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Re: 20 Europäer aus Marokko ausgewiesen [Re: drake] #103394
12/03/2010 17:04
12/03/2010 17:04
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theomarrakchi Offline
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Marrakech / Ibiza
Hallo Drake,
Du bringst es auf den Punkt.
LG, Theo


Bevor Du Dein Kamel dem Schutze Allahs anvertraust, binde es gut fest

www.ibiza-marrakech-express.com
Re: 20 Europäer aus Marokko ausgewiesen [Re: Linda] #103399
12/03/2010 18:29
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Mannheim
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Dolphin Offline
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Mannheim
Hallo zusammen,

da Missionierung in Marokko nun mal nicht erlaubt ist, kann man wohl nichts dagegen sagen, wenn geltendes Recht vollzogen wird.

Zitat von Linda: "Die Mitarbeiter haben von Anfang an kein Geheimnis aus ihrem Glauben gemacht. 10 Jahre lang war dies kein Problem."

Warum reagiert man jedoch erst nach Jahren?

Möglicherweise ein rein politischer Akt der offensichtlich jetzt opportun erscheint. Zum einen kann der Staat (den Islamisten) öffentlichkeitswirksam zeigen, wer die Hoheit bei der Bewahrung des Glaubens hat. Zum anderen ist es vielleicht auch ein Signal an eine sich zunehmend säkularisierende Bevölkerung.

viele Grüße

Re: 20 Europäer aus Marokko ausgewiesen [Re: theomarrakchi] #103401
12/03/2010 18:47
12/03/2010 18:47
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Uwe_Wassenberg Offline
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Akouda/Sousse, TN
Passend zum Thema die Aussagen der Oberhäupter anderer monotheistischer Religionen bei einem Treffen am gestrigen Donnerstag in Marokko:

Vincent Landel, katholischer Erzbischof von Rabat sagte, dass "die katholische Kirche keinen Proselytismus praktiziere und alle Katholiken in Marokko Ausländer seien".
"Wir haben das marokkanischen Völkerrecht und das Gesetz des Gastlandes zu achten und gleichzeitig die Freiheit der Religionsausübung für ausländische Christen".

Oberrabbiner Joseph Israel in Marokko sagte, "dass Marokko seit jeher ein sehr tolerantes Land sei, wo Juden seit Jahrhunderten leben und wo man Religionen frei praktizieren kann".
Er stellte ferner fest, dass die Existenz einer rabbinischen Kammeram Gericht von Casablanca zeige, wie sich das Klima der Toleranz im Königreich widerspiegele".
Unter Bezugnahme auf die Frage des Proselytismus, sagte er, dass "wir niemanden in Marokko fragen, seine Religion zu wechseln."

Vater Dmitry Orekhov, Vertreter der Russisch-Orthodoxen Kirche in Marokko, sagte, dass Missionierung ist ein Akt ist, der in der russisch-orthodoxen Kirche verboten sei und solche Aktivitäten bestraft würden.

Der Präsident des Exekutiv-Kommittees der Evangelischen Kirche in Marokko, Pfarrer Jean Luc Blanc, betonte, dass alle Formen des Proselytismus durch die evangelische Kirche verboten sind, und das Protestanten sehr auf die Achtung der Religionsfreiheit bemüht sind.
Er forderte auch für die Unterscheidung zwischen der Religionsfreiheit und des Proselytismus.

Der ganze Artikel bei der Marokkanischen Presseagentur MAP:
http://www.map.ma/eng/sections/home/representatives_of_m/view

Worterklärung Proselytismus:
Der Ausdruck Proselytismus bezeichnet in der Religion bzw. Mission die Bemühung um einen Wechsel der Konfession. Er bezeichnet also das Abwerben von Gläubigen aus anderen Kirchen und Glaubensgemeinschaften hin zur eigenen Kirche oder Gemeinschaft.
http://de.wikipedia.org/wiki/Proselytismus

