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Religiosität und binat. Partnerschaft #134471
20/05/12 10:45 AM
20/05/12 10:45 AM
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Lavendula Offline OP
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Lavendula  Offline OP
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Ihr Lieben!

In dem anderen Thread von mir haben wir ja schon viel diskutiert, zunehmend beschäftigt mich eine andere Frage, nämlich, in wie fern in meiner Beziehung zu einem Marokkaner die Religion Bedeutung haben wird. Ich habe gerade im Internet einen längeren Erfahrungsbericht von einer Frau gelesen, die ihren Mann zwar über alles liebte, aber er wurde immer strenger religiös bis sie es nicht mehr ausgehalten hat.
Nun frage ich mich, wie das bei mir wird.

Zunächst, unsere Grundvoraussetzungen sind schon mal schlecht: ich bin konfessionslos und habe auch noch zwei uneheliche Kinder. Mein Freund nimmt das mit der Religion recht locker, isst kein Schwein, fastet, betet aber sehr unregelmäßig. Trinkt Alkohol und hat vorehelichen GV. Er hat vor, dem Alkohol abzuschwören und mehr zu beten.

Die Eltern scheinen auch nicht fanatisch zu sein, Mutter trägt kein Kopftuch.

Er hat seiner Mutter wohl schon erzählt, dass er eine Frau mit Kindern kennen gelernt hat. Die war wohl zunächst nicht begeistert, aber er meinte, das Schicksal habe nun mal bei uns zugeschlagen und sie habe das wohl akzeptiert. Was der Vater davon hält, weiß ich noch nicht.

Das alles macht mir nun Sorgen, ob unsere Beziehung nicht schon von vorn herein zum scheitern verurteilt ist.

Und ist es denkbar, dass ein Marokkaner selbst uneheliche Kinder bekommt, ohne dass seine Familie laut protestiert? Denn er hat eine Ehe hinter sich, die total schief gelaufen ist und er will nie wieder heiraten, möchte aber mal Kinder haben. Ist das nicht widersprüchlich?

Wenn man im Netz Geschichten liest, geht es immer nur um Moslems allgemein, es wird kaum unterschieden, aus welchen Ländern die jeweils kommen. Aber gibt es da nicht Unterschiede??

Danke für Anworten!

LG

Lavendula

Re: Religiosität und binat. Partnerschaft [Re: Lavendula] #134478
20/05/12 01:09 PM
20/05/12 01:09 PM
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Original geschrieben von: Lavendula
Ihr Lieben!

In dem anderen Thread von mir haben wir ja schon viel diskutiert, zunehmend beschäftigt mich eine andere Frage, nämlich, in wie fern in meiner Beziehung zu einem Marokkaner die Religion Bedeutung haben wird. Ich habe gerade im Internet einen längeren Erfahrungsbericht von einer Frau gelesen, die ihren Mann zwar über alles liebte, aber er wurde immer strenger religiös bis sie es nicht mehr ausgehalten hat.
Nun frage ich mich, wie das bei mir wird.

Zunächst, unsere Grundvoraussetzungen sind schon mal schlecht: ich bin konfessionslos und habe auch noch zwei uneheliche Kinder. Mein Freund nimmt das mit der Religion recht locker, isst kein Schwein, fastet, betet aber sehr unregelmäßig. Trinkt Alkohol und hat vorehelichen GV. Er hat vor, dem Alkohol abzuschwören und mehr zu beten.

Die Eltern scheinen auch nicht fanatisch zu sein, Mutter trägt kein Kopftuch.

Er hat seiner Mutter wohl schon erzählt, dass er eine Frau mit Kindern kennen gelernt hat. Die war wohl zunächst nicht begeistert, aber er meinte, das Schicksal habe nun mal bei uns zugeschlagen und sie habe das wohl akzeptiert. Was der Vater davon hält, weiß ich noch nicht.

Das alles macht mir nun Sorgen, ob unsere Beziehung nicht schon von vorn herein zum scheitern verurteilt ist.

Und ist es denkbar, dass ein Marokkaner selbst uneheliche Kinder bekommt, ohne dass seine Familie laut protestiert? Denn er hat eine Ehe hinter sich, die total schief gelaufen ist und er will nie wieder heiraten, möchte aber mal Kinder haben. Ist das nicht widersprüchlich?

