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Marokko: Folter als Mittel der Unterdrückung

Posted By: marocmineral

Marokko: Folter als Mittel der Unterdrückung - 21/05/2015 18:10

Bericht von Amnesty International vom 19.05.2015

https://www.amnesty.de/2015/5/19/marokko-folter-als-mittel-der-unterdrueckung

Tolles Land, nette Leute. Trotzdem stimmt das sehr nachdenklich.

Piet
Posted By: twikezora

Re: Marokko: Folter als Mittel der Unterdrückung - 21/05/2015 21:55

Tolles Land, tolle Leute. Auf jeden Fall an der Oberfläche.
Doch wenn man hier lebt sieht man leider auch andere Dinge, die man besser nicht sehen möchte...doch auch das gehört dazu wenn man mit offenen Augen in anderen Kulturen und Gesellschaften wohnt.

Marokko ist nicht Europa, das müssen sich alle klar machen, die hier wohnen bzw. das Land besuchen.

Trotzdem, der Bericht lässt einem eine Gänsehaut geben...

Ich hoffe, dass die heutige Technologie wie Internet etc. ihren positiven Beitrag leisten kann, dass solche "Misshandlungen" auch weiterhin in der Öffentlichkeit verbreitet werden können und hoffentlich viele daran Anteil nehmen.

Zora
Posted By: JasminH

Re: Marokko: Folter als Mittel der Unterdrückung - 21/05/2015 23:32

Antwort auf:
Doch wenn man hier lebt sieht man leider auch andere Dinge, die man besser nicht sehen möchte...doch auch das gehört dazu wenn man mit offenen Augen in anderen Kulturen und Gesellschaften wohnt.


Was hat das mit (hier die marokkanische) Kultur zu tun? Vielmehr handelt es sich doch um ein staatlich-politisches Problem, oder nicht?

Antwort auf:
Marokko ist nicht Europa, das müssen sich alle klar machen, die hier wohnen bzw. das Land besuchen.


Ohne Frage ist der Bericht von amnesty international schockierend und ernst zunehmen. Dass diese Problem in Marokko zum Teil besteht, wird wahrscheinlich auch fast jeder Marokkaner nicht abstreiten. Dennoch ist es viel zu kurz gegriffen, wenn man das Phänomen auf bestimmte Erdteile beschränkt, und außerhalb Europas verortet ("Marokko ist nicht Europa") .

Auch im Westen ist Folter und grausame oder erniedrigende Behandlungen Realität und es handelt sich um ein weltweites Problem und als solches sollte es auch thematisiert und nicht auf andere Länder und Kulturen begrenzt werden.

Folter in Europa


Die Lage sei in keinem europäischen Land zufriedenstellend, fasste der CPT-Mediziner Jean-Pierre Restellini die Ergebnisse zusammen: "Auch in zivilisierten Ländern Westeuropas gibt es Missstände."

Auch der Sammelthread in diesem Forum über Polizeigewalt zeigt exemplarisch, dass "Folter und unmenschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe" zur europäischen und auch deutschen Realität gehört,die man leider nur nicht sehen will:

http://www.forum.marokko.net/ubbthreads.php?ubb=showflat&Number=157375#Post157375
Posted By: twikezora

Re: Marokko: Folter als Mittel der Unterdrückung - 21/05/2015 23:50

Hallo Jasmin,

schon lange nicht mehr voneinander gehört (Superuser???). Zumindest hast du dich hier im Forum seit längerem im Hintergrund gehalten.
Ich formuliere meinen Text gerne um, auch wenn ich glaube, dass die Mehrheit der Leser den Inhalt verstanden hat.

Nach meiner persönlichen Erfahrung in Marokko stelle ich fest dass in Bezug auf die hiesigen Sicherheitskräfte die Situation nicht immer mit Deutschland verglichen werden kann. Es mag Ausnahmen in Deutschland geben, welche aber sehr wahrscheinlich in der Quantität nicht an Marokko heranreichen. Nichts desto trotz ist Marokko in Bezug auf Vorgehensweisen in der Vergangenheit einen großen Schritt weiter und viele Dinge werden "durchsichtiger".

Marokkanische Kultur: Auch wenn es sich um ein "staatliches-politisches Problem" nach deiner Auffassung handelt, kann die Reaktion bzw. das Verhalten der Bevölkerung durchaus der marokkanischen Kultur zugeordet werden.

"Marokko ist nicht Europa". Sehe es einfach als allgemeinen Satz an, welcher sich nicht nur auf die Unterschiede zwischen Sicherheitskräften Europa - Marokko bezieht. Wenn es sich für dich besser anfühlt, dann lass mich einfach Europa durch Deutschland ersetzen.

Und ja, bitte vergiss nicht, viele Deutsche, welche in Marokko leben, unter anderem auch ich, leben hier nicht weil wir es müssen sondern weil wir es wollen und weil wir Marokko als ein großartiges Land sehen. Nichtsdestotrotz müssen aber auch wir hier Ansässigen nicht alles durch die rosarote Wolke sehen. Wir sind übrigens auch fähig Kritik an Deutschland auszuüben:-)Und bestimmt gibt es auch einen Amnesty International Bericht über Deutschland...den kannst du ja dann auch gerne hier posten:-)

Sonnige Grüße in den Norden und immer schön "cool" bleiben.

Zora
Posted By: JasminH

Re: Marokko: Folter als Mittel der Unterdrückung - 22/05/2015 00:02

Antwort auf:
Marokkanische Kultur: Auch wenn es sich um ein "staatliches-politisches Problem" nach deiner Auffassung handelt, kann die Reaktion bzw. das Verhalten der Bevölkerung durchaus der marokkanischen Kultur zugeordet werden.


Und genau diesen Punkt sehe ich anders: Folter und unmenschliche Behandlung sind in meinen Augen keineswegs in der marokkanischen Kultur angesiedelt! Das ist eine kurzsichtige, kulturalistische Erklärung und zeugt von einer äußerst simplifizierenden Perspektive. Es geht hier schließlich um Folter und Gewalt durch Personen im öffentlichen Dienst und nicht um die marokkanische Zivilbevölkerung.

Oder sieht man auch Gewalt und Unterdrückung durch öffentliche Organe in Deutschland als ein kulturelles Problem der deutschen Bevölkerung an?

Ganz uncoole Grüße,
Jasmin
Posted By: twikezora

Re: Marokko: Folter als Mittel der Unterdrückung - 22/05/2015 00:20

Jasmin, es geht darum wie die marokkanische Zivilbevölkerung auf Folter etc. reagiert...du siehst doch z.B. wie die Bevölkerung in Deutschland aktuell auf den Bundespolizisten reagiert, der den Marokkaner verprügelt hat.
Und wie meinst du, dass die marokkanische Bevölkerung auf den Amnesty International Bericht reagieren würde?
Was wird wohl die marokkanische Presse hierzu sagen...?

Oh, hatte ich dir coole Grüße gesendet? Es war eher damit gemeint, dass du die Konversation hier etwas "lockerer" nehmen solltest, ist schliesslich ein Austausch und kein "Feind"forum unter "Anonymen":-)

Zora
Posted By: JasminH

Re: Marokko: Folter als Mittel der Unterdrückung - 22/05/2015 00:38


Liebe twikezora, bitte nicht wieder die persönliche Ebene in`s Spiel bringen. Ich habe komplett sachlich auf den Inhalt geantwortet, keine Ahnung was ich jetzt mit diesem Satz anfangen sollte:
Antwort auf:
Es war eher damit gemeint, dass du die Konversation hier etwas "lockerer" nehmen solltest, ist schliesslich ein Austausch und kein "Feind"forum unter "Anonymen":-)



Also bitte am Thema bleiben und sachlich diskutieren:

Ich denke, dass die marokkanische Bevölkerung mit dem Bericht gut umgehen kann. Wenn dann gibt es von staatlicher und politischer Seite her Probleme. Falls sich die Bevölkerung nicht dazu äußert, dann genau aus diesen Gründen, aber nicht weil ihre Kultur so ist! Im vertrauten Kreise sprechen Marokkaner sehr offen und ehrlich über gewisse Themen und ich hab schon viele Diskussionen und Gespräche mit Marokkanern darüber miterleben dürfen.
Posted By: twikezora

Re: Marokko: Folter als Mittel der Unterdrückung - 22/05/2015 00:59

Hallo Jasmin,

wir nähern uns der Sache:-).

Ja, natürlich reden die Marokkaner über alles. Was früher nur hinter vorgehaltener Hand getuschelt wurde, kann man sich mittlerweile im Cafe erzählen.

Aber es fehlt mir das Aufstehen, das ein Risiko auf sich nehmen um etwas zu verändern. Natürlich hat dieses Verhalten auch mit der aktuellen Politik bzw. noch mehr mit der vergangenen Politik zu tun.

Es geht aber auch um ganz banale Dinge. Das eigene Haus ist blitzblank, auch der Müll vor der eigenen Tür wird jeden Morgen aufgesammelt und es wird gefegt etc. Aber viele haben kein Problem damit, ihren eigenen Müll woanders auf der Strasse zu lassen...sprich, mir fehlt es am Gemeinschaftssinn...sich auch für "Unbekannte" einsetzen, oder öffentliche Plätze sauberhalten, Verhalten im Strassenverkehr anderer gegenüber...
ICh weiß, diese "Probleme" kommen auch in Deutschland vor...aber leider nicht vergleichbar mit hier.
Das ganz man jetzt auch wieder auf Bildung etc. schieben...oder aber auch auf Kultur, wobei hier natürlich wieder die Historie betrachtet werden muss. Natürlich hat man früher auf sich und die Familie bwz. Stamm etc. geachtet...ich wünsche mir einfach in dieser Hinsicht eine baldige Entwicklung.
Für mich hat Religion auch was mit sich um andere kümmern zu tun, und nicht nur mit ich schaue auf mich und meine Familie...das ist ein Widerspruch den ich hier alltägliche erlebe...und viele sind trotzdem stolz Muslim zu sein. Ich finde es wichtig seinen Glauben zu leben und nicht nur in der Theorie zu bleiben. So, jetzt bin ich etwas abgeschweift. Tut mir leid.

Zora
Posted By: JasminH

Re: Marokko: Folter als Mittel der Unterdrückung - 22/05/2015 21:55

Hallo,

ich denke leider nicht, dass wir uns wirklich der Sache nähern. Ich kann leider Argumentation und Schlussfolgerung nicht ganz nachvollziehen.

In dem Thread geht es um Folter und darum, dass Menschen gefoltert werden weil sie eben "aufwiegeln" und weil man damit Meinungen unterdrücken versuchen würde. Und nun der Rat, dass die Menschen mehr aufwiegeln sollten.?

Und anstatt dass man das Problem als ganzes betrachtet, bringt man so ziemlich alle Misstände eines Landes ganz einfach mit der "Kultur" der Menschen dort in Verbindung, die für jede Misere verantwortlich sei. Folter durch Regierung - kulturelles Problem, Müll auf den Straßen - kulturelles Problem.

Man sieht nicht die staatliche Organisation als das Problem und dass der Müll auf den Straßen landet, weil das Entsorgungssystem nicht überall gleich gut ist, sondern die "Kultur" ist halt einfach so. Und dass in marokkanischen Städten unterschiedliche "saubere Stadtviertel" zu finden sind und einige Gebiete mehr und andere kaum mit "Müllproblemen" zu kämpfen haben, erklärt man sich dann sicher auch mit Kultur,und dass auch bei europäische Städten, wie zB Napoli der Grund für richtige Müllberge und überall Abfall an den Straßen zu sehen ist, hat dann auch mit der süditalienischen Kultur zu tun oder wie? Oder nicht eher doch damit, dass die Versorgungslage im Süden Italiens eine andere ist als im Norden?
Und dass nach dem bayrischen Oktoberfest und die an Wochenenden nachts zugemüllten deutschen Städte nach langen Nächten wieder vorzufinden sind wie am Tage zuvor, ist natürlich auch der deutschen Kultur zu verdanken und nicht den Kommunalbetrieben?