Re: 20 Europäer aus Marokko ausgewiesen [Re: drake] #103402
12/03/2010 18:52
12/03/2010 18:52
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Hallo und Oje, welch Streitereien, auf welch Niveau...
Bisher war es mir echt zu blöd sag ich mal zu solchen Kleinkriegen Stellung zu beziehen, doch eure Auffassungen, allgemein, nicht zwingend das Waisenhaus betreffend, fand ich schon soweit "interessant". Meine Überlegungen/Zweifel, wie auch immer: Bin selbst (zu) christlich erzogen worden und daraus resultierte, dass ich an nichts glaube, also keiner Religion angehöre, da diese zwar den Charakter viele formt, aber auch womöglich verdirbt und blind macht.
Das Minarett-Verbot der Schweizer fand ich unsinnig. Keine Frage! Gut, die wollen vor ihren Heidi-Bergen keine Minarette, die den Panorama-Blick verfälschen....(das denk ich mir u.a.)
Dann gibts halt auch wiederum in muslimischen Ländern Punkte, wo man mehr Toleranz zeigen könnte.
Naja, andererseits behaupte ich, steht mir meine Religionswahl in Deutschland, wie auch möglicherweise ion Marokko, nicht unbedingt zur freien Wahl, denn ich wurde getauft; da war ich leider erst einige Wochen alt, konnte mich nicht wehren.
Wo ich wohne, leben sehr viele Ausländer: Italiener, Türken,....multikulti eben und das gefällt mir sehr. Bei uns steht z.B. neben der Kirche eine Moschee; kein Problem wie ich finde.
Linda, Du sagst z.B., das Christentum sei kein Deckmantel für Nächstenliebe, sondern oberstes Gebot. Es gibt solche und solche. Sorry, wenn es kommen muss, aber die Nachrichten zeigen momentan ja, das in manchen zu viel "Nächstenliebe" steckt.
Linda und Najib haben beide mal Recht und Unrecht, wenn man es so nennen darf, aber es doch schon etwas zu arg, sich wegen "so etwas" zu bekriegen, und das teils auf unterstem Niveau.
Dabei geht es doch gar nicht mehr um die Kinder....eine Befreiung ists, falls sie zwangsweise missioniert wurden, aber ein Verlust, wenn sie eine positive Bindung und Beziehung zu jenen Bezugspersonen aufbauen konnten. Kurz und knapp: Alles hat so seine gute wie schlechte Seite.

Re: 20 Europäer aus Marokko ausgewiesen [Re: Wallik] #103404
12/03/2010 19:15
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hie alles subjektiv
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Re: 20 Europäer aus Marokko ausgewiesen [Re: Wallik] #103406
12/03/2010 20:03
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Najib Offline
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hallo

Antwort auf:
Linda und Najib haben beide mal Recht und Unrecht, wenn man es so nennen darf, aber es doch schon etwas zu arg, sich wegen "so etwas" zu bekriegen, und das teils auf unterstem Niveau.

ich streite doch nicht mit linda.
vielleicht ein streitgespräch, aber doch kein krieg.

es ist halt mal so, dass es in marokko verboten ist, einen muslim von seinem glauben abzuwerben. und marokkanische kinder sind automatisch muslime, wenn die eltern muslime sind. und wenn der vater unbekannt ist, dann reicht's wenn die mutter muslimin ist und wenn die auch unbekannt ist, geht man davon aus, dass es moslem ist, bis das gegenteil bewiesen ist.
das ist schon lange recht und wenn so eine verdeckte mission viele jahre lang geduldet wurde, dann heisst das nur, das das gesetz nicht beachtet wurde.
davon, dass abwerbung vom glauben vorliegt, kann man logischerweise ausgehen, da es einer famillie, die das christentum praktiziert, wohl kaum möglich ist, ein oder zwei kinder moslemisch zu erziehen.

ich glaube schon, dass dolphin mit der aussage:
Antwort auf:
Möglicherweise ein rein politischer Akt der offensichtlich jetzt opportun erscheint. Zum einen kann der Staat (den Islamisten) öffentlichkeitswirksam zeigen, wer die Hoheit bei der Bewahrung des Glaubens hat. Zum anderen ist es vielleicht auch ein Signal an eine sich zunehmend säkularisierende Bevölkerung.

recht hat.

da wird jetzt die mitte erweitert, um den rändern das wasser abzugraben.
das ist aus deutschland auch bekannt.
plötzlich übernimmt die spd argumente der linken, als wären das schon immer die ihren gewesen und fdp oder cdu starten kampagnen mit biertischcharakter.
das hier ist nichts anderes, es wird nur deutlicher vorgeführt.
das wird das ergebnis einer volksabstimmung exekutiert, ohne vorher das volk formell gefragt zu haben.
eine volksinitiative mit dem ziel, missionare hinauszubefördern, hatte hier sicher 80-90% zustimmung. wie es in anderen teilen marokkos aussieht, weiss ich nicht, aber auf 70% würde ich blind mein ganzes vermögen verwetten.
kurz und gut, es geht um politik und machterhalt.
da sind 30 kinder egal und nächstenliebe wird auch nicht besonders honoriert.