Wenn man im Netz Geschichten liest, geht es immer nur um Moslems allgemein, es wird kaum unterschieden, aus welchen Ländern die jeweils kommen. Aber gibt es da nicht Unterschiede??

Danke für Anworten!

LG

Lavendula



Das kann ich dir nicht beantworten.

Es kommt darauf an, was ihr beide wollt.

Du schreibst: er will nie wieder heiraten, möchte aber mal Kinder haben.

Was er möchte, weiss man ja jetzt smile



Und was möchtest du?

Auch nur eine aussereheliche Beziehung mit ihm führen? Ihm eventuell ein Kind schenken? nixweiss1


Zuerst ignorieren sie dich,dann lachen sie über dich,dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.

Wenn du im Recht bist,kannst du dir leisten,die Ruhe zu bewahren;Und wenn du im Unrecht bist,kannst du dir nicht leisten,sie zu verlieren.
Re: Religiosität und binat. Partnerschaft [Re: Lavendula] #134479
20/05/12 01:11 PM
20/05/12 01:11 PM
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Also da wird ja wieder alles in einen Topf geworfen. Es gibt soviele Frauen die mit Marokkaner verheiratet sind die uneheliche Kinder oder auch Kinder aus früheren Beziehungen haben.
Der Wunsch vielleicht nach noch einen eigenen Kind wird vielleicht gross sein, aber das da Probleme auftauchen weniger.

Marokkaner sind doch bekannt das sie total Kinderlieb sind.

Re: Religiosität und binat. Partnerschaft [Re: ThaiMaroc] #134481
20/05/12 01:28 PM
20/05/12 01:28 PM
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Original geschrieben von: ThaiMaroc


Marokkaner sind doch bekannt das sie total Kinderlieb sind.



Das stimmt. Dafür sind sie bekannt smile


Zuerst ignorieren sie dich,dann lachen sie über dich,dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.

Wenn du im Recht bist,kannst du dir leisten,die Ruhe zu bewahren;Und wenn du im Unrecht bist,kannst du dir nicht leisten,sie zu verlieren.
Re: Religiosität und binat. Partnerschaft [Re: Lavendula] #134488
20/05/12 03:01 PM
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Liebe Lavendula,
Antwort auf:
Wenn man im Netz Geschichten liest, geht es immer nur um Moslems allgemein, es wird kaum unterschieden, aus welchen Ländern die jeweils kommen. Aber gibt es da nicht Unterschiede??

Vertraue einfach mehr auf Dein eigenes Herz und Deinen Verstand.
Natürlich gibt es Unterschiede!
Wenn Du Deine Frage umformulieren würdest in z.B. "... da geht es immer um Christen allgemein, es wird kaum unterschieden aus welchen Ländern sie kommen..." dann wüßtet Du die Antwort doch schon. Es gibt viele Strömungen im Islam, den Stellenwert, den der Einzelne der Religion in seinem Leben einräumt ist sehr unterschiedlich, es gibt nicht den "Marokkaner", genausowenig wie es den "Deutschen" gibt. (Vergl. z.B. Muschelschubser mit Bayern) Klar gibt es so etwas wie Mentalitäten, aber daraus läßt sich wenig für persönliche Fragestellungen ableiten. Denn erstens kommt es anders, zweitens als man denkt.

Antwort auf:
Die Eltern scheinen auch nicht fanatisch zu sein, Mutter trägt kein Kopftuch.
Es ist gut, wenn Du Dich über den Islam informierst und versuchst Stereotypen zu vermeiden, denn Dein Satz mit dem Fanatismus läßt auf ein wenig differenziertes Bild schließen. Hej, Moslem und Fanatiker gehört nicht logisch zusammen! Genausowenig wie z.B. das Begriffspaar Christ und Fundamentalist.

Versuch mal Deine Bedenken auseinanderzudröseln:
Was wäre schlimm daran, wenn er religiöser würde?
Wahrscheinlich die Angst, daß er das auch von Dir erwartet oder daß er Dich dann nicht mehr wertschätzt?