Sorry, aber diese ewig gleichen Semantiken über Kultur (oft auch gern Religion) die man immer und immer wieder hört, finde ich ermüdend.

Denn es geht nicht darum, zu behaupten, in Marokko wäre alles nur super toll wie im Reisekatalog. Das behauptet kein Marokkaner und auch niemand der mehr als mal auf Urlaub in Marokko war.

Öffentlich Werden von bestimmten Problemen wie der Bericht von a.i. sind durchaus zu begrüßen, aber solche Diskussion entlang der Kategorie Kultur zu führen wird der Sache und den Leuten einfach nicht gerecht.

Meine Meinung dazu.. Man könnte ja auch mal versuchen eine andere Sichtweise auszuprobieren und nicht alles immer durch die selbe Brille zu sehen...

Grüße, Jasmin


Posted By: marocmineral

Re: Marokko: Folter als Mittel der Unterdrückung - 23/05/2015 12:03

Hallo,

Folter und Mord sind keine Sache der Kultur.
Man sehe nur den a. i. Bericht über Israel und andere "zivilisierte Länder".
Die Problematik gibt es überall. Auch bei uns. Man siehe nur Deutschland und das Dirty Reich bis 1945.
Die Menschen sind grundsätzlich überall friedlich und wollen in Ruhe leben.
Schuldig sind nur Regierungen, Diktatoren und andere machtbesessene Gruppierungen wie auch Konzerne usw. In Wirklichkeit geht es nur um Macht und Geld. Um dies zu bekommen ,ist den obengenannten jedes Mittel recht.
Lösung des Problems: Wird es meiner Meinung nach nie wirklich geben.

Piet
Posted By: JasminH

Re: Marokko: Folter als Mittel der Unterdrückung - 23/05/2015 23:35

Antwort auf:
Folter und Mord sind keine Sache der Kultur.
Man sehe nur den a. i. Bericht über Israel und andere "zivilisierte Länder".
Die Problematik gibt es überall. Auch bei uns. Man siehe nur Deutschland und das Dirty Reich bis 1945.
Die Menschen sind grundsätzlich überall friedlich und wollen in Ruhe leben.
Schuldig sind nur Regierungen, Diktatoren und andere machtbesessene Gruppierungen wie auch Konzerne usw.


Ganz dieser Meinung - so ist es und nicht anders!
Posted By: twikezora

Re: Marokko: Folter als Mittel der Unterdrückung - 24/05/2015 01:59

Einen schönen guten Abend,

gerade nach Hause gekommen und sehe, dass sich in diesem Beitrag einiges getan hat.

Gerne wiederhole ich nochmal den Ausgangssatz, welche für einige wohl der Anlass war, hier etwas weiter auszuholen...
"Doch wenn man hier lebt sieht man leider auch andere Dinge, die man besser nicht sehen möchte...doch auch das gehört dazu wenn man mit offenen Augen in anderen Kulturen und Gesellschaften wohnt."

Ich erkenne leider immer noch nicht, warum man in anderen Ländern, sprich in anderen Kulturen und Gesellschaften nicht mit offenen Augen rumlaufen sollte...

Hallo Jasmin, hatte ich mich tatsächlich nur auf die Kultur bezogen? Man könnte es meinen, wenn man deine Aussage liest:
"Und anstatt dass man das Problem als ganzes betrachtet, bringt man so ziemlich alle Misstände eines Landes ganz einfach mit der "Kultur" der Menschen dort in Verbindung, die für jede Misere verantwortlich sei. Folter durch Regierung - kulturelles Problem, Müll auf den Straßen - kulturelles Problem."

Grüße
Zora
Posted By: feverdo

Re: Marokko: Folter als Mittel der Unterdrückung - 24/05/2015 22:36

Es ist schon etwas merkwürdig aber in manchen Ländern wird das.so gehandhabt smirk ..leider.
Posted By: twikezora

Re: Marokko: Folter als Mittel der Unterdrückung - 25/05/2015 13:05

Äh, mal ganz kurz, mir fehlt das Kommentar der ehemaligen Moderatorin und aktuellen SuperUserin Jasmin, welche in den Morgenstunden versucht hat einen Vergleich zu einem fettigem Sahnetropfen etc. aufzustellen. Ich glaube es ist nicht in Ihrem Sinne Ihre Wortwahl zu löschen, oder?

Vielen Dank für eine Erklärung, welcher Moderator hierfür zuständig war. Aus meiner Sicht war es ein notwendiges Eingreifen, ich frage mich aber, warum nur der SuperUser hierdurch "entlastet" wurde. In anderen Threads sind doch noch mehr Kommentare in dieser Art vorhanden.

Ich gehe davon aus das der SuperUser diese Fähigkeit des Löschens nicht mehr hat, ansonsten wäre es ja ein Leichtes hier im Forum "Radau" zu veranstalten und sich dann einfach wieder zu entfernen.

Ich hoffe sehr, dass aus der Konversation diverse Personen gemerkt haben, dass es auf die Wortwahl drauf ankommt, wie man seine Meinung äußert.


Vielen Dank vorab

Zora
Posted By: JasminH

Re: Marokko: Folter als Mittel der Unterdrückung - 25/05/2015 14:02

Hallo,

was verbreitest du hier bitte? Aus diesem Thread wurde gar nix gelöscht!!!

Seid ich dir hier in diesem Thread (nochmal: sachlich)geantwortet habe (nachlesen kann ja jeder), postest du hier quer im Forum Beiträge in denen du mich erwähnst.

Rein gar nichts wurde gelöscht! Aus einem anderen Thread wurde ein Teil ins Offt Topic verschoben, nachdem trotz mehrmaliger Bitte am Thema zu bleiben, völlig am Thema vorbei geredet wurde. Und du hast dort nach dem verschieben sogar noch gepostet! An dem off Topic Geschreibsel war ich übrigens weder hier noch dort beteiligt, du tust es allerdings schon wieder und unterstellst jetzt auch noch, es wäre (von mir!) irgendwas gelöscht!

Ich habe es nun schon mehrmals gesagt: mich interessieren diese persönlichen Auseinandersetzungen nicht und ich lasse mich von dir nicht schon wieder in einen privaten Streit verwickeln , weil du meine Meinung nicht verträgst in einer Diskussion. Jeder kann hier nachlesen was ich zu welchen Themen gepostet hab. Also was soll dieses Bashing und deine falschen Behauptungen?

Posted By: whatshername61

Re: Marokko: Folter als Mittel der Unterdrückung - 25/05/2015 14:08



Hallo Twiky,

Original geschrieben von: twikezora
Ich gehe davon aus das der SuperUser diese Fähigkeit des Löschens nicht mehr hat, ansonsten wäre es ja ein Leichtes hier im Forum "Radau" zu veranstalten und sich dann einfach wieder zu entfernen.


Das nenne ich mal eine gelungene Verleumnung. Da gab es schon Prozesse in diesem Forum.

Als Tipp für dich:

Vor einiger Zeit wurde hier mal ein Moderator "entfernt", der genau das gemacht hat, was du oben beschreibst und der noch ein paar kleinere Spielereien mehr auf Lager hatte als das. Vielleicht kennst du den einen oder anderen "älteren" User persönlich und kannst den mal befragen. Eventuell ist die Staatsanwaltschaft in Bonn auch gewillt, dir Auskunft zu geben. Die wissen darüber auch Bescheid.

smile <-- für dein beginnendes Interesse an diesem Forum und weil ich es mir geborgt hatte.

frown <-- Das dafür, dass du hier bösartige Gerüchte verbreitest.
Posted By: twikezora

Re: Marokko: Folter als Mittel der Unterdrückung - 25/05/2015 14:30

Hallo Jasmin,

in der Tat wurde deine Antwort der frühen Morgenstunden von einem Nachbarthread verschoben. Es ist richtig, dass ich diese Anmerkung im anderen Thread hätte schreiben sollen, das "Ändern" eines Beitrags ist leider(?) nicht unbegrenzt zeitlich möglich.

Nochmals, mein Ausgangssatz an dem du dich leider aufgehängt hattest:
"Doch wenn man hier lebt sieht man leider auch andere Dinge, die man besser nicht sehen möchte...doch auch das gehört dazu wenn man mit offenen Augen in anderen Kulturen und Gesellschaften wohnt."

P.S: Ich finde es sehr schade, dass es erneut heute morgen nicht gelungen ist, sich "normal" auseinanderzusetzen. Ich finde es aber auch wichtig, dass diese "Ausrutscher" nicht einfach unter den Tisch gekehrt werden.

P.P.S: Weisst du denn, welcher Moderator Beiträge ins Off-Topic verschiebt? Was ich an für sich nicht schlecht finde, nur wird sich halt leider die "Forumsqualität" nicht ändern, wenn dann einfach nur "Ausrutscher" weggeschoben werden anstatt vielleicht kommentiert zu werden.
Angenommen, es würde Forumsregeln hier geben, dann wäre es ein leichtes für einen Moderator neutral dazwischen zu gehen.

Zora
Posted By: whatshername61

Re: Marokko: Folter als Mittel der Unterdrückung - 25/05/2015 15:04


@Zora,

Original geschrieben von: twiky

Angenommen, es würde Forumsregeln hier geben, dann wäre es ein leichtes für einen Moderator neutral dazwischen zu gehen.

Zora

Es gibt Regeln in diesem Forum. Oben rechts unter FAQ ganz einfach zu finden. Du hast sie mit deiner Anmeldung hier akzeptiert.


Original geschrieben von: twiky
Es ist richtig, dass ich diese Anmerkung im anderen Thread hätte schreiben sollen, das "Ändern" eines Beitrags ist leider(?) nicht unbegrenzt zeitlich möglich.

Du hast mit deinem Eintritt in das Forum die FAQ akzeptiert und damit kennst du sie. Das sind ganz normale vertragliche Grundsätze, die man akzeptiert oder den Vertag nicht eingeht. Sollte dir als Geschäftsfrau eigentlich bekannt sein.

klick


Original geschrieben von: FAQ
Sollten dem Administrator oder einem Moderator Beiträge vorbeschriebener Natur auffallen, können diese ohne Rückmeldung an den Verfasser und ohne Kommentar aus dem System entfernt bzw. durch den Administrator oder Moderator korrigiert werden.


Es hat ein Moderator verschoben und auch das akzeptierst du nicht. Heißt neutral für dich, dir Recht zu geben?


Katrin
Posted By: JasminH

Re: Marokko: Folter als Mittel der Unterdrückung - 25/05/2015 15:06

Silvia,

es wurde nicht "meine Antwort" aus einem ANDEREN Thread verschoben, sondern das Off Topic, nachdem DU trotz mehrmaligen Aufforderungen, dies zu unterlassen, damit weitergemacht hast!

Und ich habe mich nicht an einen Satz aufgehängt, sondern tat eine andere Sichtweise kund. Das Argument mit der Kultur hast du danach sogar nochmal selber aufgegriffen und begründet. Eine kontroverse Diskussion - so weit so gut - dafür sind Foren da (zumindest meinerseits, denn persönlich wurdest du ja von der ersten Antwort an).