zu meiner aussage elvire betreffend:
vielleicht habe ich mich im morgendlichen überschwang etwas hinreissen lassen und meine worte nicht sorgfältig genug gewählt. immerhin geht es um elvire.
dafür möchte ich mich bei elvire entschuldigen.
das ändert aber nichts an meiner meinung über leute, die englisch und französisch zugleich beherrschen und nicht müde werden dies so oft wie möglich und dadurch bedingt, auch an den unmöglichsten stellen zu präsentieren.

gruss
Najib

ps:
heute war der könig in chaouen.
ich finde den echt gut. der ist nicht auf den kopf gefallen.


um etwaigen rechtliche konsequenzen vorzubeugen:
dieses posting wurde unter subjektivitätsvorbehalt erstellt.

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Re: 20 Europäer aus Marokko ausgewiesen [Re: Linda] #103417
13/03/2010 00:51
13/03/2010 00:51
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Hallo,

Viele interessante Beiträge.

Meine Meinung dazu:

Marokkanische Waisenkinder gehören (in Marokko) in ein Marokkanisches Waisenhaus. Die Spender können kontrollieren, dass das Geld richtig eingesetzt wird. Mehr nicht.

Wenn sich da eine Mischmasch entwickelt hat, war ein Marokkanischer Fehler dabei, und höchste Zeit diesen zu regulieren.

Gruß / Peter

Re: 20 Europäer aus Marokko ausgewiesen [Re: Dolphin] #103459
15/03/2010 00:28
15/03/2010 00:28
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Hallo Dolphin,

ich bin Deiner Meinng.

Dein letzter Satz: "Zum anderen ist es vielleicht auch ein Signal...". Mag sein.

Ich glaube in diesem Fall eher, dass die Marokkaner prophylaktisch ein Zeichen für "Foundations" geben, die mit ähnlichen Absichten hier etwas anfangen wollen.


Gruß / Peter


Last edited by wanderer; 15/03/2010 00:59. Reason: Falscher Name
Re: 20 Europäer aus Marokko ausgewiesen [Re: drake] #103472
15/03/2010 09:54
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Hallo zusammen
Ich gebe Najib recht: Wir streiten ja gar nicht, wo ist das Problem? Ich toleriere (fast) alle Meinungen, aber nicht jede Meinung kann ich teilen. Das gilt - glaube ich zumindest - für den Grösstenteil der Mitglieder im Forum...
Zu all den bereits genannten Aussagen kann ich lediglich meine Meinung beitragen, um den Thread bunter zu gestalten. Dann würde ich gerne wissen, was den oberstes Niveau wäre, wenn wir hier im untersten Niveau "streiten"... confused

Zu den Aussagen von Dranke möchte ich hier meine Stellungnahme abgeben:
1. Gebote in der Bibel sind keine Verbote. Paulus schreibt in der Bibel: Nichts ist uns verboten, doch nicht alles ist gut für uns. Deshalb heissen die GEbote auch GEbote und nicht VERbote.
2. Ich glaube, dass die Nächstenliebe in der Theorie nicht beschrieben werden kann. Sie kann höchsten vorgelebt werden. Ich persönlich glaube, dass die Holländer in VOH genau das versuchten. Ich bezweifle, dass sie blauäugig Kinder im christlichen Glauben erziehen wollten. Zumal sicherlich bekannt ist, wie schwer es ein Marokkaner hat, welcher sich zu einer anderen Religion als dem Islam bekennt. Ich denke, wenn sie die Kinder, welche sie jahrelang betreut haben wirklich gliebt haben (was ich auch glaube), dann wollten sie für sie nur das Beste. Und das ist doch - sicherlich stimmt ihr mir zu - die FREIHEIT, oder? Die Freiheit, sein Leben selbst in die Hand zu nehmen (Schulbildung), die Freiheit, in einem geschützten Rahmen aufzuwachsen (Heim/Familie) und die Freiheit, aus verschiedenen Religionen zu wählen (Koran UND Bibel-Unterricht). Ich vermute stark, dass die Kinder nach dem öffentlichen marokkanischen Lehrplan unterrichtet werden mussten und damit auch Koranunterricht stattgefunden hatte. Andernfalls hätten sie wohl kaum eine Bewilligung für eine Schule erhalten. Davon gehe ich zumindest mal aus.
Im Christentum ist die Freiheit ein sehr wichtiges Thema. Christen gehen davon aus, dass Gott uns zur Freiheit berufen hat. Welcher Gott will denn Gläubige, die ihn nur aus Pflichtgründen und aus Angst vor den Reaktionen des Umfeldes anbeten? Also ich glaube, da hat Gott auch seinen "Stolz" - Er will freiwillige Gläubige - alles andere ist ihm nicht viel wert, denke ich. Wer ist tiefer befriedigt und freut sich an der Anhängerschaft seines Volkes: Der Diktator oder ein gewählter und verehrter Führer?
3. Um eine Association in Marokko zu gründen, braucht es immmer Marokkaner im Vorstand. Wieso haben die denn da mitgemacht, wenn es so stark gegen das Gesetz verstossen hätte (Proselytismus)? Da habe ich meine Fragezeichen.

