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Adoption von Kindern aus islamischen Ländern #83964
21/02/2008 13:38
21/02/2008 13:38
Joined: Jul 2003
Beiträge: 798
Bremen
Siri Offline OP
Mitglied
Siri  Offline OP
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Joined: Jul 2003
Beiträge: 798
Bremen
Hallo,

da das Thema Adoption und Kafala hier schon häufiger diskutiert worden ist, möchte ich auf einen Artikel aufmerksam machen, der im heutigen "Weser-Kurier" erschienen ist und für Paare, die eine Adoption aus einem islamischen Land planen, vielleicht ganz informativ ist.

Quelle: http://www.weser-kurier.de/20080221/btag_1670.php?MeldungsID=2008022100961&

Adoption mit Hindernissen
Bremer Paar scheitert an internationalen Rechtsfragen

Von unserer Redakteurin
Elke Gundel

BREMEN. Malika M. ist ratlos, will aber nicht aufgeben. Ihr Mann und sie versuchen seit vier Jahren, ein zweites Kind aus Algerien zu adoptieren. Doch das Bremer Ehepaar scheitert an der GZA, der für Bremen zuständigen Gemeinsamen Zentralen Adoptionsstelle mit Sitz in Hamburg. Sie lehnt die Adoption ab. Nun geht der Fall vor Gericht.Suchte man Eltern, die ein Kind aus Algerien aufnehmen und großziehen sollen, dann wären Malika M. und ihr Mann ein Glücksfall. Sie ist Deutsche, er ist Algerier und hat die doppelte Staatsbürgerschaft. Sie ist Akademikerin und voll berufstätig, er kümmert sich zurzeit um die Familie.2001 hat das Paar einen Säugling aus Algerien aufgenommen und adoptiert - das Verfahren war 2003 abgeschlossen. Sie seien "extrem glücklich" mit ihrem Sohn, sagt Malika M. Der Junge wächst dreisprachig auf. Neben Deutsch und Arabisch wird in der Familie Französisch gesprochen. Einmal im Jahr fahren alle drei für mehrere Wochen nach Algerien, in den Heimatort ihres Mannes, sagt Malika M. Das sei nicht nur ihrem Mann wichtig. Auch ihr Sohn soll das Land, in dem er zur Welt kam, kennenlernen. Algerien gehöre schließlich zu seinem Leben wie seine neue Heimat in Bremen.Eigene Kinder, bedauert Malika M., könnten ihr Mann und sie nicht bekommen. Auch mit medizinischer Hilfe habe es nicht geklappt. Für beide sei damals rasch klar gewesen: "Es muss nicht unbedingt ein eigenes Kind sein." Also überlegte das Paar, ein Kind zu adoptieren. Vom Bremer Jugendamt erfuhren sie, dass es viele Bewerber, aber nur wenige Kinder gibt.Laut Sozialressort sind 2007 fünf Babys aus Bremen zur Adoption freigegeben worden. Es gab wesentlich mehr Bewerber. Bundesweit kämen im Schnitt 80 Interessenten auf einen Säugling. Also lag für Malika M. und ihren Mann der Gedanke nahe, ein Kind aus Algerien, der zweiten Heimat ihrer binationalen Ehe, aufzunehmen. Die algerischen Behörden, sagt Malika M., waren gern bereit, ein Kind zu vermitteln.Es folgte ein zweijähriges Verfahren. Das Ehepaar und seine Lebenssituation wurden unter die Lupe genommen; dann konnten sie ihren Sohn aufnehmen. Gerade weil das Zusammenleben so gut klappte, dachte das Ehepaar bald über ein zweites Kind nach. 2004 wandten sich Malika M. und ihr Mann erneut ans Bremer Jugendamt. Doch dieses Mal scheiterten sie - dabei, betont Malika M., seien die algerischen Behörden nach wie vor gern bereit, ein Kind zu vermitteln.Doch nach den Worten von Anwalt Matthias Westerholt hat sich die Rechtslage geändert. Deutschland trat 2002 dem Haager Übereinkommen zum Schutz von Kindern und zur Zusammenarbeit bei internationalen Adoptionen bei. Das, sagt Westerholt, macht die Situation bei Adoptionen aus den meisten muslimischen Ländern kompliziert.Denn nach dem Islam gibt es keine Adoption wie in westeuropäischen Staaten. Erlaubt ist laut Westerholt nur die Kafala - was am ehesten einer hiesigen Vormundschaft entspricht. Der rechtliche Unterschied laut Westerholt: Anders als bei einer deutschen Adoption gibt es bei der islamischen Kafala für die leiblichen Eltern die Möglichkeit, das Kind zurückzufordern.So stecken Malika M. und ihr Mann nun juristisch fest. Haltung der GZA: Das algerische Recht erlaubt keine Adoption. Also darf ein Kind das Land offiziell auch nicht verlassen, um in Deutschland adoptiert zu werden. Die Bundesrepublik aber lässt kein algerisches Kind einreisen, wenn es nur in Pflege genommen werden soll.Konkret sieht es laut Westerholt so aus: Erst muss die GZA die Adoption unterstützen, dann muss das Jugendamt bestätigen, dass die Bewerber als Adoptiveltern geeignet sind. Erst danach kann ein Einreiseantrag für das Kind gestellt werden. Die GZA in Hamburg hat aber ihr Veto eingelegt - und damit nach eigenen Angaben so entschieden, wie es alle deutschen Adoptionsstellen tun: Sie vermitteln generell keine Kinder aus islamischen Ländern, die nur die Kafala erlauben.Westerholt aber will der Logik "Was in Algerien verboten ist, kann in Deutschland nicht erlaubt sein" nicht folgen. Damit übernehme Deutschland durch die Hintertür eine Regelung, die sich auf religiöse Vorstellungen des Islam stütze. Das wiederum passe mit dem deutschen Recht nicht zusammen. Deshalb hat der Anwalt Klage erhoben, um die Zustimmung der GZA zur Adoption durchzusetzen. Das Verfahren gilt als Präzedenzfall. Laut Westerholt ist die Frage, wie mit Adoptionen von Kindern aus islamischen Ländern umgegangen werden soll, bundesweit nicht klar beantwortet.Malika M. sucht andere Ehepaare, die in einer ähnlichen Situation sind wie sie selbst. Wer zu ihr Kontakt aufnehmen möchte, kann sich in der Kanzlei von Matthias Westerholt unter der Telefonnummer 16 55 290 melden.