Ich habe hier in diesem Thread ganz normal auf einen Beitrag geantwortet. Seither jagst du durchs Forum und schreibst in drei unterschiedlichen Threads über mich und versuchst mich in persönliche Streitgespräche zu verwickeln.

Ich habe dir etliche male nun mitgeteilt, dass ich daran nicht interessiert bin! Anscheinend bist du jedoch total auf eine persönliche Auseinandersetzung versteift und lässt nicht davon ab, mich in mehreren Beiträgen zu verfolgen.

Jeder kann hier nachlesen, dass ich ganz normal auf einen Beitrag geantwortet habe und du seither nicht mehr davon ablässt, mich in irgendwelche persönlichen Zankerein zu manövrieren.
Nochmal, ein aller letztes mal: Entweder du diskutierst mit mir zum Inhalt oder ich werde darauf nicht mehr reagieren! Wobei mir mittlerweile schon eine inhaltliche Diskussion gehörig vergangen ist.
Weshalb es wohl besser ist, dir gar nicht mehr zu antworten und sämtliche Angriffe einfach ins Leere laufen zu lassen. Falls du dennoch damit weiter machen solltest, persönliche Angriffe zu starten in etlichen Threads und falsche Behauptungen aufzustellen, werde ich selbstverständlich von meinem Recht Gebrauch machen, dies zu melden.

Deine restlichen Anliegen und Fragen, rund um Forumsaufgaben, -administration, -moderation etc. kannst du dann bitte direkt an die Forumsleitung stellen!
Posted By: twikezora

Re: Marokko: Folter als Mittel der Unterdrückung - 25/05/2015 19:54

Hallo Jasmin,

es ist interessant wie unterschiedlich Sichtweisen sein können.
Ich würde sagen, dass diese "Diskussion" leider noch angeheizt wurde durch "Trittbrettfahrer".

Ich glaube, das Problem lag an dem Wort "Kultur", wo ich nach deiner Antwort drauf eingegangen bin.

Aber schau doch mal wo unsere Konversation geendet hat und welche "Anschuldigungen" hier gefallen sind. Ich schreibe dir, du sollst "cool" bleiben, das ist ein ganz normales Wort. Schade, dass du denkst, dass dir immer gleich jemand was böses will und dann dementsprechend antwortest.

"Zu deiner Info: Ich bin damals nach schon länger vorausgegangen Überlegungen und aus mehreren Gründen zurückgetreten, du hast dabei höchstens die Rolle eines fett triefenden Sahnehäubchens an der Spitze gehabt, das mir einmal mehr bewusst machte, dass ich meine wertvolle Lebenszeit nicht verplempern möchte mit manch empfindlichen und beleidigten Personen, die dann noch glaubten, mir meine Meinung verbieten zu können. Dass ich mich in den letzten Monaten zurückgehalten habe hatte mehrere Gründe (ja, ich hab auch ein Leben). Und ja ein Stück weit war es mir tatsächlich einfach mal vorübergehend übelst vergangen (aber wie gesagt, du warst nur das Fetthäubchen)."

Übrigens finde ich seltsam, dass unter anderem nur Beiträge mit deinen Kommentaren in das Off Topic verschoben werden.

Es wäre schön wenn das Forum ohne Beleidigungen etc. auskommen könnte. Es gibt ja anscheinend diesen einen Forumsclown, die meißten hier im Forum, auch ich sehen diesen relativ lässig und übergehen ihn einfach. Doch dieser Forumsclown hat leider die Gelegenheit genützt, die Diskussion mit dir hochzuschaukeln. Und als ehemalige Moderatorin finde ich deine Äußerungen gegen Schluss hin mehr als fraglich.

P.S: Ich glaube nicht, dass ernsthaft irgendjemand an Streitgesprächen interessiert ist. Ich könnte das hier auch alles ignorieren, aber es würde nicht weiterhelfen. Viele Forumsmitglieder ignorieren, manche lachen...einiges ist auch wirklich amüsant, aber manchmal muss man einfach mal nicht lockerlassen. Immer nur wegschauen und weghören ist nicht immer eine Lösung.

Zora
Posted By: JasminH

Re: Marokko: Folter als Mittel der Unterdrückung - 25/05/2015 20:29

Silvia,

ich wollte dir ja gar nicht mehr antworten, aber da du nicht müde wirst mit deinen falschen Behauptungen und Darstellungen, hier eine allerletzte Reaktion auf dich.

1. Nein, die Diskussion wurde nicht aufgeschaukelt von einem Dritten. Ich habe stets nur auf deine Beiträge geantwortet. Es schaut aber danach aus, dass DU dich aufschaukeln lässt (von dir nicht genehmen Reaktionen) und Dinge total vermischt.

2. Diese, von dir nun mehrmals zitierte Aussage von mir, erfolgte natürliche nicht auf dein "immer schön cool bleiben" oder was auch immer, sondern auf deine persönlichen Anspielungen und unterschwelligen "Drohungen". So aus dem Kontext gerissene, in ganz anderen Threads wieder zitierte Passagen versteht man natürlich nicht (was natürlich deine Intention dahinter ist).

3. sind nicht nur meine Beiträge ins Off Topic verschoben worden, sondern vordergründig DEINE, nachdem du mich immer wieder in DEINE Off Topics hineingezogen hast.

Unter dem Link zu den Off-Topics kann man beides nachlesen - welche Beiträge verschoben wurden und auf was sich meine, von dir nun immer wieder zitierte, Antwort bezog:
http://www.forum.marokko.net/ubbthreads.php?ubb=showflat&Number=157443#Post157443

Du verdrehst hier ganz bewusst Sachverhalte und machst falsche Unterstellungen. Gut, dass alles nachzulesen ist. Ich glaube auch nicht, dass irgendjemanden deine Streitgespräche interessieren. Da ich weiß, dass du stets das letzte Wort haben musst, belasse ich es jetzt wirklich auch bei diesem Beitrag und werde auch weitere falsche Behauptungen, Unterstellungen und "Drohungen" von dir endgültig ignorieren. Ich halte es hier wie bei Trollen - einfach nicht füttern!

Schönen Abend noch!
Posted By: twikezora

Re: Marokko: Folter als Mittel der Unterdrückung - 25/05/2015 20:49

Hallo Jasmin,

keine Sorge, die Beiträge dieser dritten Person nimmt hier im Forum keiner so richtig ernst.

Es ist einfach nur schwer verständlich, warum du dich in etwas nichtvorhanden reinreiten lässt. Schade, dass du hierbei einfach keine gute Art zu Antworten gefunden hast.
Und ja, ich habe deine Nachricht von heute morgen gepostet, weil ich bestimmte Begrifflichkeiten nachwievor nicht in Ordnung finde und diese auch gegen die Forumsregeln verstößen.

Ich bin mir sicher, dass es hier keine falsche Darstellungen von mir gab. Warum auch? Es sind Antworten auf deine Antworten und in diesen Antworten bin ich mehrmals drauf eingegangen, dass du wahrscheinlich einen Satz missverstanden hast.

Natürlich finde ich es gut, dass die Beiträge erhalten bleiben. Dafür werden sie ja geschrieben.

Meiner Meinung gehst du als ehemalige Forumsmoderatorin und aktuelle SuperUserin sehr unprofessionel ans Debatieren. Keiner droht dir! Ich habe gerade mal ein paar alte Diskussionen durchgelesen, anscheinen gab es Leute die dich bedroht haben...das tut mir leid. Aber es hatte wahrscheinlich damit zu tun, dass damals Moderator und Privatperson in einem vorhanden waren und einige damit nicht klargekommen sind.

Es werden keine Sachverhalte verdreht, ich antworte dir lediglich auf deine Anworten, welche du in einer Art und Weise von dir gibst, dass ein Nichtantworten schwer macht.

Gerne können wir hier zu einem Abschluss kommen, was du als Streitgespräch siehst. Schade, dass du es als so eines bezeichnest, ich würde es eher als Gespräch zur Verbesserung zukünftiger Diskussionen sehen.

In diesem Sinne, dir alles Gute
Zora




Posted By: whatshername61

Re: Marokko: Folter als Mittel der Unterdrückung - 25/05/2015 21:38



Antwort auf:
keine Sorge, die Beiträge dieser dritten Person nimmt hier im Forum keiner so richtig ernst.


Auszug aus den FAQs

"Wir üben für den kompletten Bereich unserer Homepage das Hausrecht aus."

Bisher wurden deine Beiträge in die Off Topics verschoben. Da nimmt dich wohl jemand nicht so ernst :)))

Noch ne Frage: Bezahlst du Werbegebühren bei marokko.com oder sind die so kulant und lassen deine Promotion for free laufen?

Original geschrieben von: FAQ
Das Nennen von Produktnamen oder Websites ist nur dann zulässig, wenn damit nicht vorrangig der Zweck der Werbung verfolgt wird.


Posted By: twikezora

Re: Marokko: Folter als Mittel der Unterdrückung - 27/05/2015 21:50

Piet,

nochmals danke für den wichtigen Bericht, den du hier ins Forum gestellt hast.

Er hat nicht nur eine anregende Diskussion hier im Forum veranlasst, sondern regt auch zum Nachdenken an.

Marokko hat sich von einem Entwicklungsland zum Schwellenland hochgearbeitet und ist weiterhin auf einem guten Wege. Und wie wir auch manchmal in Deutschland feststellen, ist auch dort nicht immer alles rosig.

Ich begrüße sehr die Möglichkeiten, welche sich auch durch Social Media ergeben. Viele Marokkaner zeigen sich sehr offen in der Diskussion und ich bin überzeugt, dass zwar nicht von heute auf morgen vieles besser wird aber die Tendenz ist vorhanden.

Als Tourist oder in Marokko wohnhaft sollte man sich über einige "Missstände" vorab klar sein, dann kann man sich darauf einstellen und einige Sachen können dann auch in einem anderen Blickwinkel gesehen werden.

"Folter" sieht man jetzt eher nicht alltäglich auf den marokkanischen Straßen, sondern eher viel Müll, "ungeschicktes" Verhalten im Straßenverkehr, etc.

Ich bekomme relativ häufig Besuch aus Deutschland und manchmal erschrecke ich mich selber, wie sehr einem Dinge nicht mehr auffallen, was Marokkoneulinge natürlich zuerst erwähnen.

Grüße und dir hoffentlich bald wieder einen schönen Marokkoaufenthalt

Zora
Posted By: JasminH

Re: Marokko: Folter als Mittel der Unterdrückung - 27/05/2015 21:59

Hallo,


Antwort auf:
"Folter" sieht man jetzt eher nicht alltäglich auf den marokkanischen Straßen, sondern eher viel Müll, "ungeschicktes" Verhalten im Straßenverkehr, etc.


und welcher Zusammenhang besteht jetzt zwischen beidem, sodass man von Folter auf "Müll" kommt?

Gruß,
Jasmin
Posted By: whatshername61

Re: Marokko: Folter als Mittel der Unterdrückung - 27/05/2015 22:09


Original geschrieben von: twiky
Re: Marokko: Folter als Mittel der Unterdrückung [Re: whatshername61

Piet,
???



ich würde sagen, wenn ich in ein anderes Land fahre, muss ich einfach mit anderen Gegebenheiten rechnen.

Najib hatte vor einiger Zeit ein Bild zum Müll vor seiner Haustür rein gesetzt. Klick

Hier ein Bild von Müll am Strand


Quelle: http://www.greenaction.de/album/muell-in-der-natur

Bringe ich jetzt was durcheinander? Najib, wohnst du nicht in Chaouen und Das soziale Netzwerk gegen Nazis ist aus Deutschland?