So, dies meine Stellungnahme...
Ich wünsche Euch einen schönen Tag!
Grüsse
Linda

Last edited by Linda; 15/03/2010 10:03.
Re: 20 Europäer aus Marokko ausgewiesen [Re: Uwe_Wassenberg] #103474
15/03/2010 10:19
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Original geschrieben von: Uwe_Wassenberg
Passend zum Thema die Aussagen der Oberhäupter anderer monotheistischer Religionen bei einem Treffen am gestrigen Donnerstag in Marokko:

Vincent Landel, katholischer Erzbischof von Rabat sagte, dass "die katholische Kirche keinen Proselytismus praktiziere und alle Katholiken in Marokko Ausländer seien".
"Wir haben das marokkanischen Völkerrecht und das Gesetz des Gastlandes zu achten und gleichzeitig die Freiheit der Religionsausübung für ausländische Christen".

Oberrabbiner Joseph Israel in Marokko sagte, "dass Marokko seit jeher ein sehr tolerantes Land sei, wo Juden seit Jahrhunderten leben und wo man Religionen frei praktizieren kann".
Er stellte ferner fest, dass die Existenz einer rabbinischen Kammeram Gericht von Casablanca zeige, wie sich das Klima der Toleranz im Königreich widerspiegele".
Unter Bezugnahme auf die Frage des Proselytismus, sagte er, dass "wir niemanden in Marokko fragen, seine Religion zu wechseln."

Vater Dmitry Orekhov, Vertreter der Russisch-Orthodoxen Kirche in Marokko, sagte, dass Missionierung ist ein Akt ist, der in der russisch-orthodoxen Kirche verboten sei und solche Aktivitäten bestraft würden.

Der Präsident des Exekutiv-Kommittees der Evangelischen Kirche in Marokko, Pfarrer Jean Luc Blanc, betonte, dass alle Formen des Proselytismus durch die evangelische Kirche verboten sind, und das Protestanten sehr auf die Achtung der Religionsfreiheit bemüht sind.
Er forderte auch für die Unterscheidung zwischen der Religionsfreiheit und des Proselytismus.

Der ganze Artikel bei der Marokkanischen Presseagentur MAP:
http://www.map.ma/eng/sections/home/representatives_of_m/view

Worterklärung Proselytismus:
Der Ausdruck Proselytismus bezeichnet in der Religion bzw. Mission die Bemühung um einen Wechsel der Konfession. Er bezeichnet also das Abwerben von Gläubigen aus anderen Kirchen und Glaubensgemeinschaften hin zur eigenen Kirche oder Gemeinschaft.
http://de.wikipedia.org/wiki/Proselytismus


