrauen lebe ich mein Leben und fahre gut damit.


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