Posted By: whatshername61

Re: Marokko: Folter als Mittel der Unterdrückung - 27/05/2015 22:12


Original geschrieben von: Superuser
und welcher Zusammenhang besteht jetzt zwischen beidem, sodass man von Folter auf "Müll" kommt?


FOLTER IST MÜLL !!!

wie einiges anderes auch laugh
Posted By: twikezora

Re: Marokko: Folter als Mittel der Unterdrückung - 28/05/2015 23:21

Hallo zusammen,

da in diesem Thread die Forumsregeln erwähnt wurde anbei ein Hinweis:

Wer gerne mal einen Blick in die Forenregeln werfen möchte...sie stehen übrigens unten links direkt unter dem Impressum.
Bei Anmeldung zu diesem Forum stimmt man diesen Regeln zu.

Ich hatte diese Regeln zuerst in der FAQ gesucht, nachdem ein Forumsmiglied mich darauf aufmerksam gemacht hat.
"Es gibt Regeln in diesem Forum. Oben rechts unter FAQ ganz einfach zu finden."

Grüße
Zora
Posted By: whatshername61

Twikys persönliche Einweisung in die Forum Tools - 29/05/2015 03:44



@twiky

Original geschrieben von: twiky
Ich hatte diese Regeln zuerst in der FAQ gesucht, nachdem ein Forumsmiglied mich darauf aufmerksam gemacht hat.
"Es gibt Regeln in diesem Forum. Oben rechts unter FAQ ganz einfach zu finden."


Das Froumsmitglied war ich. klick

Und was heißt hier "Ich hatte diese Regeln zuerst in der FAQ gesucht". Wenn du sie dort nicht findest, hier für dich noch einmal deine persönliche Einweisung:

FAQ: klick
Mail an die Moderatoren und Nutzungsbedingungen: klick

Falls du eine Mail an die Moderatoren senden möchtest, dich als solches mit einer Initiativbewerbung bewerben möchtest oder dich über einen User oder Superuser beschweren möchtest, kannst du dann in diesen Nutzungsbedingungen auf "Mail an die Moderatoren des Marokkoforums" gehen. Da öffnet sich dann Outlook. Ich hoffe, du kannst mit Outlook besser umgehen als mit den Tools dieses Forums.

Und ja, man stimmt den Forenregeln bei seiner Anmeldung zu. Auch darauf hatte ich dich hingewiesen (erster Klick). Oder gehst du davon aus, dass es in einem deutsch-marokkanischen Forum keine Regeln gibt? Hat dir dein ominöser Kontakt, der dir ab und zu mal per PM einen Link in andere Threads gibt, diesen Link nicht geben können?
Desweiteren weisen dich die FAQ auch auf die wichtigsten Tools in diesem Forum hin, so dass du dich mit den Tools des Forums zurechtfindest. Einfacher geht es nicht mehr. Man muss nur noch lesen UND verstehen.

Du kannst die Nutzungsbedingungen des Marokko-Forums weiterhin unten links unter Foren Regeln finden: klick

Ich denke, du bis eine der wenigen Ausnahmen dieses Forums, die sich weder über die Bedingungen noch über die Regeln in einem Forum erkundigt, sich mit diesen einverstanden erklärt und am Ende so tut, als wären die irgendwo weit tief versteckt. Das lässt wieder mal tief blicken.


wieder mal über deine Naivität oder Frechheit kopfschüttelnd

Katrin





Posted By: twikezora

Re: Twikys persönliche Einweisung in die Forum Tools - 29/05/2015 15:32

Hallo Karin,

kurz auch zu deiner Info:
Das Forum wird, wie heute durch den Forumssuperuser bekannt gegeben wurde, bereits sein einem Jahr nicht mehr moderiert. Somit ist es zwar nett von dir Forumsmitglieder auf die theoretische Möglichkeit eines Mailverkehrs mit den Moderatoren via Outlook hinzuweisen:

"Falls du eine Mail an die Moderatoren senden möchtest"

aber in der Praxis wegen Nichtvorhandensein eines Moderators nicht möglich.

Zora

P.S: In der Tat wird hier auf der Forumsseite 3!!! Mal auf die Forumsregeln bzw. Nutzungsbedingungen und noch zusätzlich bei der Anmeldung hingewiesen.
Posted By: whatshername61

Re: Marokko: Folter als Mittel der Unterdrückung - 29/05/2015 21:26



Hallo Ora,


Original geschrieben von: twiky
Das Forum wird, wie heute durch den Forumssuperuser bekannt gegeben wurde, bereits sein einem Jahr nicht mehr moderiert.



Original geschrieben von: Jasmin, Superuser
Foren ohne Moderation sind doch nichts ungewöhnliches. Dieses Insistieren auf einen Moderator kann ich selber nicht nachvollziehen. Die Forumsleitung wird schon seine Gründe haben warum, was, wie ist. Damit wird man sich wohl oder übel abfinden müssen. Nur mal so am Rande, damit sich hier niemand falsche Hoffnungen macht und womöglich noch falsche Gerüchte und Spekulationen entstehen ;))


Man kann aus allem herausträumen, was man will.

Es gab schon mal andere Moderatoren, die ihre eigene Auffassung von Moderation hatten.

Klick

"daß man es in Kauf nehmen müsse, von Moderatoren des Forums beleidigende e-mails zu bekommen bzw. der Datenschutz selbstverständlich nicht beachtet, sondern regelmässig gebrochen würde - hauptsächlich jedoch dann, wenn eine Meinung einem Moderator (bzw. einem Freunderl vom Freunderl vom Moderator) nicht passen würde...
"

Ich hoffe nur, das dein ominöser Link-Zuschicker das auch schon gelesen und verstanden hat.

Allgemeinwissen:

Es gibt gravierende Unterschiede bei Verfahren, die nach §170 StPO und Verfahren nach §153 StPO eingestellt wurden.

Katrin




Ergänzung: Vor einiger Zeit erhielt ich E-Mails von einem User, der Moderatoren und andere User bei mir verunglimpfte. Wenn notwendig, werde ich sie weiterleiten.




Posted By: twikezora

Re: Marokko: Folter als Mittel der Unterdrückung - 29/05/2015 22:05

Hallo Katrin,

"Es gab schon mal andere Moderatoren, die ihre eigene Auffassung von Moderation hatten."

Es hat noch nie geholfen, den Kopf in den Sand zu stecken bzw. sich auf die Vergangenheit zu beziehen.

Nun heißt es nach vorne schauen:-).

Zora
Posted By: whatshername61

Re: Marokko: Folter als Mittel der Unterdrückung - 29/05/2015 22:19


Weißt du, du hättest dir den Link durchlesen sollen. Das hätte dein Verständnis für das Forum verbessert und für deine jetzige Stellung im Forum für dich besser erklärt.

Dass du das Forum jetzt zumüllst, wird dich nicht im Geringsten deinem Ziel, Mod zu werden, näher bringen.

Solche hatten wir schon viele hier. Die kamen und gingen.
Posted By: twikezora

Re: Marokko: Folter als Mittel der Unterdrückung - 29/05/2015 22:24

Hallo Karin,

mein Vorschlag lautet pro Forumsrubrik 1 - 2 Moderatoren. Sehr wahrscheinlich würde dieser Job nicht vergütet werden, und somit sollte diese Freiwilligenarbeit weder zuviel Zeit kosten, noch sollte man hierbei seine vielleicht anfangs positive Energie verbrauchen.

Was wäre dein Vorschlag zur Verbesserung des Forums? (ausser das Forum in-und auswendig zu können?). Muss das Forum denn überhaupt deiner Meinung nach verbessert werden? Ausser, dass du dir vielleicht wünscht, dass manche Personen nicht so behaarlich sind:-)und schneller diverse Links hier ausfindig machen? (Den PM Link scheinst du wieder vergessen zu haben).

Wobei deine Kenntnisse über das Forum bereits eine wichtige Voraussetzung sein könnten für einen Moderator einer bestimmen Forumsrubrik. Des Weiteren scheinst du auch Zeit mitzubringen.Interesse?

Zora
Posted By: whatshername61

Re: Marokko: Folter als Mittel der Unterdrückung - 29/05/2015 22:38


Hallo Ora,

Antwort auf:
(Den PM Link scheinst du wieder vergessen zu haben).


Was meinst du damit oder kannst du mi deinem Curser nicht auf das Klick klicken? Darum heißt es auch "Klick".

PM's wirst du von mir nicht bekommen.
Posted By: Uschen

Re: Marokko: Folter als Mittel der Unterdrückung - 30/05/2015 23:13

Bevor ich schlafen gehe,wollte ich nur sagen, dass das Wort Kultur, das im Mittelpunkt stand, und zu recht von jasmin kritisiert wurde, bei vielen Menschen westlicher Sozialisation inzwischen für Rasse steht und somit meistens einen verdeckten und eleganten Rassismus ausdrückt,als wenn man offen sagen würde, " es ist halt eine andere Rasse"!
Nicht nur die afrikanischen Staaten, auch die deutsche Regierung hatte das Foltern von deutschen Menschen nicht nur hingenommen, sondern sie unterstützte aktiv die amerikanischen Foltermethoden, weil die Amerikaner immer noch in Deutschland ein gewichtiges Wort mitzureden haben, das steht sogar im letzten Folterbericht der Amerikaner! Ausgerechnet, die staaten,die als moralische Instanzen in der Weltpolitik auftretten, haben mehr Leichen im Keller als ein Land wie Marokko oder Burkinafasso ! Aber darüber wird höchstens eine Minute berichtet und dann verschwiegen!
Als deutscher würde ich bei solchen Themen immer behutsam an die Sache heran gehen,denn , und jetzt komme ich zum Wort kultur zurück, das Foltern und die Unterdrückung des politischen Gegners war ein Bestandteil der preußischen Sozialision (kultur) und diese Sozialisation führte zur Militarisierung der deutschen Bevölkerung unter der preußischen Herrschaft und sie war später sogar fördernd für die nationalsozialisTische Ideologie, und all dies ist in Dokumente belegt, und deshalb war die Umerziehung und Entnazifizierung der ganzen deutschen Bevölkerung nach dem zweiten Weltkrieg eine Notwendigkeit !
Das Foltern, die Unterdrückung und die Erniedrigung anderer Menschen war in Deutschland NUR vor 60 Jahren Normalität im Alltag !
Gute Nacht!
Posted By: 21merlina

Re: Marokko: Folter als Mittel der Unterdrückung - 31/05/2015 12:34

Original geschrieben von: Afulki
Bevor ich schlafen gehe,wollte ich nur sagen, dass das Wort Kultur, das im Mittelpunkt stand, und zu recht von jasmin kritisiert wurde, bei vielen Menschen westlicher Sozialisation inzwischen für Rasse steht und somit meistens einen verdeckten und eleganten Rassismus ausdrückt,als wenn man offen sagen würde, " es ist halt eine andere Rasse"!
Nicht nur die afrikanischen Staaten, auch die deutsche Regierung hatte das Foltern von deutschen Menschen nicht nur hingenommen, sondern sie unterstützte aktiv die amerikanischen Foltermethoden, weil die Amerikaner immer noch in Deutschland ein gewichtiges Wort mitzureden haben, das steht sogar im letzten Folterbericht der Amerikaner! Ausgerechnet, die staaten,die als moralische Instanzen in der Weltpolitik auftretten, haben mehr Leichen im Keller als ein Land wie Marokko oder Burkinafasso ! Aber darüber wird höchstens eine Minute berichtet und dann verschwiegen!
Als deutscher würde ich bei solchen Themen immer behutsam an die Sache heran gehen,denn , und jetzt komme ich zum Wort kultur zurück, das Foltern und die Unterdrückung des politischen Gegners war ein Bestandteil der preußischen Sozialision (kultur) und diese Sozialisation führte zur Militarisierung der deutschen Bevölkerung unter der preußischen Herrschaft und sie war später sogar fördernd für die nationalsozialisTische Ideologie, und all dies ist in Dokumente belegt, und deshalb war die Umerziehung und Entnazifizierung der ganzen deutschen Bevölkerung nach dem zweiten Weltkrieg eine Notwendigkeit !
Das Foltern, die Unterdrückung und die Erniedrigung anderer Menschen war in Deutschland NUR vor 60 Jahren Normalität im Alltag !
Gute Nacht!