shocked
Ähm, bin ein bisschen verwirrt - kennen diese Leute die Bibel? Der letzte Auftrag, den Jesus vor der Auffahrt an seine Jünger gab war folgender:
Darum gehet hin und machet zu Jüngern alle Völker: Taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes und lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende.
Ich verstehe, wenn das jetzt ein bisschen provozierend tönt, aber ich zitiere ja nur... Und ich glaube auch daran, aber eben, Freiheit ist das wichtigste. Alles was nicht freiwillig und aus eigenem Willen und Überzeugung geschieht, hat kein Bestand... Niemandem kann das Evangelium aufgezwungen werden. Man kann nicht einfach irgendwo (z.B. in Marokko) hinstehen und anfangen zu predigen. Das wäre naiv, blauäugig und dumm... Ich denke, dass es auch in Marokko Menschen gibt, die gerne mehr über andere Religionen wissen möchten, aber keine Möglichkeit dazu haben. Das finde ich traurig, denn wo ist da die Freiheit?
Ich glaube, es bringt niemandem was, wenn man anderen die Bibel "um die Ohren schlägt", aber ich denke trotzdem, dass man die Freiheit haben sollte, über sie zu reden, wenn BEIDE Gesprächspartner das wollen.
Nichts für Ungut.
Grüessli
Linda

Re: 20 Europäer aus Marokko ausgewiesen [Re: Linda] #103475
15/03/2010 10:29
15/03/2010 10:29
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wanderer Offline
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Hallo

"Freiheit haben sollte, über sie zu reden"

Mit Marokkanischen Waisenkindern?

g / p

Last edited by wanderer; 15/03/2010 10:32. Reason: noch nicht fertig
Re: 20 Europäer aus Marokko ausgewiesen [Re: wanderer] #103476
15/03/2010 11:03
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Linda Offline OP
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Schweiz
Original geschrieben von: wanderer
Hallo

"Freiheit haben sollte, über sie zu reden"

Mit Marokkanischen Waisenkindern?

g / p



Hallo wanderer
Nein, das war allgemein gemeint smile
Gruss
Linda

Re: 20 Europäer aus Marokko ausgewiesen [Re: Linda] #103545
16/03/2010 23:22
16/03/2010 23:22
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Elvire Offline
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@ wanderer

Antwort auf:
Marokkanische Waisenkinder gehören (in Marokko) in ein Marokkanisches Waisenhaus.


Hast du dir schon einmal ein Waisenhaus von innen angesehen?
Kannst du dich nicht an den Skandal erinnern als S.M. M6 unangemeldet im April 2005 in das Waisenhaus in Casablanca kam und dort z.T. unmenschliche Zustände antraf?
Hier nochmals zur Erinnerung:
http://www.yabiladi.com/pdf/index.php?cat=societe&id=490

Bist du nach dem Lesen dieses Artikels noch immer der Meinung, dass dies ein guter Vorschlag sei?

Elvire

Re: 20 Europäer aus Marokko ausgewiesen [Re: Elvire] #103550
17/03/2010 01:13
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Waisenhaus in Marokko von innen gesehen.
Ich ja - Du nein.

Gespendet: Ich ja - Du (in Marokko)nein?

Darüber quatschen: ich nein - Du ja.

g / p

Re: 20 Europäer aus Marokko ausgewiesen [Re: Linda] #103570
17/03/2010 15:44
17/03/2010 15:44
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Marrakech
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Marrakech
@ Wallik
Moin Wallik
Antwort auf:
Hallo und Oje, welch Streitereien, auf welch Niveau...
Bisher war es mir echt zu blöd sag ich mal zu solchen Kleinkriegen Stellung zu beziehen

da Du Dich mit Deiner zitierten Aussage auf meinen Beitrag beziehst, hätte ich doch gerne gewusst, in welcher Phrase Du darin dieses „niedrige Niveau“ zu erkennen glaubst. Außerdem ist oft genug in diesem Forum angeraten worden, bei Nichtinteresse zu einem Thema diesen Thread einfach zu ignorieren, anstatt sich darüber aufzuregen.

@ Linda
Moin auch Dir, Linda,
Antwort auf:
Gebote in der Bibel sind keine Verbote. Paulus schreibt in der Bibel: Nichts ist uns verboten, doch nicht alles ist gut für uns. Deshalb heissen die GEbote auch GEbote und nicht VERbote.

Vielleicht hast Du ja Recht, bin kein Germanist. Aber ich denke, bei allem, was da sagt „Du sollst NICHT“ ist es ein Verbot, und was da meint „Du sollst“ ist ein Gebot. Wo bestünde denn sonst das Gegenteil?

Gruß von drake

Re: 20 Europäer aus Marokko ausgewiesen [Re: drake] #103586
17/03/2010 23:22
17/03/2010 23:22
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Youssef Alami Offline
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Youssef Alami  Offline
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Erkelenz

Rabat - Die Kritik an der Ausweisung christlicher Missionare komme nicht aus der Mitte der offiziellen Kirchen, die ihre Aktivitäten in Marokko frei und gleichberechtigt ausüben, bekräftigte der marokkanische Kommunikationsminister und Staatssprecher Khalid Naciri. Vielmehr komme sie von Organisationen mit proselytischen Bestrebungen.