Auch in Marokko gibt es nicht nur schwarz und weiß sondern auch grau und bunt. Will sagen, wenn Du mit jemandem zusammen lebst, dann fragt Dich niemand, ob Deine Kinder unehelich sind oder ob Du geschieden bist. Klar, wenn Du das Bedürfnis hast darüber zu sprechen, dann wird man Dir zuhören und die Leute werden sich ihre eigenen Gedanken machen, aber das kannst Du ja selbst entscheiden. Scheidungen und "Patchworkfamilien" gibt es dort auch, nur wird das etwas anders verpackt.

Antwort auf:
Und ist es denkbar, dass ein Marokkaner selbst uneheliche Kinder bekommt, ohne dass seine Familie laut protestiert?

Dein Freund lebt in Deutschland und hat sich bestimmt soweit von seiner Familie emanzipiert, daß er seinen eigenen Lebensstil lebt. Wenn es dauerhaft sein soll, dann wäre eine Ehe aber sicherlich naheliegender.

Wesentlich ist, daß Du herausfindest, was Du willst und selbstbewußt Deine Wünsche formulierst. Vielleicht willst Du ja im Gegensatz zu ihm endlich mal geheiratet werden? Dann sag ihm das auch, denn man kann von niemandem erwarten, daß er Gedankenlesen kann. Dabei mußt Du ihm ja nicht geich das Messer auf die Brust setzen hammer

Entschuldige wenn das alles etwas oberlehrerhaft klingt, aber Du wolltest ja Ratschläge haben...
Euch jedenfalls alles Gute und viel Glück!

Re: Religiosität und binat. Partnerschaft [Re: WandaVogel] #134491
20/05/12 03:41 PM
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Original geschrieben von: WandaVogel






Wesentlich ist, daß Du herausfindest, was Du willst und selbstbewußt Deine Wünsche formulierst. Vielleicht willst Du ja im Gegensatz zu ihm endlich mal geheiratet werden? Dann sag ihm das auch, denn man kann von niemandem erwarten, daß er Gedankenlesen kann. Dabei mußt Du ihm ja nicht geich das Messer auf die Brust setzen hammer

Entschuldige wenn das alles etwas oberlehrerhaft klingt, aber Du wolltest ja Ratschläge haben...
Euch jedenfalls alles Gute und viel Glück!



Lavendula ist, wie sie selbst schreibt, ohne Konfession, und er ist Moslem.

Würde er sie heiraten?


Zuerst ignorieren sie dich,dann lachen sie über dich,dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.

Wenn du im Recht bist,kannst du dir leisten,die Ruhe zu bewahren;Und wenn du im Unrecht bist,kannst du dir nicht leisten,sie zu verlieren.
Re: Religiosität und binat. Partnerschaft [Re: WandaVogel] #134492
20/05/12 03:57 PM
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Original geschrieben von: WandaVogel
Antwort auf:
Die Eltern scheinen auch nicht fanatisch zu sein, Mutter trägt kein Kopftuch.
Es ist gut, wenn Du Dich über den Islam informierst und versuchst Stereotypen zu vermeiden, denn Dein Satz mit dem Fanatismus läßt auf ein wenig differenziertes Bild schließen. Hej, Moslem und Fanatiker gehört nicht logisch zusammen! Genausowenig wie z.B. das Begriffspaar Christ und Fundamentalist.


Auch wenn das jetzt OT ist, aber dieser Satz sagt halt echt alles.
Wie zum Geier kommen die Leute darauf, dass kopftuchtragende Frauen fanatisch sind? Woher wisst ihr das? Besser gesagt: Woher glaubt ihr, das zu wissen? Kennt ihr welche?
Wegen dieser Art von Vorurteilen werden Muslimas nämlich bei der Jobsuche diskriminiert. Und das sage nicht nur ich, sondern AI: In Europa werden Muslime diskriminiert


LG
Re: Religiosität und binat. Partnerschaft [Re: _Sandra_] #134493
20/05/12 04:01 PM
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Das findet sie wohl nur heraus, wenn sie ihn fragt.

Das ist vielleicht nicht erwünscht von ofizieller Seite, wie z.B. Katholiken auch keine Nicht-Christen heiraten dürfen, aber viele entscheiden eher nach ihrem Herzen als nach gesellschaftlichen Normen.