Genau so ist es!
Posted By: JasminH

Re: Marokko: Folter als Mittel der Unterdrückung - 31/05/2015 13:10

Hallo Afulki,

danke für deinen Beitrag, der die Dinge beim Namen nennt.

In der Tat handelt es sich hierbei um neo- bzw. kulturrassistische Argumentationen. Ich habe es mir ja mittlerweile ein wenig abgewöhnt, dies so offen zu benennen, da die Menschen meist extrem allergisch darauf reagieren und oft wie wild um sich schlagen. Das geht hin bis zur Verfolgung aufgrund anderer Sichtweisen.

Und hängt damit zusammen, dass man Rassismus auf den NS beschränkt und glaubt, all dies hinter sich gelassen zu haben.
Nach 1945 wurde ja der Begriff der "Rasse" erfolgreich kritisiert, statt biologistischen bedient man sich seitdem kulurrassistischen Argumentationen. Mittels Kultur wird eine homogene Gruppe so wie "Rasse" konstruiert, die dann nicht nur abgewertet wird, sondern zugleich als Spiegelbild dient, um sich das eigene Ich zu konstruieren, das ohne das "Andere" nicht weiß, wer es ist.

Auf das Andere wird dabei all das eigene Negative projiziert, während man sich selbst als die Spitze der Menschheit imaginiert!

Schöne Grüße,
Jasmin
Posted By: Najib

Re: Marokko: Folter als Mittel der Unterdrückung - 31/05/2015 13:48

hallo

Antwort auf:
Das Foltern, die Unterdrückung und die Erniedrigung anderer Menschen war in Deutschland NUR vor 60 Jahren Normalität im Alltag !
Gute Nacht!


Aber die Müllabfuhr hat funktioniert, das wollen wir nicht vergessen.

Gruß
Najib
Posted By: Summach

Re: Marokko: Folter als Mittel der Unterdrückung - 31/05/2015 21:55

Hallo Najib,

anlässlich der Anschläge auf Charly Hebdo bin ich unzählige Male von Zudringlichen gefragt worden: "und? Spürst Du nicht etwas, wenn Du jetzt in Frankreich bist? Hat das keine Folgen für Dich in den Strassen von Paris?!" - Eine lüsterne, lauernde Frage und mit der Hoffnung ausgesprochen, es möge einen das Schicksal nun endlich dafür bestrafen, was kein normaler Mensch mehr auszusprechen wagt, aber trotzdem denkt und nur in diesem Forum hier auch schreibt:

Endlich kann man das, was man selbst schon die ganze Zeit dumpf fühlt projizieren auf ein anderes Volk, von dem man annimmt, es müsste nun mir das Leben doch endlich so schwer machen, wie man selbst immer gehofft hat, dass es wäre. Dass man geschnitten wird, schräg angesehen, angepöbelt gar, ausgegrenzt und unter Beschimpfungen geduckt durch die Strassen hasten muss, weil ein paar arme Irre einen Anschlag auf ein Karikaturenhefterl gemacht haben, die zufällig denselben Glauben haben wie der Mensch, den man geheiratet hat.

Nein, habe ich geantwortet, ich spüre überhaupt keine Ressentiments, keinen Haß, keine Vorbehalte wegen der Anschläge auf Charly Hebdo, sondern einem harten, ungeschminkten Deutschenhaß bevor man überhaupt den Mund aufgemacht hat bekommt man ihn hingerotzt. Und wenn ich es recht bedenke, dann war ich neuerdings immer sehr erleichtert, dass ich meine Visitenkarte für vorbildliches antirassistisches Denken, Fühlen und Leben ja immer mit mir führe, einem Mann der so nordafrikanisch aussieht, dass nie auch nur der Hauch eines Verdachtes aufkommt, ich könnte Vorurteile irgendwelcher Art haben: weder vom Alter, noch vom Bauchumfang, noch von der Statur, noch der Hautfarbe, noch der Abstammung - und damit ein ganz kleines bisschen mein Deutschsein entschärfen kann.

Bei dieser Auskunft klappen regelmässig die Kiefer einmal runter und dann wieder rauf und dann ist endlich mal Schluss mit dem Erklärenmüssen, dann wird Fersengeld gegeben so schnell man kann das Weite gesucht: bloß jetzt keine Diskussion über den Weltkrieg, die Toten und die Schuld.

Und dann gehe ich um die Ecke auf das grosse Rathaus im Zentrum von Paris zu und stehe dann vor 8 x 5 Metern hohen Plakaten, Vierfarbdruck und Untertiteln in französisch, in englisch und in deutsch und es schauen einen die hohlen Augen der Auschwitz-Rückkehrer zum Jahrestag der Befreiung an, gut drei Kilometer lichte Plakatlänge vor einem Publikum von täglich Hundertausenden aus aller Welt. Und wenn man sich mit Grausen abwenden möchte, in Wirklichkeit aber kleben bleibt und nur trippelnd weitergeht, um ja nichts zu verpassen, hat die Plakatwand zum Shoa-Zentrum geführt, wo dichte Reihen von Maschinengewehren schussbereit im Anschlag starren und man ist mitten in einer Ausstellung von Kriegsberichterstattern der roten Armee - den nächsten Helden, die mir an diesem Tag begegnet sind - und sie zeigen alles:

Rot, in Farbe, gellende Schreie von Müttern, lange Reihen von Kindern und Babies und daneben grinsend marschierende Wehrmachtsoldaten im O-Ton, wo es doch angeblich gar keine Beweise gibt, die rote Armee sie aber massenweise und unte Lebensgefahr hergestellt hat, jeder kann es sehen und vor allem HÖREN: super, denke ich, ich kotze gleich und wie komme ich hier nur wieder raus. Ich bleibe fünf Stunden bis der letzte Zug nach München abgefahren ist und torkele schliesslich wie von Vorschlaghämmern bearbeitet durch die laue Pariser Nacht.

Und nein, das sieht man nicht in Deutschland, das kennt man nicht, das geht gar nicht zu zeigen, schon gar nicht in Farbe und nicht inmitten der schönsten Städte, die wir haben: aber in Frankreich, da ist es gegenwärtig, so dicht und so wenig Möglichkeiten zum Ausweichen wie die nachstehenden Titel, die ich vor einer Woche an nur einer Wand eines Pariser Kioskschaufenstern aushängen gesehen und gekauft habe. Und wer glaubt, da wäre irgendwas vergessen: das ist NICHTS vergessen, alles ist gegenwärtig.

Le Monde Titel: 1945 UN MONDE ÉLCATÉ SORT DE LA GUERRE
Das Titelbild ist ein Riesenhakenkreuz das von vier Fäusten zerbrochen wird, die die Flaggen von Amerika, England, Russland und Frankreich auf den Uniformaufschlägen an den Ärmeln tragen.

Das hängt hundertfach im Schaufenster und ist auch grafisch ein Meisterwerk der Agitation, man möchte kein Deutscher sein, wenn man dem gegenüber steht und ich stehe lange dort. Der Titel daneben:

L'EXPRESS: La Résistance
Das Titelbild zeigt einen Menschen mit einem wunderbaren Gesicht, einem edlen Gesicht, einem Helden - Jean Moulin, der aus einer "famille de notables républicains du Midi" stammt (was für eine schöne Herkunftsbezeichnung: "famille de notables du Midi"!). Im Inneren wimmelt es von Bildern und Berichten, die nur vom bloßen Drüberlesen Entsetzen und Grauen verbreiten . Ein Plakat, kaum zu übertreffen in seiner Eindeutigkeit gleich auf den ersten Seiten:

French Resistance helps throttle the boche

Louvat, R. French Resistance helps throttle the Boche.. UNT Digital Library. http://digital.library.unt.edu/ark:/67531/metadc471/. Accessed May 31, 2015.

Auch dieser Titel befindet sich zigfach hintereinandergefächert im Schaufenster. Der dritte Titel:

Courrier international: 1945 ANNEE ZÉRO
Das Titelbild zeigt eine junge Frau in einem schweren russischen Armeemantel, die offensichtlich direkt aus dem Wald kommt, im Hintergrund sind Bäume und Schnee zu sehen, eine Partisanin, eine Jüdin, die in den Wäldern gelebt hat und an ihrer Hand ein Mädchen, beide mit den entschlossensten Gesichtern, die man sich vorstellen kann, beide haben nicht nur Ermordete gesehen, sie haben selbst getötet, die junge Frau ist eine Schönheit, sie wollte nicht am Rande eines Graben stehen und einen Genickschuss abwarten. Sie blickt direkt in die Kamera und geht entschlossen auf den Fotografen zu.

Die vierte Ausgabe ist ein deutscher Titel:

ZEIT Geschichte: 1945, Auschwitz, Berlin, Hiroshima, Die Welt zwischen Krieg und Frieden
Drinnen alles, was Rang und Namen hat und ein grinsender abgemagerter Göring. "Welt zwischen Krieg und Frieden": welcher Idiot hat sich diesen Untertitel geleistet? "Welt zwischen Krieg und Frieden?" er hätte heissen müssen: "Welt in Schutt und Asche gelegt".

Da weiß man wo man ist.

Thomas Mann sprach diesen Zusammenhang sehr deutlich aus und sagte im November 1941 in einer seiner berühmten, über die BBC
an die Deutschen gerichteten Reden:

„Das Unaussprechliche, das in Russland, das mit den Polen und Juden geschehen ist und geschieht, wisst ihr, wollt es aber lieber nicht wissen aus berechtigtem Grauen vor dem ebenfalls unaussprechlichen, dem ins riesenhafte gewachsenen Hass, der eines Tages, wenn eure Volks-und Maschinenkraft erlahmt, über euren Köpfen zusammenschlagen muss.

Eure Führer, die euch zu all diesen Schandtaten verführt haben, sagen euch: Nun habt ihr sie begangen, nun seid ihr unauflöslich an uns gekettet, nun müsst ihr durchhalten bis aufs Letzte, sonst kommt die Hölle über euch.“

Tatsächlich hielten die allermeisten Deutschen still und kämpften bis zum bitteren Ende. Sie hatten die frevelhaften Angebote ihrer Volksführer angenommen: Sie hatten Vorteile aus der Enteignung der Juden gezogen, sie hatten die Deportationen gesehen, manches gehört und flüchteten dann in den ihnen angebotenen Ausweg: Ihr dürft das alles nicht wissen, vergesst
es schnell! Folglich konnten sie hinterher weder sich noch anderen erklären,
was sie getan, mitgemacht, gefördert und zugelassen hatten, und sie behaupteten dann aus tiefer Überzeugung, wie zum Beispiel meine Eltern:

Das haben wir nicht gewusst*.