Gruß
Siri


Es ist schon alles gesagt! Nur noch nicht von allen. (Karl Valentin)
Re: Adoption von Kindern aus islamischen Ländern [Re: Siri] #83986
22/02/2008 16:36
22/02/2008 16:36
Joined: Feb 2006
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Marrakech / Marokko
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Hicham Aarif Offline
Moderator
Hicham Aarif  Offline
Moderator
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Joined: Feb 2006
Beiträge: 239
Marrakech / Marokko
Hallo,

Nur Mal Allgemeine Infos.
Es gibt zwei Schweizerische Organisationen die das mit Marokko machen.
Leider auch bis die jetzige Regierung kam, dann haben die Alles und bis auf weiteres Bolikiert: und nur fuer Marrakech.
Also, seit Mitte 08. 2007 Tut sich nix mit Adoption und oder Kafala!
Grund Hier Fuer: es gibt viele Marokanner die selber Adoptieren wollen. - um Islam - war weniger die Rede!

Viele Grusse aus Marrakech
Hicham

Re: Adoption von Kindern aus islamischen Ländern [Re: Hicham Aarif] #97359
09/10/2009 18:03
09/10/2009 18:03
Joined: Aug 2009
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Norddeutschland
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MalikaM Offline
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MalikaM  Offline
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Beiträge: 18
Norddeutschland
Liebe Forumsmitglieder, liebe Siri, lieber Hicham,

es geht noch was. Zu lesen auf meiner Homepage kafala mit einem aktuellen Zeitungsartikel (unter anderem) zum Thema Kafala und Adoption von Kindern aus islamischen Ländern.

viele Grüße,
Malika M

Re: Adoption von Kindern aus islamischen Ländern [Re: MalikaM] #97401
10/10/2009 22:41
10/10/2009 22:41
Joined: Jul 2003
Beiträge: 798
Bremen
Siri Offline OP
Mitglied
Siri  Offline OP
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Joined: Jul 2003
Beiträge: 798
Bremen
Liebe Malika,

ich hatte den Artikel bereits im September im Weser-Kurier gelesen und mich für euch gefreut.

Alles Gute auf eurem weiteren Weg zu einer "richtigen" Adoption.

Liebe Grüße
Siri


Es ist schon alles gesagt! Nur noch nicht von allen. (Karl Valentin)
Re: Adoption von Kindern aus islamischen Ländern [Re: Siri] #100089
24/12/2009 15:14
24/12/2009 15:14
Joined: Aug 2009
Beiträge: 18
Norddeutschland
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MalikaM Offline
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MalikaM  Offline
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Joined: Aug 2009
Beiträge: 18
Norddeutschland
Liebe Siri, liebe Forumsmitglieder,

an dieser Stelle Euch allen frohe und erholsame Festtage und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Malika M


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