Re: Religiosität und binat. Partnerschaft [Re: 21merlina] #134494
20/05/12 04:15 PM
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Dass ich Fanatismus mit Kopftuch in einem Satz erwähnt habe, war tatsächlich doof. Ich sehe das nicht so! Ich weiß, dass viele Frauen das einfach aus Überzeugung machen. Ich dachte nur, dass das vielleich über die Lebenseinstellung allgemein aussagt. Ich weiß eben nur, dass ich nichts weiß und ich möchte dazu lernen!

Re: Religiosität und binat. Partnerschaft [Re: Lavendula] #134495
20/05/12 04:28 PM
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Das liest sich schon besser smile. Viele Leute denken leider wirklich so und messen "fanatisch sein" und "integriert sein" daran, ob Kopftuch getragen, Alkohol getrunken oder Schweinefleisch gegessen wird. Ich habe das schon oft zu hören bekommen. Sogar von meiner eigenen Familie, z.B.:
"Ich habe nichts gegen Muslime, bin sogar mit welchen befreundet, aber die sind nicht so extremistisch wie du."
"Hä? Extremistisch? Ich?"
"Ja, die sind viel lockerer. Ramadan ist überholt. Die essen und trinken alles und F. hat ihrer Tochter verboten, mit Kopftuch rumzulaufen."

Meinetwegen kann ja jeder machen, was er will. Jeder ist für sich selbst verantwortlich. Ich finde es nur alarmierend, nach welchen Kriterien beurteilt wird, ob jemand integriert ist.
Aber gut, genug OT.
Alles Gute!


LG
Re: Religiosität und binat. Partnerschaft [Re: Lavendula] #134520
21/05/12 02:05 PM
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Original geschrieben von: Lavendula
Ihr Lieben!
...nämlich, in wie fern in meiner Beziehung zu einem Marokkaner die Religion Bedeutung haben wird. Ich habe gerade im Internet einen längeren Erfahrungsbericht von einer Frau gelesen, die ihren Mann zwar über alles liebte, aber er wurde immer strenger religiös bis sie es nicht mehr ausgehalten hat.
Nun frage ich mich, wie das bei mir wird.

Zunächst, unsere Grundvoraussetzungen sind schon mal schlecht: ich bin konfessionslos und habe auch noch zwei uneheliche Kinder.


Es mag Ausnahmen geben, aber der Standard-Marokkaner heiratet sicherlich (ernsthaft) nur eine Frau, die einer Religion angehörig ist. Uneheliche Kinder werden auch nur schwer akzeptiert! Kinderliebe hin oder her^^^
Wenn die Kinder aus der Ex-Ehe mitgebracht wurden, ist das für viele aber nochmal moralisch akzeptabler als Kinder einer "wilden Beziehung".
Selbst die Marokkaner, die kaum zeichenhaft ihre Religion praktiziert haben, haben auf solche grundlegenden Dinge Wert gelegt....das ist meine Erfahrung. Denn es wird ja auch viel über uns Deutsche Frauen gesprochen (bei den "eingedeutschten" Marokkanern untereinander). Und da fallen nicht soo gute Worte über deutsche Frauen, die unehelich schwanger geworden sind (womöglich noch von verschiedenen Männern) und zudem "ungläubig" sind. Ich denke, dass ein "Normalo"- Marokkaner somit auf Dauer Probleme hätte und sich nicht wohl fühlt...bzw. die Beziehung aufgrund anderer positiver Vorteile weiterführt (z.B. Visum?- aber die anders aussehende Zukunft schon im Kopf hat. Aber Ausnahmen mag es immer geben- Ausnahmen sind es dann aber auch!

Last edited by Annely24; 21/05/12 02:14 PM.
Re: Religiosität und binat. Partnerschaft [Re: Anna24] #134524
21/05/12 02:23 PM
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@Annely:

Das sind eben meine Befürchtungen. Mal sehen. Ich hoffe, er sagt es mir, wenn die Eltern unsere Verbindung nicht akzeptieren.

Weitere Vorteile, wie Du sie nennst, z.B. Visum, kann ich nicht entdecken. Er ist schon viele Jahre hier und hat eine unbefristete Aufenthaltserlaubnis. Und ich bin auch nicht reich :-) bin Studentin. Werde auch nach dem Studium nicht mehr verdienen als jetzt. Und das reicht grad mal so für mich und die Kinder. Die sind übrigens beide vom gleichen Vater :-)

LG

Lavendula


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