Aus: Götz Aly, Volk ohne Mitte - wunderbar auf den Punkt gebrachtes Buch, das sich nicht scheut Namen, Anschriften, Beträge und Vermögen zu nennen: da zittert Deutschland, wenn Aly ein neues Buch herausbringt und zwar die Notabelsten der Notabeln.

Kein Marokkaner soll sich auch nur einen Deut wegbewegen von seiner Herkunft, seiner "famille de notables" aus Agadir, aus Fez, aus Marrakesch oder den Bergen des Rif und sich nicht beirren lassen von frechen Boches, twickezoras, die so verwirrt sind, dass sie nicht mehr auseinanderhalten können, ob sie nun angezogen sind von diesen grossen, mächtigen, reichen Deutschen und sich an sie ranschmeissen sollen oder abgestossen, Boches mit Namen Friedrich marokkanisches Mineral, die meinen, sie könnten vor ihrer eigenen Vergangenheit davonrennen indem sie andere Völker erziehen: zu was, frage ich.

Zu was?
Posted By: Summach

Re: Marokko: Folter als Mittel der Unterdrückung - 31/05/2015 22:00

Und unterstehe sich jetzt EINER und schreibt hier drunter:

"Ja, aber die Franzosen haben auch ganz schön Dreck am Stecken".

Josi
Posted By: marocmineral

Re: Marokko: Folter als Mittel der Unterdrückung - 01/06/2015 07:49

Summach,


leider hast du nichts verstanden. Worum geht es denn in diesem Thread?
Nicht um Vergangenheitsbewältigung der Deutschen oder Umgang der Franzosen mit der deutschen Geschichte.
An unserer Vergangenheit haben wir genug zu knabbern, und das ist auch gut so.
Unsere Geschichte sollte nicht vergessen oder verharmlost werden.

Aber hier ist das Marokko-Forum und es geht hier um Marokko und um ein ganz aktuelles Thema, was die
Jetzt-Zeit betrifft.
Oder meinst du. Amnesty-International schreibt Mumpitz?
Das unsere eigene Regierung davon weiß und aus finanziellen Interessen schweigt, ist ein Skandal.

Letztendlich dreht sich die Diskussion um einen Zustand in Marokko und nicht über Frankreich und die Nazis.

So ist dein Beitrag fehl am Platze. Warum am Schluß solch eine Unverschämtheit und Frechheit gegenüber bestimmten Leuten aus dem Forum?

Meinst du, wir wohnen und leben, reisen nach Marokko, weil wir Land und Leute nicht ab können? Das Gegenteil ist der Fall.
Das heißt aber nicht, das man nicht über bestimmte untragbare Zustände reden soll und darf.
Ich hoffe, du hast das verstanden.

Ist es verkehrt, über Mißstände zu schreiben, damit mehr Menschen davon Kenntnis erhalten?

Interessanter wäre es für uns, deine Meinung zum eigentlichen Thema zu hören.

Piet

Posted By: Summach

Re: Marokko: Folter als Mittel der Unterdrückung - 01/06/2015 08:30

Lieber Marocmineral,

gerade wollte ich mal nachschauen, was Twikezora irgendwann einmal in diesem Forum zu einem Whichser geschrieben hatte, weiß aber nicht mehr was, es hatte etwas mit dem Forenklima zu tun und der JETZTZEIT in Marokko und jetzt bist Du doch noch da, es ist ja nie so, dass jemand wie Du irgendein Problem damit hat, sich für immer zu verabschieden und zwei Minuten später wieder da zu sein: weißt Du noch wo das stand mit dem Whichser und den Zusammenhang zu den Zuständen in Marokko? Ich weiß es ist offtopic hier im thread, kann es aber nicht mehr finden und würde den link doch gerne ins Forum-zum-Forum zum Verbessern des Forenklimas posten. Das finde ich jetzt whichtiger, sorry.

Und was meintest Du jetzt mit Deinem Posting?

Ich verstehe es nicht.

Liebe Grüsse

Josi
Posted By: marocmineral

Re: Marokko: Folter als Mittel der Unterdrückung - 01/06/2015 09:25

Josi,

noch,mal. damit du verstehst.

Dein Posting gehört nicht zum Thema.(Marokko: Folter als Mittel der Unterdrückung)

Niemand möchte, wie von dir geschrieben, hier irgendwen erziehen, schon garnicht einen Staat, oder?
Es geht um Öffentlichmachung und nichts anderes, egal ob Marokko, Deutschland, Frankreich u. a.
Hier betrifft es aber nunmal Marokko.

Zum Thema Behördenwichser. Ich halte nichts davon, diesen alten Kram hochkommen zu lassen.
Wenn aber jemand so etwas in seinem Reisebericht schreibt, zeugt das nicht unbedingt von gutem Stil, aber derjenige hat das so empfunden.
Kein Grund, sich daran hochzuziehen und eine wochenlange Hetzkampagne gegen den Autor zu organisieren.

Nur soviel: Behördenwichser gibt es in Deutschland und in Marokko, eigentlich überall. Meine Erlebnisse mit Behörden in Marokko zu schildern, wäre auch nichts unbedingt schmeichelhaft. Andererseits wird das von den meisten überaus freundlichen Behördlingen wieder wettgemacht.
Nur wer in Marokko mal in den Behördenwahnsinn geraten ist, weiß, wovon die Rede ist.
Jeder ohne dies Erfahrung sollte sich vielleicht ein bißchen zurückhalten, was bei diesem Thema eben nicht geschehen ist.

Damit sollte das Thema doch wirklich erledigt sein, oder?

Wie wärs, wenn du uns mal deine Meinung zum eigentlichen Thema schreibst?

Gruß

Piet
Posted By: Summach

Re: Marokko: Folter als Mittel der Unterdrückung - 01/06/2015 09:28

Ich möchte meinen kleinen Exkurs fortsetzen, warum Deutsche nur sehr begrenzt dazu taugen, andere Nationen Mores zu lehren und Afulkis Hinweis wunderbar war, denn er zeugt exakt von dem Gefühl für den eigenen Wert, auch und inbesondere mit Blick auf die Vergangenheit, die mich mein Leben lang neidisch machen werden, nicht in Marokko geboren worden zu sein.

Ich habe es schon einmal hier geschrieben: keiner von uns kennt das Procedere beim Jüngsten Gericht, niemand weiß, ob der liebe Gott die Zeit und die Muße hat, jeden einzelnen Krauter und Kleingeist auf die Waage zu legen und für zu leicht zu befinden oder ob er es sich nicht lieber einfacher macht und jeweils eine Rasse, eine Kultur, eine Nation oder einen Kontinent auf die Waage legt. Ich vermute mal, er nimmt die genetisch am meisten übereinstimmende Schnittmenge, haut sie mit einem grossen Batzen in die Schüssel, legt die Gewichte auf die andere Seite, wischt noch ein paar Mischlinge wieder vom Schüsselrand, die nichts dafür können, dass sie dorthin geraten sind und tut noch ein paar obendrauf als Dreingabe aus dem menschlichen Abfall, der gemeinhin in jeder Nation herumliegt, die sich freiwillig in die Genmasse reinrechnen wollten ohne für die Kosten aufkommen zu wollen. Mit anderen Worten: die Nachvorneschauer.

Und wie glaubst Du geht das dann für uns als Deutsche aus, wie lautet der Urteilsspruch im Gegensatz zu Nordafrika an einer 3.000 km langen Küste der letzten 10.000 Jahre?

Zu leicht, also weg damit in den Orkus, den ersten - siebten Grad der Hölle, das machen die Ungeister und Teufel unter sich aus, die sich bekanntlich jetzt schon die Hände reiben?

Oder schwer genug, die dürfen kollektiv eintreten ins Himmelreich und Paradies, begleitet von Menschen, die tagein-tagaus nichts anderes gemacht haben, als ihr Leben brav zu führen, zu beten, sich an Sitten und Gebräuche zu halten, niemanden betrogen haben, nicht ehegebrochen und auch sonst ihre Nächsten geliebt haben wie sich selbst? Und man deshalb 2 - 3 Augen zudrücken kann bei den anderen, die es nicht so genau damit genommen haben?

Und ich gehe davon aus, dass der liebe Gott das nicht in 70-Jahresschritten machen möchte, sondern schon Zeit lässt für Umkehr, Sichbesinnen, für Sühne, Ausgleich und Gerechtigkeit und der 10.000 Jahresschritt deshalb so in etwa hinhaut. Und wie sieht es damit bei uns Deutschen aus, bei Dir, Deiner Familie und wie oft hast Du Dich gefragt, ob das, was Dir Dein Vater erzählt hat, plausibel sein kann? Es waren 18 Millionen jungen Männer, die im Krieg waren, da braucht man schon einen Rechenschieber, um einen einzigen Gerechten unter ihnen zu finden....mehr als 20 % einer Gesamtbevölkerung.

Und dann vergleichen wir jetzt mal Marokko und Deutschland, was da rauskommt: an Toten, an Gefolterten, an Massakrierten, auf Scheiterhaufen verbrannten, im 30-jährigen Krieg verbrannt, zerrissen, aufgehängt, gehäutet, gerädert und auf die Folter gespannt. Und schaut dann mit welcher Wucht der liebe Gott Felsbrocken heranschaffen muss, um sie in die Waagschale zu werfen, wenn er das selbstmitleidige, selbstgerechte deutsche Volk zu wiegen hat und auf der anderen Seite die Berberstämme aus Nordafrika aus den letzten 10.000 Jahren: was, wenn es sich so verhält und wer außer dem lieben Gott weiß das so genau?

Ja, ich verstehe gut, dass alle Deutschen kollektiv am liebsten immer nur "nach vorne schauen wollen" (Kandidaten, die das auch in diesem Forum propagieren, hatten wir immer wieder, es sind dieselben, die sich als hartnäckige Kritiker der marokkanischen Verhältnisse outen, um nicht zu sagen Rassisten).

Nun noch etwas aus der JETZTZEIT:

In der Süddeutschen Zeitung stand vor zwei Monaten über eine ganze Seite von einer Konferenz der südlichen Länder in Europa, die sich zu einer Südeuropa-Union zusammen schliessen wollen nach dem Muster von Nord- und Süd- bzw. Lateinamerika. Ein Lateineuropa, das aus den Ländern Spanien, Portugal, Südfrankreich, Italien und so weiter bestehen soll. Und wie lautet das dort gefasste Manifest in seinem Kern?

"Wir wollen nicht so werden wie Deutschland, wir wollen unsere südliche, unsere einzigartige, unsere lebenfrohe, lebensbejahende Lebenskunst nicht abschaffen lassen durch einen Austerizid und wir werden uns dagegen zur Wehr setzen",.

Das Deutsche der JETZTZEIT kommt aus den abrasierten Wurzeln der DAMALSZEIT und ist unvergessen in ganz Europa und nicht nur in Griechenland, wo plötzlich der Raubzug der Deutschen im zweiten Weltkrieg auch wieder ein Thema ist und die Zahlen einem die Haare zu Berge stehen lassen, was aus diesem Land alles seinerzeit ohne Ausgleich abtransportiert worden ist. Klar ist Nachvorneblicken da nur eine von vielen Möglichkeiten, sich nicht mit der Aussensicht auf Deutschland abeschäftigen zu müssen.

Ich kann das jedoch jeden Monat in Frankreich spüren, wie die Flut steigt und da kannst Du, Marocmineral, Dich gerne in Marokko im letzten Deutschenschlupfloch verkriechen wie Kusturicas "Underground" Weltkriegssoldaten: ein menschliches Wesen ist man deshalb noch lange nicht.