Mehr dazu:
Kritik an Marokko nach der Ausweisung christlicher Missionare

Re: 20 Europäer aus Marokko ausgewiesen [Re: drake] #103587
17/03/2010 23:52
17/03/2010 23:52
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Hallo Drake,
wie auch immer, in jedem Falle habe ich keinewegs Dich persönlich angesprochen bezüglich eines niederen Nievaus. Bin lediglich der Meinung, dass Linda und Najib sich sehr in eine Richtung bewegen; es dabei doch irgendwo um die Kinder auch geht, was hier beiläufig schien.
Religion und Missionare hin oder her, wie gesagt ist das eh nicht mein "Gebiet", sollten doch die Kinder, die wohl die Leidtragenden sind, fokusiert werden.
Tja, aber was das "Nichtinteresse" betrifft, so würde ich kaum zu etwas, das mich nicht interessiert und beschäftigt Stellung beziehen, oder Du etwa?
Raushalten werd ich mich da wohl vielleicht doch künftig;
mal schauen.
LG

Re: 20 Europäer aus Marokko ausgewiesen [Re: Wallik] #103590
18/03/2010 00:51
18/03/2010 00:51
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hallo

wallik,

also ich bin immer noch nicht der meinung, dass linda und ich uns gestritten hätten.

kann ja sein, dass es den ausgewiesenen auch ums kindswohl ging, aber irgendwie hat das halt ein "gschmäckle", wie elvire sagen würde.
kinder sind hilflos, und haben eine stubsnase und jeder sorgt sich um ihr wohl und vor allem lassen sie sich gut verkaufen.
sogar hitler hat kleinen kindern die wange gestreichelt, um zu zeigen, wie gut er es doch meint.(damit will ich jetzt um gottes willen nicht die ausgewiesenen mit hitler vergleichen.) das wohl des kindes ist wohl das totschlagargument schlechthin.
aber kinder sind auch das vehikel für ideologien schlechthin. mit dem wohl des kindes lässt sich alles gutheissen und kinder sind leicht zu beeinflussen.
es würde mich, um mir wirklich ein urteil über solche organisationen bilden zu können, mal interessieren, ob es auch christliche famillien gibt, die alte aufnehmen. da gibt es viele, die es genauso nötig hätten wie kinder, aber für's vaterunser nicht mehr zu gewinnen sind.
wenn es da nur 3 oder 4 gibt, dann will ich nichts gesagt haben.

ich kann aus meiner erfahrung nur sagen, dass ich niemand kenne, der einem christen nicht einen raum zur verfügung stellen würde, in dem der in ruhe beten kann.
würde der christ aber die kinder des hausherrn zum gebet mitnehmen wollen, würde es kritisch werden.

die regierung handelt da vollkommen im einklang mit dem volk.
es hat auch niemand hörbar dagegen protestiert.

und um mancher die mühe zu ersparen, das messer zu wetzen:
von mir aus könnten sie auch bleiben, ich persönlich hätte da nichts dagegen.


gruss
Najib


um etwaigen rechtliche konsequenzen vorzubeugen:
dieses posting wurde unter subjektivitätsvorbehalt erstellt.

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Re: 20 Europäer aus Marokko ausgewiesen [Re: Najib] #103594
18/03/2010 01:05
18/03/2010 01:05
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Hey, völlig o.k. Deine Meinung und Ansicht usw. Verstehe auch was Du sagen willst; den Blick aufs Kind haben ist bei mir schon beruflich bedingt, sorry smile
Bin da bezüglich Ansichten etc. relativ neutral, interessiere mich da für alle Blickrichtungen, wenn man das so nennen kann.
Denke, dass das größstes Problem einfach ist, dass man in so einem Forum einfach manchmal den Tonfall nicht hört, sei dahin gestellt, ob das gut ist oder nicht, und man sich daraus resultierend ein Bild macht.
Gestehe, dass ich mich in ein "solches Thema" zum ersten mal einbringe, was echt schwer ist. Will da den Leuten eher interessiert und aufgeschlossen gegenüber treten, ihre Ansicht akzeptieren und Verstehen und vielleicht sogar "lernen". Einige Stellungnahmen regen doch sehr zum Nachdenken an, gut so.
Aber generell (an Alle): Fühlt euch nicht auf den Schlips getreten!