Josi

P.S.: nochmal die Leseempfehlung: Götz Aly, Volk ohne Mitte

"In die Jetztzeit

Aly will auf eine gesellschaftliche Disposition hinaus, die es in den meisten Ländern Europas vor 1933 gab, aber in Deutschland ihre entgrenzende Fassung schuf und zur Konsequenz trieb: die der Formbarkeit und Uniformierbarkeit, die der antifreiheitlichen Atmosphäre.

Und das meint für ihn mehr als nur spießige Enge, gemütliches, xenophobes Beieinanderhocken. „Volk ohne Mitte“ meint ein Deutschland – und er will dies durchaus ins Heutige begriffen wissen – , dessen Milieu der Mitte mehr raunt als meckert, als die Freiheit beherzt zu lieben weiß. Und zwar klassenübergreifend.
."

http://www.taz.de/!5013146/
Posted By: marocmineral

Re: Marokko: Folter als Mittel der Unterdrückung - 01/06/2015 09:34

Summach,

woraus schließt du, das ich mich verkrieche? Was faselst du da?

Tickst du noch ganz richtig?

Piet
Posted By: Summach

Re: Marokko: Folter als Mittel der Unterdrückung - 01/06/2015 09:48

Für Dich ganz persönlich:

Ich spreche Dir jede Berechtigung ab - und zwar Du als Marocmineral wie Du hier auftrittst im Forum als Deutscher - über andere Nationen herzuziehen, dass sie foltern, für wen sie foltern, was sie dafür bezahlt bekommen von uns, damit wir den Dreck nicht mehr selber machen müssen, wie die Abmachungen für das Foltern erpresst wurden mit Fischereirechten und Förderungen der Europäischen Union und ob Gelder der EU davon abhängig gemacht wurden, dass dafür in Marokko gefoltert wird für uns, die Sauberen, die Guten, die Nachvorneschauenden.

Weiter würde ich Dich für sehr viel glaubwürdiger halten, wenn Du vor der eigenen Türe denselben Eifer an den Tag legen und nicht dafür plädieren würdest, dass da der Schwamm drüber soll, aber die Excel-Listen für Marokko peinlich genau führst - obwohl Du ja ohnehin zu den Menschen gehörst, die schon fürs Nichtkehren des Gehweges eine klitzekleine Folter befürworten würden, nichts Nachhaltiges, nur so eine Lehrstunde in Reinlichkeit und Ordnung, die mit etwas Unterstützung durchaus nach dem Mod1, Mod2 und Mod3-Prinzip funktionieren würde, die Liste für die Verfehlungen wären durchnumeriert, es gäbe nur ein Anrufen und wer das Codewort nicht kennt, hat halt Pech gehabt.

Ich selbst habe - und es ist mir ein grausiger Gedanke noch immer - in Agadir neben der Polizei gewohnt und habe Menschen die ganze Nacht schreien gehört bis ich nicht mehr glauben konnte, dass ein Mensch dann noch eine Stimme haben kann. Und nein, es hat mich nicht froh gemacht, es hat mich krank gemacht und ich wünsche keinem Deutschen, dass er dort hineingerät, aus welchen Gründen auch immer. Denn ich kenne auch Staatsanwälte, die Pädophile dort reingesteckt haben und als nächsten Schritt dann in die Wüste in ein Männergefängnis, die schon seit 30 Jahren keine Frau mehr gesehen haben.

In jeder marokkanischen Familie wird das Abends beim Essen zum Besten gegeben.

Aber ich bin natürlich dagegen: gegen unsere Doppelmoral in Sachen Foltern in Marokko und sich selbst die Finger nicht schmutzig machen, gegen verrohte Menschen, die sich zum Folterknecht ausbilden lassen, gegen Folter an sich und überhaupt und wenn dann nur im Fall von - wie oben schon beschrieben, aber auch da natürlich schon deshalb nicht, weil es ja auch sein kann, dass man aus Versehen einen völlig unschuldigen Sextouristen ergriffen hat, der aus reinen Studiengründen sich in Marokko aufhält und nur zufällig auf einem Kind erwischt wurde, dem er eigentlich einen Stylo geben wollte, dafür aber das Geld nicht ausgereicht hat, das das Kind dabei hatte.

Aber auch da bin ich dagegen, so jemanden zu foltern.

Ich distanziere mich deshalb entschieden von JEDER Folter aus JEDEM Anlaß und in JEDEM Land.

Josi
Posted By: marocmineral

Re: Marokko: Folter als Mittel der Unterdrückung - 01/06/2015 10:12

Summach,

das nenne ich doch mal eine Stellungnahme. Warum nicht gleich so, anstatt am Thema vorbeizureden.

Finde ich toll, das du so über meine Person urteilst. Das zeigt, das du nichts verstanden hast und nicht richtig liest.
Aber gut, das du das alleinige Recht hast, anzuprangern und zu verurteilen.
Du kennst mich nicht persönlich und saugst dir irgendwelche Vermutungen aus den Fingern.
Das, was du anprangerst, lebst du damit in einem kleinen Rahmen selber aus.
Eigentlich bist du auf dem richtigen Weg, doch es hapert an Benehmen und Respekt.
Brauchst dich aber nicht wundern, wenns dafür einen verbalen Arschtritt gibt.

Ach so: Ist das Erstellen von sensiblen Themen nur bestimmten Personen vorbehalten?

Piet



Posted By: Summach

Re: Marokko: Folter als Mittel der Unterdrückung - 01/06/2015 13:22

Der Artikel in der Süddeutschen ist hier nachzulesen:

http://www.sueddeutsche.de/politik/europas-linke-der-traum-vom-neuen-sueden-1.2377279

Für Dich veröffentliche ich ihn nur, damit ein deutsch lesen könnender Marokkaner, der nicht aus seinem Land einfach ausreisen kann, besser beurteilen kann wer sich zu seinem Erziehungsberechtigten aufschwingen möchte: das gehört zur Aufklärung ebenso wie die Aufklärung über Folterungen in Marokko im Auftrag der EU und/Oder den USA oder ganz aus eigenem Spaß an der Freud.

Die Erziehungsberechtigtenposition ist nicht die eines allseits geachteten Vorarbeiters, den alle in Europa beneiden um seine Kraft und Ausdauer - ohne Fleiss kein Preis! - sondern die des Aussenseiters, den keiner leiden kann, der gerade einmal dafür taugt, die Schulden der anderen zu bezahlen, ihnen Geld zu leihen wie weiland andere Geldverleiher, die er selbst auch weniger gut leiden konnte und nun will es die Ironie des Schicksals, dass er sich in exakt dieser verhassten Rolle wiederfindet und noch nicht einmal Zuneigung für seine Milliarden an EUR bekommt, sondern Hohn und Spott.

Denn nichts anderes sind die "Lateineuropäischen" Manifeste, sie zielen auf Deutschland und nur auf Deutschland.

Keiner mag den Deutschen Austerizid-Fetischisten, niemand traut ihm und jeder ist sich inzwischen darüber im Klaren, dass er so keinesfalls leben möchte wie er und geniert sich auch nicht mehr, mit der einen Hand zu nehmen und mit der anderen die Leier zu spielen und zu trinken und zu tanzen mit dem Geld der anderen. Jedenfalls in den Ländern, die von Deutschen so gerne bereist werden ist man sich einig, dass man es den Deutschen zeigen müsse und sei es auch nur, wenn sie mal wieder für 4 Wochen der Pflicht, dem Hamsterrad und der Notdurft entkommen sind und sich nun als Zaungäste bei Demonstrationen wiederfinden, deren Ziel sie selbst sind bzw. ihr Land und ihre Kanzlerin.

Ein Marokkaner weiß das ja nicht unbedingt von seinem Platz vor den geschlossenen Toren der europäischen Burg, aber wenn schon Mittelmeerländer, dann nicht nur Lateineuropa, sondern auch Marokko: deshalb gehört es auch hierher, um diesen hochfahrenden Ton von "es tut sich was in Marokko, ist aber immer noch Lichtjahre von Deutschland entfernt" etwas herunterzudimmen:

"Kürzlich fand das "Erste Forum des Südens" in Barcelona statt. Ergebnis war ein "Manifest von Barcelona", in dem etwas schwärmerisch ein südlich inspirierter "New Deal für Europa" gefordert wurde, also eine Abkehr vom "Merkelismus". Damit ist das Prinzip gemeint, wonach die Staaten die Banken retten, damit diese die Wirtschaft retten, was sie nach Ansicht der Südeuropäer aber nicht tun."

Und weiter:

"In populären sozialen Netzwerken Spaniens wie menéame.net wird nun die Forderung lauter, es sei Aufgabe des Südens, die Systemfrage in der EU zu stellen. Der Blog ctxt.es, gegründet von krisenbedingt entlassenen spanischen Starjournalisten, spricht von einer "Rebellion an der südlichen Peripherie". In einem Editorial heißt es: "Die Misshandlung" von Ländern wie Griechenland, Zypern, Portugal oder Spanien habe einen "Bruch, fast die Zerstörung eines bewährten Verhandlungsmodells in Europa mit sich gebracht". Vor allem die Dialogfähigkeit des Nordens wird bezweifelt. Agamben schlug in einem von großen Zeitungen in Frankreich, Spanien und Italien veröffentlichten Manifest vor, ein "lateinisches Reich" solle sich deutscher Bevormundung in der Euro-Krise entgegenstellen."

Und weiter:

"Aus den konservativen Blättern des Hegemons im Norden schallte sogleich der Vorwurf zurück, Agamben sei ein deutschfeindlicher Anachronist, der aufwiegele und zurück zur Siesta wolle. Der Philosoph antwortete, das Ziel seiner Kritik sei nicht eigentlich Deutschland gewesen. Aber leider stehe Berlin nun mal für die Unfähigkeit, Europa über den rein wirtschaftlichen Standpunkt hinaus zu denken. Nun sei der Moment gekommen, "die menschlichen Handlungen jenseits dieser einzigen Dimension neu zu organisieren."

Dass es Menschen wie Twikezora, wie Marocmineral und all die anderen ausnützen, dass ein Marokkaner aus seinem Land heraus nicht sehen kann, wer ihn da glaubt nacherziehen zu müssen und gleichzeitig den Preis für die Nähe, die Menschlichkeit und die intakte Kultur damit glauben herunterhandeln zu können (Whichser, die sie sind), dafür sind diese Iniativen selbstbewusste Lehrstücke, mit denen man noch zu rechnen haben wird:

"Die Stärke der südlichen Kulturen liege darin, so Morin, den Wert des Lebens nicht nur quantitativ zu bemessen, wie es der angloamerikanische Kapitalismus tue, sondern es von seiner Qualität her zu definieren.

Als südliche Werte nennt er Empathie, Familiensinn, Zwischenmenschlichkeit, Ästhetik, Gastfreundschaft, Lebensbejahung vor Effizienz - alles Leistungen, die leider abseits des Tourismus schwer zu kapitalisieren seien, wie Morin selbst einräumt. Deshalb sei der Süden im Konkurrenzkampf der Märkte unterlegen. Morin glaubt aber fest, der Süden könnte dem Norden viel mehr geben, als man dort denke. Denn in Wahrheit sei nicht das Modell des Südens bankrott, sondern das des Nordens."


Dass hier irgendjemanden Folterungen von Marokkanern an Marokkanern auch nur am Rande interessieren würde, glaubt noch nichtmal der Threaderöffner - denn dann würde er ja als abgesicherter, großherziger Mitteleuropäer ja bei der nächsten Gelegenheit zur Polizeistation in Agadir gehen - dort wo ich die nächtlichen Schreie gehört habe - anklopfen und fragen, ob er sich die Zustnde dort einmal näher ansehen dürfe?

Nachdem er ja seine Botschaft und seinen Konsul und viele aufgeregte NGO's hinter und neben sich weiß, kann ihm ja nicht viel mehr passieren, als dass der zuständige Folterhauptmann ihm die Türe vor der Nase zuschlägt - im besten Fall hat er aber etwas getan für die Menschlichkeit.

Ich würde mich das nicht trauen, gebe ich ehrlich zu.

Josi
Posted By: marocmineral

Re: Marokko: Folter als Mittel der Unterdrückung - 01/06/2015 15:15

summach,


Antwort auf:
Dass hier irgendjemanden Folterungen von Marokkanern an Marokkanern auch nur am Rande interessieren würde, glaubt noch nichtmal der Threaderöffner


Ach ja, die Forenmitglieder interessiert das deiner Meinung nach nicht? Sind die alle zu blöd oder zu dumm oder haben keine Meinung, oder wie soll ich das verstehen?
Interessant. Hellseherin?

DU schreibst doch selber eben über dein Erlebnis in Agadir. Warum dürfen wir nicht über so etwas reden oder schreiben?

Was hat das Thema mit Kultur zu tun? Nix, nix und nochmal nix.
Ist aber weiter oben schonmal besprochen worden. Vielleicht mal durchlesen.

Wo ist hier ein böses oder diskrminierendes Wort über die Marokkaner und deren Kultur gefallen? Es geht doch um staatliche und behördliche Dinge, die in anderen Ländern genauso passieren.
Ich finde solche Dinge Oberscheisse. Man sollte drüber reden können. Ob man für sich eine Lösung finden kann, weiß ich nicht, das ist nicht in ein paar Tagen abgehandelt. Zumindest sich innerlich damit auseinandersetzen kann doch nicht falsch sein.

Mach dich hier nicht auch noch zum Affen. In deinem Kopf läuft momentan ein falscher Film ab. Schalte bitte mal zurück auf normal.


Piet






Posted By: whatshername61

Re: Marokko: Folter als Mittel der Unterdrückung - 01/06/2015 18:39


Hallo Josi,


willkommen zurück. Ich bezweifle, dass mm dich versteht. Es ist immer leichter mit Fingern auf andere zu zeigen, statt vor der eigenen Tür zu kehren.

Falls du die Wichsersache noch suchst: Klick Es ist der Link zur Pistenkuh.

Afulkis Beitrag fasst alles zusammen Klick

Ansonsten finde ich, dass dieser Thread zu den Interessantesten des Forums zählt, weil sich hier mal wieder die Charaktere entpuppen.

Solltest du (die Pistenkuh) etwas weiterlesen, wirst du dir sicher das Grinsen nicht verkneifen können. In einer Passage musste Pistenkuh, die/der zu Besuch bei einem marokkanischen "Freund" war, das Essen bezahlen grin
Wie schrieb ich gerade in einem anderen Thread? "Marokkaner haben ein sehr feines Gefühl für Heuchelei..."
Ergänzung: ...und Freundschaft ist für sie eine gegenseitige Sache."

LG
Katrin
Posted By: Shakir.

Re: Marokko: Folter als Mittel der Unterdrückung - 01/06/2015 21:48

Liebe Josi,

deine Beiträge gehen so sehr in die Tiefe und sind so herausfordernd - gerade zu diesem Thema, dass man sich nicht traut, etwas hierzu zu schreiben, weil man Angst hat, man würde die falschen Worte nutzen.

Ja dann - könnte ich ja auch meinen Mund halten und diesen Beitrag auch direkt löschen.

Nicht ganz.

Du hast mir schon mal geschrieben, dass ich bei diesem Thema nicht mitreden kann - hast mich dafür auch noch beglückwünscht. Das zeige ja nur, was für eine weiße Weste ich zu diesem Thema habe und wie eifersüchtig du ja eigentlich darauf bist. So sinngemäß plus von mir interpretiert.

Ich denke, dass es sehr wichtig ist, seine eigene deutsche böse Vergangenheit nicht zu vergessen bzw. sich ihr immer bewusst zu sein.

Aber womit ich immer ein Problem habe - deshalb kann ich mich auch nicht mit dem Christentum anfreunden - ist die Erbsünde.

Als ich im Durchschnitts-Deutschen noch nicht diesen Fremdenhass sah, haben sie mir leid getan, wenn man sie ständig mit der Vergangenheit ihrer Vorfahren konfrontiert hat. Ich habe ihnen auch zugestimmt, wenn sie sich über Nazi-Vorwürfe beschwert haben.

Ich weiß ehrlich gesagt nicht, wie lange nun Deutsche Buße tun müssen für eine Vergangenheit, die ihre Großeltern oder Urgroßeltern verbrochen haben. Vielleicht bin ich da immer noch der Naivling. Kann dieser Hass denn weitervererbt sein? Ist er denn nie wirklich verschwunden?

Das sind Fragen, welche ich auch heute nicht beantworten kann. Jedoch ist mein Gefühl seit Jahren leider ein anderes - sie tun mir nicht mehr leid. Ich schaue sie nur traurig an.

Ich fühle einen Hass auf meine Herkunft, den ich so nie gesehen habe. Der ist latent immer vorhanden. Und er war schon früher vorhanden als ich ihn überhaupt nicht wahrnahm.

Warum nicht wahrgenommen?

Vielleicht gab ich "uns" die Schuld, weil wir ja nur Gäste in einem fremden Land waren und die Gastgeber ruhig verwundert über unsere "andere Kultur" sein durften. Ich hatte also Verständnis dafür. Dieser "Verwunderung" bin ich schon während meiner ersten Kontaktphase mit Deutschen begegnet. Als ich als 6-jähriger mit Henna-Händen in den Kindergarten ging und ich erschrockene Blicke erntete, wusste ich, dass ich aus einer anderen Welt kam, ich also ein Fremder war.

Scheinbar war es aber keine Verwunderung - sondern Rassismus, was mir da entgegen wehte. Und damit meine ich jetzt nicht die Henna-Geschichte, sondern spätere Erfahrungen.

Heute kommt auch noch der Islam-Hass dazu, dass ich gar nicht so trennen kann.

Jedenfalls fällt es mir schwer, Katrin, Najib, Keela oder dich an die deutsche (eure?) Vergangenheit zu erinnern.

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Wo ich aber mitreden kann:

Twikezoras Attitüden und Herrschaftsansprüche über Marokko erschrecken mich sehr.

Ich nehme sie als Deutsche wahr, welche Marokko verändern will - ihr Tonfall, ihre Gedankengänge - und diese beängstigende Arroganz getreu dem Motto "Bringen wir den Afrikanern mal Zivilisation."

Wer ist sie, dass sie so mit den Marokkanern umgehen möchte?

Und da ist es völlig egal, ob ihre Vorfahren eine böse Vergangenheit haben oder nicht. Sie hat sich nicht in Marokkos Angelegenheiten einzumischen, solange ein Teil ihres Herzens nicht auch marokkanisch ist.

Ich fühle mich wahrscheinlich weitaus deutscher als sie sich marokkanisch fühlt und würde mir niemals diesen Ton erlauben. Ich motze nicht mal über hohe Steuern, weil ich weiß, dass damit öffentliche Güter finanziert werden.

Und wenn ich für eine Einheitskrankenkasse bin, dann sage ich das mit meinem deutschen Teil des Herzens, weil ich diesen Beitrags-Irrsinn nicht nachvollziehen kann.

Und wenn ich über das Jugendamt schimpfe, dann - weil sie herzlos sind und keiner Aufsicht unterstehen. Sie tun und lassen können, was sie wollen.

Über Polizisten, die in mir Schwarzkopf einen potentiellen Kriminellen sehen, würde ich niemals schimpfen.

Ich respektiere Deutschlands Gesetze mehr als Deutsche sie respektieren.

Aber vielleicht ist es eben das - dass der Durchschnitts-Deutsche keine Achtung kennt? Und deshalb so ist wie er ist - egal, um was es geht.

Ich weiß nicht, ob ich schreiben konnte, was ich gerne rüberbringen wollte. Ich bin müde und auch überfordert.
Posted By: Keela

Re: Marokko: Folter als Mittel der Unterdrückung - 02/06/2015 05:50

Antwort auf:
Aber vielleicht ist es eben das - dass der Durchschnitts-Deutsche keine Achtung kennt? Und deshalb so ist wie er ist - egal, um was es geht.

Shakir,
das ist für mich der Kern. Ich bin in meinem Alltag immer wieder entsetzt über diesen Mangel. Da wundert es mich nicht, dass dies auch im Ausland und auch hier "Anderem" gegenüber immer wieder (auch bei mir vielleicht immer noch manchmal) zu solch abwertendem Verhalten führt. Mit "Anderem" meine ich tatsächlich alles anders-als-man-selbst. Je "anders" desto weniger Achtung und Respekt.
Gruß Keela
Posted By: 21merlina

Re: Marokko: Folter als Mittel der Unterdrückung - 02/06/2015 07:34

Das erinnert mich gerade daran, dass meine Mutter mal auf der Fähre Tanger-Tarifa einem Deutschen den Marsch blasen wollte, der ein paar Reihen vor uns saß und lauthals verkündete, Marokko sei ja ganz schön, aber die "Marokesen" würden ihn nerven...
Ich hielt sie zurück, weil ich meinte, es sei zwecklos mit jemandem zu diskutieren, der nur 2 Gehirnzellen hat. Danach habe ich meine Feigheit bereut. Der nächste, der mir mit so einem Spruch über den Weg läuft, kann sich auf was gefasst machen.
Posted By: whatshername61

Re: Marokko: Folter als Mittel der Unterdrückung - 02/06/2015 17:53


Hallo Merlina,

eine sehr gute Freundin von mir hat mal eine Ein-Mann-Demo gemacht, weil eine "rechte Organisation" die Stadt für ein Wochenende überflutete. Ich hätte mich das in dem Moment so nicht getraut, habe allerdings aufgepasst, dass uns keiner von hinten angreift.
Anschließend hat sie sich bei mir dafür entschuldigt!!! Bei mir? Ich habe sie in diesem Moment bewundert.
Das nächste Mal werde ich mutiger sein.

Liebe Grüße in das hoffentlich sommerlichere (im Vergleich zu Deutschland) Spanien

Katrin

Ah ja, Shakir

Original geschrieben von: Shakir
Aber womit ich immer ein Problem habe - deshalb kann ich mich auch nicht mit dem Christentum anfreunden - ist die Erbsünde.


Ganz so abwegig ist das nicht. Es wird zwar nicht genetisch weitervererbt, aber es gab schon mal eine Untersuchung dazu. Ergebnis: Die Verhaltensweisen, wie zum Beispiel alles aufheben, nicht verderben lassen, man könnte es ja noch mal brauchen, werden durch Vorleben weitergegeben. So ähnlich ist das auch mit dem Fremdenhass.

PS: Du musst mich gar nicht an die deutsche Vergangenheit erinnern, die ist mir täglich bewusst. Aber danke, dass du uns expliziet erwähnt hast. (Österreicher haben auch eine deutsche Vergangenheit :D)


@ Eule
Da fällt mir ein, "Schöne Grüße" nach Marokko :)))






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