Re: 20 Europäer aus Marokko ausgewiesen [Re: Najib] #103595
18/03/2010 01:12
18/03/2010 01:12
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von mir aus könnten sie auch bleiben, ich persönlich hätte da nichts dagegen.


hätte ich nicht erwartet, es sei denn ohne Waisenhausaktivitäten.

Gruß / Peter

Re: 20 Europäer aus Marokko ausgewiesen [Re: wanderer] #103597
18/03/2010 01:24
18/03/2010 01:24
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hallo


Antwort auf:
hätte ich nicht erwartet, es sei denn ohne Waisenhausaktivitäten.


wenn dabei rauskommt, dass ein paar kinder eine bessere kindheit haben, dann ist das ja ok.
dass viele der kinder später dem christlichen glauben anhängen werden, glaube ich aber nicht.
die meisten werden dann doch das moslemische gebet bevorzugen, wenn sie die christen nicht mehr brauchen.
blöd sind die marokkaner ja nicht, sonst wären sie schon lange von den spaniern und franzosen christianisiert worden.


gruss
Najib


um etwaigen rechtliche konsequenzen vorzubeugen:
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Re: 20 Europäer aus Marokko ausgewiesen [Re: Najib] #103602
18/03/2010 01:50
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Die Kinder verstehen eh nichts davon.
Nur bei weiterer lockerer Handhabung fängt das Problem bei neuen Waisenhäusern mit ähnlichen Absichten "eventuell" von vorne an.

Gruß / Peter

Re: 20 Europäer aus Marokko ausgewiesen [Re: Najib] #104167
29/03/2010 13:23
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Hallo Najib
Du schreibst: die regierung handelt da vollkommen im einklang mit dem volk.
es hat auch niemand hörbar dagegen protestiert.

Ist ja wohl klar - ein Marokkaner in Marokko, der sich öffentlich gegen die Entscheidung der Regierung stellt, wäre auch sehr mutig...

Kennt Ihr Telquel? Sie haben zu der momentanen Situation in Marokko (auch Village of Hope) Stellung genommen: http://www.telquel-online.com/416/actu_maroc1_416.shtml
Bewundernswert, dieser Wagemut!

Grüsse
Linda

Last edited by Linda; 29/03/2010 13:32.
Re: 20 Europäer aus Marokko ausgewiesen [Re: Linda] #104171
29/03/2010 13:54
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na ja---musli9mische fanatiker werden in d ja auch ausgewiesen oder? nsofern nur ein zeichen von selbstsätndigkeit des staates- kein eu staat würde muslimische "missonare" (so es sie gäbe) dulden. DIESEN krieg haben die europäer angefangen. aber natürlich wäre es besser die kriminellen deutschen hier auszuweisen, die kinder kaufen, alkohol mitbringen + verschenken und hunde über die grenze schmuggeln--von den illegalen ausgräbern der saurierknochen mal gan zu schweigen.

Re: 20 Europäer aus Marokko ausgewiesen [Re: Linda] #104173
29/03/2010 14:19
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hallo

linda,

Antwort auf:
Ist ja wohl klar - ein Marokkaner in Marokko, der sich öffentlich gegen die Entscheidung der Regierung stellt, wäre auch sehr mutig...


es gibt eigentlich nur zwei tabus, der könig und die westsahara.
über alles andere wird öffentlich kontrovers diskutiert. du lieferst ja ein beispiel dafür in deinem posting gleich mit.
entscheidungen der regierung werden manchmal durch streiks wieder rückgängig gemacht.
wohlgemerkt, nicht nur streiks um mehr geld, sondern um gesetze, die neu eingebracht werden, zu kippen.

die ausweisung war unter den marokkanern, soweit ich das mitbekommen habe, kein thema.

dass telquel darüber schreibt, ist zwar löblich, aber telquel ist für die breite masse der marokkaner nicht das leitmedium.
die nehmen sich öfters mal themen an, die zwar von grossem interesse für die ausländische öffentlichkeit sind, aber in marokko kein grosses echo hervorrufen.
das soll jetzt nicht gegen telquel sein, aber dem volk auf's maul schauen die nicht.

gruss
Najib


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